Sexualhormone

Wirkung auch auf den Darm

Dass Sexualhormone die Fortpflanzungsorgane regulieren, ist allgemein bekannt. Umstritten ist bislang allerdings, ob und wie sie auf andere Organe des Köpers wirken. Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum und vom Huntsman Cancer Institute an der University of Utah fanden heraus, dass Ecdyson, ein Sexualhormon der Fruchtfliege, das Verhalten von Darm-Stammzellen und damit auch die Struktur und Funktion des gesamten Organs drastisch beeinflusst. Ecdyson, das den menschlichen Steroidhormonen sehr ähnlich ist, stimuliert das Wachstum der Darm-Stammzellen und fördert damit das Größenwachstum des weiblichen Darms. Das steigert einerseits die Fruchtbarkeit der Weibchen, begünstigt aber andererseits offenbar die Entstehung von Tumoren. Die Ergebnisse wurden nun in der Zeitschrift Nature veröffentlicht.

Liquid Biopsy

Tumoren mittels Blutprobe auf der Spur

Unter einer Liquid Biopsy, also „Flüssigbiopsie" verstehen Krebsforscher die blutbasierte Analytik zum Nachweis von Tumorzellen bzw. Tumor-DNA. Denn Tumorzellen geben Erbinformationen ins Blut ab, die auf krebstypische Genveränderungen hin untersucht werden können. Sie kommen allerdings nur in winzigen Mengen vor, daher wurde ihr Nachweis erst durch die Entwicklung neuer Analyseverfahren möglich, z. B. das „next generation sequencing".

Krebsinformationsdienst

Projekt "Fit in Gesundheitsfragen"

Krebs ist eine Volkskrankheit. Die Erkrankungszahlen steigen und es gibt kaum eine Familie, die nicht davon betroffen ist. Daher ist Krebs auch für Schülerinnen und Schüler ein Thema. Aber was wissen sie wirklich über diese Krankheit? Wissen Jugendliche, wie sie ihr persönliches Krebsrisiko senken können? Um die Gesundheitskompetenz der Kinder und Jugendlichen zu stärken, haben der Krebsinformationsdienst und das Life-Science Lab des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) Unterrichtsmaterialien zum Thema Krebs erstellt und bieten Lehrerfortbildungen an.

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Aktuelle Meldung

Drei DKFZ-Forscher als neue EMBO-Mitglieder gewählt

Für ihre herausragenden Forschungsleistungen wurden Ursula Klingmüller, Ana Martin-Villalba und Aurelio Teleman in die europäische Wissenschaftsorganisation European Molecular Biology Organisation (EMBO) aufgenommen. Die EMBO vereint mehr als 1800 Wissenschaftler, die in ihren Forschungsgebieten als weltweit führend gelten.

Aktuelle Meldung

Verbot der Tabakaußenwerbung auf der Zielgeraden

Der aktuelle Gesetzentwurf sieht Ausnahmeregelungen und lange Übergangsfristen vor. Präventionsexperten urteilen: Für den Gesundheitsschutz ist dies kein Erfolg auf der ganzen Linie!

Aktuelle Meldung

RNA-Molekül als Wachstumstreiber bei verschiedenen Krebsarten identifiziert

Ein spezielles RNA-Molekül sorgt bei vielen Krebsarten für schnelleres Wachstum und hält die Zellalterung auf. Dies entdeckten Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) mit Partnern im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) am Universitätsklinikum Freiburg. Wird diese RNA ausgeschaltet, stehen der Zelle nicht mehr ausreichend Bausteine für die DNA-Synthese zur Verfügung, die Zellteilung wird gebremst. Die Forscher wollen in Zukunft untersuchen, ob sich das RNA-Molekül als möglicher Angriffspunkt für neue Krebstherapien eignet.

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Genomdaten besser nutzen

Konsortium entwickelt die notwendige Dateninfrastruktur

Die Genomforschung spielt in der modernen Gesundheitsforschung eine zentrale Rolle und trägt heute bereits zur besseren Versorgung von Patienten bei. Bei Krebs kann die Analyse des individuellen Tumorerbguts genetische Veränderungen aufspüren, um diese mit gezielten Therapeutika zu behandeln. Genomische Analysen werden zudem seit einiger Zeit vermehrt eingesetzt, um die genetischen Ursachen von seltenen Krankheiten zu entschlüsseln. Die sensiblen Genomdaten bestmöglich zu nutzen und sie Wissenschaftlern in Deutschland und darüber hinaus auch der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft verfügbar zu machen, und dabei gleichzeitig die Persönlichkeitsrechte der Patienten zu wahren, ist das Ziel des neu etablierten Konsortiums „Deutsches Genom-Phänom Archiv". Die DFG fördert diese neue Dateninfrastruktur-Initiative als Teil der Nationalen Dateninfrastruktur-Initiative (NFDI) für zunächst fünf Jahre.

Aktuelle Meldung

Neue Erklärung für die extreme Komplexität der Mutationen im Tumorgenom

Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum sowie von den Universitäten Cambridge und Edinburgh haben die molekulare Evolution von Tumoren nach der Einwirkung erbgutschädigender Chemikalien durchgespielt. Dabei entdeckten sie, dass die von der Chemikalie ausgelösten Defekte an einzelnen DNA-Bausteinen nicht sofort repariert, sondern über mehrere Runden der Zellteilung weitergegeben werden. Die beiden DNA-Stränge mit ihren voneinander unabhängigen Defekten werden bei der Zellteilung voneinander getrennt, daraus resultieren zwei Tochterzellen mit unterschiedlichen Mutationsprofilen. Bei weiteren Replikationsrunden führen die Schäden immer wieder zu neuen, andersartigen Mutationen. Diese „Schadens-Segregation" führt zu den komplexen Mustern an Mutationen im Tumorgenom. Die Chance, dass dabei tumortreibende Kombinationen an Erbgutdefekten entstehen, ist groß. Diese Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun in der Zeitschrift Nature.

CAR-T-Zell-Therapien

Erhebliche Kostenersparnis möglich

Die CAR-T-Zell-Therapie ist eine neue und teilweise hochwirksame Form der Immuntherapie gegen bestimmte Krebserkrankungen des Bluts und des Lymphsystems. Doch die aussichtsreiche Behandlung hat ihren Preis: Die Hersteller verlangen bis zu 320.000 Euro für die Produktion der Immunzellen für einen Patienten. Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) ermittelten nun in einer Vollkostenrechnung: In einer wissenschaftlichen Einrichtung wie dem DKFZ ließe sich die zelluläre Immuntherapie zu etwa einem Zehntel dieses Preises herstellen.

Darmkrebsfrüherkennung

Versicherte nutzen Test dreimal häufiger bei erleichtertem Zugang

Gesetzlich krankenversicherte Männer und Frauen haben ab dem Alter von 50 Jahren Anspruch auf einen kostenlosen immunologischen Stuhltest zur Darmkrebsfrüherkennung. Bislang nutzen nur Wenige dieses Angebot. Jetzt zeigt eine Studie, die Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) gemeinsam mit der AOK Baden-Württemberg, dem Hausärzteverband und MEDI Baden-Württemberg durchgeführt haben: Die Versicherten nehmen das Angebot dreimal so oft an, wenn sie den Test per Post erhalten und zurückschicken können.

DKFZ - Der Film

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