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Die Melodie der Epigenetik

David Brocks, Doktorand am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), hat eine Methode entwickelt, mit der er die epigenetischen Unterschiede von Krebszellen und gesunden Zellen hörbar machen kann. Dazu übersetzt er die Abfolge spezieller chemischer Markierungen auf der Erbsubstanz in Melodien. Verändert sich die Abfolge, das sogenannte epigenetische Muster, spiegelt sich das in der Melodie wider. Die markierten Stellen im Erbgut beeinflussen, welche Gene eine Zelle in Proteine übersetzt, und spielen dadurch auch bei der Entstehung von Krebs eine wichtige Rolle.

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Lutz Gissmann mit dem Maurice Hillemann Award für bahnbrechende Impfstoff-Forschung ausgezeichnet

Lutz Gissmann vom Deutschen Krebsforschungszentrum erhält den Preis für seine Forschungsergebnisse, mit denen er entscheidend zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen humane Papillomviren (HPV) beigetragen hat. Gissmann hat maßgeblichen Anteil an der Entdeckung der beiden verbreitetsten krebserregenden HPV-Typen. Außerdem entwickelte er ein wichtiges Verfahren, um aus Virusproteinen einen schützenden Impfstoff herzustellen.

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Windaus Preis 2016 an Dietrich Keppler

Dietrich Keppler, bis 2007 Abteilungsleiter am Deutschen Krebsforschungszentrum, wurde für seine Forschungsleistungen mit dem internationalen Adolf-Windaus-Preis 2016 ausgezeichnet. Der Biochemiker Keppler hat entscheidend dazu beigetragen, den Stofftransport in die Leber und von der Leber in die Galle molekular aufzuklären. Die Falk Foundation e.V. verleiht seit 1980 alle zwei Jahre den mit 15.000 Euro dotierten Windaus Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Gallensäure-Forschung.

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© dkfz/Uwe Anspach
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Welche Rolle spielen Infektionen bei Darm- und Brustkrebs?

Untersuchungen zeigen, dass Brustkrebs und Darmkrebs besonders in den Teilen der Welt auftreten, wo Menschen viele Milchrinder halten und deren Milch und Fleisch konsumieren. Harald zur Hausen, der ehemalige langjährige Vorstandsvorsitzende des Deutschen Krebsforschungszentrums, hält einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der Rinderhaltung und der hohen Erkrankungsrate an Darm- und Brustkrebs für möglich. Dahinter stecken könnten Viren oder andere infektiöse Erreger, die vom Rind auf den Menschen übertragen werden.

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Erich Hecker zum 90. Geburtstag

Erich Hecker, einer der Gründungsdirektoren des Deutschen Krebsforschungszentrums, feiert am 7. Juli 2016 seinen 90. Geburtstag.

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Falsch verteilte Chromosomen verschaffen Brustkrebszellen Selektionsvorteile

Werden die Chromosomen bei der Zellteilung ungleichmäßig verteilt, so beeinträchtigt dies die Lebensfähigkeit der Tochterzellen. Anderseits sind falsch verteilte Chromosomen bei vielen Krebsarten mit ungünstiger Prognose verbunden, scheinen also den Krebs zu fördern. Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) untersuchten an Mäusen, wie sich ungleichmäßig verteilte Chromosomen bei Brustkrebs auswirken. Lösten die Forscher in den Brustdrüsenzellen Chromosomen-Fehlverteilungen aus, so verzögerte sich die Entstehung von Brustkrebs. Jedoch schienen die entstandenen Tumoren einen Selektionsvorteil zu besitzen: Sie ließen sich durch das Abschalten des wachstumsfördernden Krebsgens nicht stoppen, sondern wuchsen weiter.

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Hepatitis-B-Viren als tickende Zeitbomben

Das Hepatitis-B-Virus (HBV) verursacht Hepatitis B, eine Infektion der Leber, die 230 Millionen Menschen weltweit betrifft, davon 440 000 allein in Deutschland. Meist versteckt sich das Virus über lange Zeit in den Leberzellen, was häufig zu Leberzirrhose und Leberkrebs führt. Forscher aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Zentrum für Infektiologie am Universitätsklinikum Heidelberg haben nun einen völlig neuen Reifungsmechanismus entdeckt, mit dem das Hepatitis-B-Virus die Effizienz seiner Infektion erhöht. Damit liefern sie ein neues Modell zum Verständnis der Hepatitis-B-Erkrankung.

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