1. Hauptnavigation
  2. Navigation des Hauptbereiches
  3. Inhalt der Seite

Transgen-Service

Ulrich Kloz und Frank van der Hoeven

Mikroinjektion
Mikroinjektion unter dem Mikroskop: Durch eine feine Kanüle (rechts) wird Erbmaterial in einen Mausembryo übertragen. | © dkfz.de

Der Transgen-Service (TS) unterstützt Wissenschaftler im DKFZ bei der Herstellung genetisch veränderter (transgener) Mauslinien. Dabei werden künstlich hergestellte DNA-Sequenzen in das Erbgut der Tiere übertragen. Je nach wissenschaftlicher Fragestellung wird das eingefügte Gen in ein biologisch wirksames Eiweiß übersetzt oder ein bestimmtes Gen des Empfängertieres verändert oder stillgelegt. Bei der Herstellung genetisch veränderter Mäuse (z.B. als Modellsysteme zur Erforschung menschlicher Erkrankungen) werden überwiegend zwei Methoden genutzt:

DNA-Mikroinjektion: Fremde DNA wird in befruchtete Maus-Eizellen (Zygoten) injiziert, die von Ammenmäusen ausgetragen werden. Ein Teil der neugeborenen Mäuse hat die fremde DNA in die eigenen Erbanlagen integriert.

ES-Zell-Mikroinjektion: Man schleust DNA in embryonale Stammzellen von Mäusen (ES-Zellen) ein und injiziert diese dann in frühe Mausembryonen (Blastozysten). Die Zellen mit der Fremd-DNA integrieren sich in den Embryo. So lassen sich Mäuse mit Mutationen in bestimmten Genen erzeugen (z.B. „Knock-out“-Mäuse). Die beobachteten Defekte bei Mäusen mit solchen Knock-out-Mutationen erlauben Rückschlüsse über die biologische Funktion, die das stillgelegte Gen normalerweise wahrnimmt.

Letzte Aktualisierung: 26.06.2007 Seitenanfang