Heidelberger Zentrum für Personalisierte Onkologie

Heidelberger Zentrum für Personalisierte Onkologie (DKFZ-HIPO)

Durch die rasante Entwicklung der Hochdurchsatz-DNA Sequenzierung in den letzten Jahren ergeben sich neue Möglichkeiten die Sequenzierergebnisse auch für die klinische Routine zu nutzen. Im Jahr 2011 hat das DKFZ das Heidelberger Zentrum für Personalisierte Onkologie (DKFZ-HIPO) gegründet, dessen Ziel es ist, neuste Erkenntnisse aus den Gebieten der „omics“ Technologien (Genomik, Transkriptomik, etc.) und der Systembiologie bezüglich der personalisierten Onkologie schnell in die klinische Anwendung zu bringen. DKFZ-HIPO vereinigt die Expertisen in folgenden Bereichen: (1) Genomanalysen (Peter Lichter), (2) Bioinformatik/ Systembiologie (Benedikt Brors, Roland Eils) und (3) Präzisionsonkologie (Stefan Fröhling, Christof von Kalle) (Abbildung 1).

© dkfz.de

Während der ersten Förderperiode (2011-2016) wurden die für die Probenaufarbeitung, DNA/RNA Sequenzierungen, Datenmanagement und bioinformatische Analysen nötige Infrastruktur und Arbeitsabläufe entwickelt. Die folgenden Technologie-Plattformen arbeiten innerhalb von HIPO zusammen, um die ambitionierten Ziele des Zentrums umzusetzen: das Probenaufarbeitungslabor (Sample Processing Labor, SPL), das Chromatin- und RNA-Methoden Labor (CHARM), Single Cell Open Lab, die Hochdurchsatz-Sequenziereinheit und die Microarray-Einheit der DKFZ Genomics and Proteomics Core Facility (DKFZ-GPCF), die OmicsIT und Datenmanagement Core Facility (DKFZ-ODCF) sowie verschiedene Bioinformatik-Gruppen (Abbildung 1 und 2).

Die zweite Förderperiode HIPOstartete zum Jahresende 2016 und unterstützt derzeit 13 größere Projekte mit Fokus auf die Umsetzung von personalisierten Therapieansätzen und die Bewertung von Therapieantwort und Resistenz. Die Ergebnisse der Sequenzieranalysen werden in Molekularen Tumorboards bezüglich alternativer Behandlungsstrategien evaluiert (Abbildung 2). 

Seit Ende 2017 fördert DKFZ-HIPO insgesamt 13 weitere neue Projekte, die sich zum einen mit „Liquid Biopsy“ Sequenzierung beschäftigen, um das Ansprechen auf eine Therapie bzw. ein mögliches Wiederauftreten des Tumors früh erkennen zu können. Zum anderen wird in den Projekten über Einzelzellsequenzierungen (v.a. Transkriptome) die Intra-Tumor-Heterogenität analysiert, um die zwei großen klinischen Herausforderungen anzugehen: Die Entstehung von therapieresistenten Tumorklonen und die Dissemination/Metastasierung von Tumorzellen.

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Die HIPOProjekte beschäftigen mit verschiedenen Tumorentitäten wie beispielsweise Darmkrebs, Sarkome, Myelome, pediatrische Krebsformen, Pankreaskarzinome, Glioblastome, Brustkrebs, Nierenkarzinome, Ovarialkarzinome, Neuroblastome, Leukemien, Melanome.

DKFZ-HIPO hat sich zu einer sehr erfolgreichen und einzigartigen Einrichtung entwickelt, die sowohl national als auch international eine Vorreiterrolle in der personalisierten Onkologie einnimmt.

Weiterführende Informationen erhalten Sie unter www.hipo-heidelberg.org.

Kontakte

Prof. Dr. Peter Lichter
Sprecher DKFZ-HIPO
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221 42-4619
E-Mail: peter.lichter@dkfz-heidelberg.de

 

DKFZ-HIPO Projekt-Koordinatoren:

Dr. Karolin Willmund und Viktoria Fischer
HIPO Koordination
DKFZ
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221 42-4579/ -4577
Fax: +49 6221 42-4639

Homepage: http://www.hipo-heidelberg.org
E-Mail: hipo@dkfz-heidelberg.de

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