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EPIC-Spezielle Projekte

EPIC InterAct

Das integrierte Projekt InterAct ist eine von der Europäischen Union (EU) finanzierte Zusammenarbeit zwischen neun europäischen Ländern und Indien. Mit Hilfe der EPIC-Studie soll der Zusammenhang zwischen genetischen Faktoren und Lebensstilfaktoren, insbesondere  Ernährung und körperliche Aktivität, und dem Auftreten von Diabetes mellitus Typ 2 untersucht werden.

EPIC CVD

EPIC CVD (CVD = kardiovaskuläre Erkrankungen) untersucht detailliert mögliche Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall. Auch hier besteht das Ziel darin, diejenigen genetischen Veranlagungen, Lebensstilfaktoren und im Blut gemessenen Biomarker zu identifizieren, die im Zusammenhang mit diesen weit verbreiteten Krankheiten stehen. Außerdem sollen Risikomodelle entwickelt werden, mit denen für jede einzelne Person die Wahrscheinlichkeit geschätzt werden kann, an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erkranken.

Neuro EPIC

Neurodegenerative Erkrankungen sind chronische Erkrankungen, die das Nervensystem schädigen und so dessen Funktion beeinträchtigen. Zu diesen Erkrankungen gehören Demenz (einschließlich Alzheimer), Parkinson und Amyotrophe Lateralsklerose (=ALS), eine Erkrankung des motorischen Nervensystems. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, an einem neurodegenerativen Leiden zu erkranken. Da unsere Bevölkerung zunehmend älter wird, geht man auch davon aus, dass die Anzahl der Patienten mit einer solchen Erkrankung ansteigt. Risikofaktoren sind bis heute unbekannt. Das Projekt Neuro EPIC widmet sich der Erforschung von Risikofaktoren für Demenz, Parkinson und ALS und nutzt dazu die erhobenen Teilnehmerdaten.

Kompetenznetz Adipositas (2008-2014)

Das seit 1999 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte „Kompetenznetz Adipositas“ ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Forschungsprojekten, EPIC-Heidelberg und EPIC-Potsdam eingeschlossen. Die Projekte, die im Netzwerk organisiert sind, erforschen Ursachen und Risikofaktoren der Adipositas („Fettleibigkeit“). Neue Therapien und Präventionsstrategien werden entwickelt und überprüft.

Adipositas wird derzeit durch den Body Mass Index (BMI) definiert. Der BMI eines Menschen setzt sich aus dem Quotienten aus Körpergewicht in kg und der Größe im Quadrat (in m) zusammen.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass der BMI das Risiko einer kardiovaskulären Erkrankung nur unzureichend wiederspiegelt. Die Körperfettverteilung eines Menschen ist hier wahrscheinlich von größerer Bedeutung. So weiß man, dass viszerales („Bauchfett“)  im Gegensatz zu subkutanem Fett („Unterhautfett“) die Entstehung von Erkrankungen wie Diabetes begünstigt. Daher werden im Rahmen einer EPIC-Substudie Daten zur Körperzusammensetzung anhand von MRT-Messungen (Magnetresonanztomographie) erhoben. Anhand dieser Daten ist es möglich, zwischen viszeralem Fett und subkutanem Fett zu unterscheiden und darüber hinaus den Körperfettgehalt einer Person zu bestimmen.  Diese Messungen können anschließend dazu verwendet werden, anthropometrische Messungen wie den BMI besser zu bewerten.

EPIC-Deutschland Substudie zur Körperzusammensetzung und körperlicher Aktivität

Im April 2010 startete mit einigen der EPIC-Teilnehmer in Deutschland eine Substudie. Diese wurde vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam und dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg organisiert und ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes „Adipositas, körperliche Aktivität und Ernährung als Schlüsselfaktoren in der Ätiologie und Prävention von Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall und vorzeitigem Tod″.

Dabei wurden aus den Heidelberger und Potsdamer EPIC-Kohorten (insgesamt ca. 53.000 Personen) jeweils 800 Männer und Frauen per Zufallsstichprobe ausgewählt, die an dieser Substudie teilnehmen konnten. Die Ziele der Substudie sind:

  • Optimierung der Fragebögen zur körperlichen Aktivität und zur Ernährung zum späteren Einsatz in der gesamten EPIC-Kohorte
  • Entwicklung eines aktualisierten Fragebogens zu Gesundheit, Lebensstil, persönlichem Befinden (psychische Gesundheit) und Lebensqualität
  • Messung der körperlichen Aktivität mit zwei Bewegungsmessgeräten (Actiheart -Bewegungssensor)
  • Genauere Messung des Körperfettgehaltes und der Körperfettverteilung mittels Kernspintomographie (MRT) bei ca. 1200 Probanden (jeweils 600 pro Zentrum)
  • Identifizierung von neuen Markern im Blut, die Aufschlüsse über Krankheitsentstehung geben

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