Pressemitteilungen

Nr. 43 | 01. Juli 2020 | von KS

Verbot der Tabakaußenwerbung auf der Zielgeraden

© DKFZ

Der aktuelle Gesetzentwurf sieht Ausnahmeregelungen und lange Übergangsfristen vor. Präventionsexperten urteilen: Für den Gesundheitsschutz ist dies kein Erfolg auf der ganzen Linie!

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Nr. 42c | 30. Juni 2020 | von Koh

RNA-Molekül als Wachstumstreiber bei verschiedenen Krebsarten identifiziert

Nicht-proteinkodierenden RNA-Moleküle übernehmen in der Zelle eine Vielzahl...
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Ein spezielles RNA-Molekül sorgt bei vielen Krebsarten für schnelleres Wachstum und hält die Zellalterung auf. Dies entdeckten Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) mit Partnern im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) am Universitätsklinikum Freiburg. Wird diese RNA ausgeschaltet, stehen der Zelle nicht mehr ausreichend Bausteine für die DNA-Synthese zur Verfügung, die Zellteilung wird gebremst. Die Forscher wollen in Zukunft untersuchen, ob sich das RNA-Molekül als möglicher Angriffspunkt für neue Krebstherapien eignet.

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Nr. 42 | 29. Juni 2020 | von jg

Projekt "Fit in Gesundheitsfragen"

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Krebs ist eine Volkskrankheit. Die Erkrankungszahlen steigen und es gibt kaum eine Familie, die nicht davon betroffen ist. Daher ist Krebs auch für Schülerinnen und Schüler ein Thema. Aber was wissen sie wirklich über diese Krankheit? Wissen Jugendliche, wie sie ihr persönliches Krebsrisiko senken können? Um die Gesundheitskompetenz der Kinder und Jugendlichen zu stärken, haben der Krebsinformationsdienst und das Life-Science Lab des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) Unterrichtsmaterialien zum Thema Krebs erstellt und bieten Lehrerfortbildungen an.

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Nr. 41c | 29. Juni 2020

Genomdaten besser nutzen: Konsortium entwickelt die notwendige Dateninfrastruktur

Die Sequenzierung von Tumorgenomen produziert immense Datenmengen.
© DKFZ/Schwerdt

Die Genomforschung spielt in der modernen Gesundheitsforschung eine zentrale Rolle und trägt heute bereits zur besseren Versorgung von Patienten bei. Bei Krebs kann die Analyse des individuellen Tumorerbguts genetische Veränderungen aufspüren, um diese mit gezielten Therapeutika zu behandeln. Genomische Analysen werden zudem seit einiger Zeit vermehrt eingesetzt, um die genetischen Ursachen von seltenen Krankheiten zu entschlüsseln. Die sensiblen Genomdaten bestmöglich zu nutzen und sie Wissenschaftlern in Deutschland und darüber hinaus auch der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft verfügbar zu machen, und dabei gleichzeitig die Persönlichkeitsrechte der Patienten zu wahren, ist das Ziel des neu etablierten Konsortiums „Deutsches Genom-Phänom Archiv". Die DFG fördert diese neue Dateninfrastruktur-Initiative als Teil der Nationalen Dateninfrastruktur-Initiative (NFDI) für zunächst fünf Jahre.

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Nr. 41 | 24. Juni 2020 | von Koh

Neue Erklärung für die extreme Komplexität der Mutationen im Tumorgenom

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Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum sowie von den Universitäten Cambridge und Edinburgh haben die molekulare Evolution von Tumoren nach der Einwirkung erbgutschädigender Chemikalien durchgespielt. Dabei entdeckten sie, dass die von der Chemikalie ausgelösten Defekte an einzelnen DNA-Bausteinen nicht sofort repariert, sondern über mehrere Runden der Zellteilung weitergegeben werden. Die beiden DNA-Stränge mit ihren voneinander unabhängigen Defekten werden bei der Zellteilung voneinander getrennt, daraus resultieren zwei Tochterzellen mit unterschiedlichen Mutationsprofilen. Bei weiteren Replikationsrunden führen die Schäden immer wieder zu neuen, andersartigen Mutationen. Diese „Schadens-Segregation" führt zu den komplexen Mustern an Mutationen im Tumorgenom. Die Chance, dass dabei tumortreibende Kombinationen an Erbgutdefekten entstehen, ist groß. Diese Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun in der Zeitschrift Nature.

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Nr. 40 | 23. Juni 2020 | von Koh

CAR-T-Zell-Therapien: erhebliche Kostenersparnis möglich

Unter Reinraumbedingungen zählen DKFZ-Mitarbeiter CAR-T-Zellen aus
© Stefan Eichmüller/DKFZ

Die CAR-T-Zell-Therapie ist eine neue und teilweise hochwirksame Form der Immuntherapie gegen bestimmte Krebserkrankungen des Bluts und des Lymphsystems. Doch die aussichtsreiche Behandlung hat ihren Preis: Die Hersteller verlangen bis zu 320.000 Euro für die Produktion der Immunzellen für einen Patienten. Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) ermittelten nun in einer Vollkostenrechnung: In einer wissenschaftlichen Einrichtung wie dem DKFZ ließe sich die zelluläre Immuntherapie zu etwa einem Zehntel dieses Preises herstellen.

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Nr. 39 | 18. Juni 2020 | von Rei

Darmkrebsfrüherkennung: Versicherte nutzen Test dreimal häufiger bei erleichtertem Zugang

© Schwerdt/DKFZ

Gesetzlich krankenversicherte Männer und Frauen haben ab dem Alter von 50 Jahren Anspruch auf einen kostenlosen immunologischen Stuhltest zur Darmkrebsfrüherkennung. Bislang nutzen nur Wenige dieses Angebot. Jetzt zeigt eine Studie, die Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) gemeinsam mit der AOK Baden-Württemberg, dem Hausärzteverband und MEDI Baden-Württemberg durchgeführt haben: Die Versicherten nehmen das Angebot dreimal so oft an, wenn sie den Test per Post erhalten und zurückschicken können.

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Nr. 38c | 15. Juni 2020 | von Thiel

Muskeln für ein starkes Immunsystem

Skelettmuskulatur unter dem Mikroskop
© Adobe Stock

Im Kampf gegen eine Krebserkrankung oder gegen chronische Infektionen muss das Immunsystem über lange Zeiträume aktiv sein. Doch auf Dauer kommt es häufig zu einer Erschöpfung der Immunabwehr. Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben nun bei Mäusen erste Hinweise dafür gefunden, dass Skelettmuskeln dazu beitragen, das Immunsystem bei chronischen Erkrankungen funktionsfähig zu erhalten.

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Nr. 38 | 09. Juni 2020 | von Moos

Thomas Grünewald wird mit dem Rudolf-Virchow-Preis 2020 geehrt

Preisträger Thomas Grünewald
© Attmanspacher/LMU

Für seine Forschung an krebstreibenden Erbgutveränderungen erhält Thomas Grünewald, Arbeitsgruppenleiter am Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ) und Abteilungsleiter des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) den Rudolf-Virchow-Preis des Jahres 2020 der Deutschen Gesellschaft für Pathologie (DGP). Der Wissenschaftler konnte mit seiner Forschung unterschiedliche Krankheitsverläufe beim Ewing-Sarkom, einem bösartigen Knochentumor, erklären. Der Rudolf-Virchow-Preis gilt als renommiertester deutscher Preis auf dem Gebiet der Pathologie und ist mit 5.000 Euro dotiert.
Das „Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg" (KiTZ) ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und der Universität Heidelberg (Uni HD).

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Nr. 37c3 | 04. Juni 2020 | von Koh

"Explosion im Krebsgenom": viel häufiger als angenommen

© Adobe Stock

Chromothripsis ist eine Form der Genominstabilität, bei der ein oder einige wenige Chromosomen in einem vermutlich einmaligen katastrophalen Ereignis geradezu „explodieren". Die Chromothripsis tritt nach bisheriger Meinung zu Beginn der Tumorentwicklung auf und spielt eine wichtige Rolle bei der Krebsentstehung. Galt das Phänomen bislang als eher selten, so zeigten Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum nun, dass Chromothripsis bei nahezu der Hälfte aller Tumoren nachweisbar ist.

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