Pressemitteilungen
Weltnichtrauchertag 2023: Nahrung statt Tabak
„#NahrungStattTabak" lautet das deutsche Motto des diesjährigen Weltnichtrauchertags am 31. Mai. Das Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR) und mit ihm die Deutsche Krebshilfe und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) nehmen diesen Tag zum Anlass, über individuelle, aber auch globale Folgen des Tabakkonsums zu informieren. Angesichts steigender Raucherzahlen in Deutschland fordert das Bündnis die Bundesregierung dazu auf, Maßnahmen zur Tabakprävention umzusetzen und das Angebot nachweislich wirksamer Rauchstopp-Hilfen deutlich auszuweiten.
Nobelpreisträger Harald zur Hausen gestorben
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) trauert um Harald zur Hausen. Der Medizin-Nobelpreisträger und langjährige Vorstandsvorsitzende des DKFZ starb am vergangenen Montag, 29. Mai, im Alter von 87 Jahren. „Die Nachricht vom Tod von Harald zur Hausen macht uns alle im DKFZ sehr traurig. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie. Mit ihm verlieren wir einen herausragenden Wissenschaftler, der auf dem Gebiet der Tumorvirologie bahnbrechende Leistungen erbracht hat", sagt Michael Baumann, Vorstandvorsitzender und Wissenschaftlicher Vorstand des DKFZ.
Epigenetisches "Profiling" identifiziert potenzielle Ziele für die Behandlung der COPD
Eine gestörte Funktion der Lungenfibroblasten gilt als ursächlich für die Symptome der unheilbaren Lungenkrankheit COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease). Deutsche und britische Wissenschaftler haben nun ein detailliertes epigenetisches Profil der COPD-Fibroblasten erstellt und damit potenzielle Angriffspunkte für die COPD-Behandlung identifiziert. Das Team entdeckte frühe epigenetische Veränderungen im Genom von COPD-Fibroblasten, die neue Einblicke in die Krankheitsentstehung und auch potenzielle therapeutische Möglichkeiten bieten.
Prädiktive Gentests: Was dürfen Versicherungen fragen?
Etwa fünf bis zehn Prozent aller Krebserkrankungen sind auf erbliche genetische Veränderungen zurückzuführen. Mithilfe prädiktiver Gentests kann bei begründetem Verdacht auf eine familiäre Häufung bestimmter Tumorleiden das erblich bedingte Krebsrisiko ermittelt werden. Im Zusammenhang mit diesen Tests kommt oft die Frage auf: Muss ich das Ergebnis meiner Versicherung mitteilen? Können mir Versicherungen aufgrund des Ergebnisses gekündigt werden? Dann ist es gut zu wissen, dass diese Punkte durch das Versicherungsvertragsgesetz und das Gendiagnostikgesetz geregelt sind. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums erläutert die gesetzlichen Bestimmungen.
B-Zellen fördern Leberkrebs mit gefährlicher Doppelstrategie
Die entzündliche Fettleber-Erkrankung (NASH) und der daraus resultierende Leberkrebs werden durch autoaggressive T-Zellen angetrieben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) zeigen nun, was hinter diesem zerstörerischen Verhalten steckt. Sowohl bei Mäusen als auch bei Menschen mit NASH fanden sie eine gesteigerte Anzahl aktivierter B-Zellen im Magen-Darm-Trakt. Die B-Zellen fördern die Entstehung von Leberkrebs mit einer Doppelstrategie: Über direkten Zell-Zell-Kontakt aktivieren sie autoaggressive T-Zellen. Zusätzlich produzieren die B-Zellen Antikörper der Klasse IgA, die bestimmte Immunzellen aktivieren und dadurch die Leberfibrose antreiben. Werden die B-Zellen ausgeschaltet, so bilden sich bei Mäusen Entzündung und Fibrose zurück und es entstehen weniger und kleinere Lebertumoren.
Gemeinsam gegen Hirntumoren - Sonderforschungsbereich verlängert
Nach einer erfolgreichen ersten Förderperiode wird der SFB 1389 „Überwindung der Therapieresistenz von Glioblastomen – UNITE GLIOBLASTOMA" um weitere vier Jahre verlängert und mit rund 12,5 Millionen Euro gefördert. Die kooperierenden Forschungsgruppen untersuchen, wie es bei diesen bösartigen Hirntumoren zur Entwicklung von Therapieresistenzen kommt und wie man sie überwinden kann. Projektpartner sind das Universitätsklinikum Heidelberg, die Universitätsmedizin Mannheim, das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Hochschule Mannheim.
Auch 2021 weniger Krebsneuerkrankungen in Baden-Württemberg gemeldet als vor der Pandemie
Bereits im zweiten Jahr in Folge wurde in Baden-Württemberg bei weniger Menschen eine Krebserkrankung festgestellt als vor der Corona-Pandemie: Für 2021 ermittelte das Krebsregister Baden-Württemberg eine um acht (Frauen) bzw. zwölf Prozent (Männer) niedrigere Neuerkrankungsrate als im Jahr 2019. Was scheinbar nach einer guten Nachricht klingt, macht vielmehr deutlich, dass sich die Pandemie 2021 noch stärker auf die erfasste Krebsinzidenz ausgewirkt hat als im Vorjahr.
Stefan Pfister mit Wilhelm-Warner-Preis 2022 ausgezeichnet
Die Wilhelm-Warner-Stiftung zeichnet Stefan Pfister, Direktor des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ), Abteilungsleiter am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und Kinderonkologe am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) mit dem Wilhelm-Warner-Preis aus. Damit würdigt sie seine zukunftweisenden Beiträge zur Erforschung und Entwicklung neuer Diagnose- und Therapieverfahren bei kindlichen Hirntumoren. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde Stefan Pfister am 12. Mai 2023 am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf verliehen.
Das "Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg" (KiTZ) ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und der Universität Heidelberg (Uni HD).
Verringerte Krebssterblichkeit bei täglicher Vitamin D-Einnahme
Eine Vitamin D-Einnahme könnte die Krebssterblichkeit in der Bevölkerung um zwölf Prozent reduzieren - vorausgesetzt, das Vitamin wird täglich eingenommen. Dies ergab eine am Deutschen Krebsforschungszentrum durchgeführte Auswertung von 14 Studien der höchsten Qualitätsstufe mit insgesamt fast 105.000 Teilnehmern.
Alkohol: Mehrheit der Deutschen für Werbeverbot und höheres Mindestabgabealter
Werbung für alkoholische Getränke ist in Deutschland nahezu uneingeschränkt möglich. Alkoholwerbung fördert den Einstieg von Jugendlichen in den Alkoholkonsum. Jugendliche dürfen in Deutschland Bier und Wein bereits ab 16 Jahren trinken, in Begleitung von Erziehungsberechtigten schon ab 14 Jahren. Je früher junge Menschen ihr erstes alkoholisches Getränk zu sich nehmen, umso größer ist das Risiko, abhängig zu werden. Eine Umfrage des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zeigt, dass sich die Bevölkerung einen besseren Schutz der Jugend vor Alkohol wünscht.