Abteilung Angewandte Bioinformatik

Prof. Dr. Benedikt Brors

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Wir kombinieren Methoden aus der Informatik, Bioinformatik und Statistik, um die Krebsentwicklung besser zu verstehen und die Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen zu verbessern. Mit den Ergebnissen unserer bioinformatischen Analysen wollen wir klinische Anwendungen entwickeln, die langfristig Fortschritte bei der Versorgung und den Behandlungsmöglichkeiten von Krebspatienten ermöglichen.

Jeder Tumor entsteht durch das Zusammenwirken verschiedener, individuell unterschiedlicher genetischer Veränderungen, bei denen sogenannte "Treiber"-Mutationen eine wichtige Rolle einnehmen. Unsere Daten gewinnen wir mit Hilfe von modernen Sequenzierverfahren ("next-generation sequencing"), DNA-Mikroarrays oder anderen Methoden, die einen genomweiten Einblick in die biochemischen und genetischen Veränderungen von Krebszellen erlauben. Auf diese Weise führen wir Daten über die Gesamtheit der genetischen, transkriptomischen und epigenomischen Veränderungen zusammen. Wir untersuchen auch, in wieweit Viren und Bakterien an der Tumorentstehung beteiligt sind.

In enger Zusammenarbeit mit dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) und dem Heidelberger Zentrum für Personalisierte Onkologie (DKFZ-HIPO) setzen wir die gewonnenen Erkenntnisse in klinische Praxis um und verbessern so Strategien zur individualisierten Behandlung mit zielgerichteten Medikamenten im Sinne der personalisierten Medizin.

Weiterhin beschäftigt sich unsere Abteilung mit:

  • der Charakterisierung genetischer und epigenetischer Mutationen und der Vorhersage ihrer Auswirkungen;
  • der Identifikation von gemeinsamen Genexpressionssignaturen in verschiedenen Krebsarten;
  • der Beschreibung und Analyse von Netzwerken genetischer Regulation;
  • der Vorhersage der Prognose und des Therapieansprechens bei Krebs.

Die Abteilung ist auch Teil des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) und des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK).

Wir liefern für das Projekt INFORM (Individualized Therapy For Relapsed Malignancies in Childhood) die nötigen Spezialkenntnisse im Gebiet der translationalen Bioinformatik und bieten hier einen umfangreichen Service an.

Wir sind Projektpartner in drei verschiedenen Forschungsverbünden innerhalb des Internationalen Krebsgenomkonsortiums (ICGC):
Außerdem sind wir in das ICGC-Projekt zur Pan-Cancer-Analyse von Gesamtgenomen eingebunden.

Kontakt

Prof. Dr. Benedikt Brors
Angewandte Bioinformatik (G200)

Sekretariat
Berliner Str. 41
(walk-in address)
69120 Heidelberg
Tel: +49 6221 / 42 3728
Fax: +49 6221 / 42 3626
E-Mail: b.brors@dkfz.de

Sekretariat: Birgit Vey
E-Mail: sek_g200@dkfz.de

Ausgewählte Publikationen

  • Alioto T. S., Buchhalter I. et al. (2015) A comprehensive assessment of somatic mutation detection in cancer using whole-genome sequencing. Nat Commun, 6, 10001.
  • Gu L, et al. BAZ2A (TIP5) is involved in epigenetic alterations in prostate cancer and its overexpression predicts disease recurrence. Nat Genet 47, 22-30 (2015).
  • Oberthuer A., Juraeva D. et al. (2015) Revised risk estimation and treatment stratification of low- and intermediate-risk neuroblastoma patients by integrating clinical and molecular prognostic markers. Clin Cancer Res, 21, 1904-1915.
  • Weischenfeldt J, et al. Integrative genomic analyses reveal an androgen-driven somatic alteration landscape in early-onset prostate cancer. Cancer Cell 23, 159-170 (2013).
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