BCAC - Breast Cancer Association Consortium

BCAC (Breast Cancer Association Consortium) ist ein multidisziplinäres dynamisches Konsortium, das im April 2005 gegründet wurde und von Wissenschaftlern der University of Cambridge geleitet wird. Es ist ein Forum von Forschern, die daran interessiert sind, das vererbte Risiko für Brustkrebs zu untersuchen. Viele Gruppen auf der ganzen Welt führen Studien durch, um Gene zu identifizieren, die mit dem Brustkrebsrisiko zusammenhängen können. Ziel des Konsortiums ist es, Daten aus vielen Studien zu kombinieren, eine zuverlässige Bewertung der mit diesen Genen verbundenen Risiken zu liefern und diese Informationen dann zur Verbesserung der Risikoprognosemodelle einzubeziehen. Derzeit schließt das Konsortium über 420.000 Frauen aus mehr als 100 Studien ein. Jede Studie übermittelt Informationen ihrer Studienteilnehmer, einschließlich demografischer und klinischer Daten sowie wichtiger epidemiologischer Risikofaktoren.

Unsere Arbeitsgruppe trägt zwei populationsbasierte Fall-Kontroll-Studien zu BCAC bei: Die GESBC-Studie umfasst ungefähr 700 Fälle von prämenopausalem Brustkrebs und 1400 Kontrollen. In der MARIE-Studie sind mehr als 3.800 Fälle von Brustkrebs nach der Menopause und über 7.300 Kontrollen eingeschlossen.

Innerhalb von BCAC koordiniert unsere Gruppe die Arbeiten zur Zusammenführung und Harmonisierung klassischer Risikofaktoren aus den einzelnen Studien in einer zentralen Datenbank. Weiterhin führen wir Analysen zu Umweltrisikofaktoren und Gen-Umwelt-Wechselwirkungen durch, um zu bewerten, ob die Effekte etablierter oder vermuteter Umwelt- / Lebensstil-Risikofaktoren für Brustkrebs unterschiedlich sind in Gruppen, die nach Brustkrebs-Subtypen und / oder genetischer Anfälligkeit klassifiziert sind. Das Wissen über Gen-Umwelt-Wechselwirkungen ist relevant für die Verbesserung der individuellen Risikobewertung.
Aktuell werden wissenschaftliche Projekte in BCAC durch das B-CAST-Projekt (EU Horizon2020) und CONFLUENCE (NCI Intramural Research Fund) gefördert. Das Ziel von B-CAST ist die Entwicklung von Instrumenten zur genauen Identifizierung des individuellen Brustkrebsrisikos, des am wahrscheinlichsten auftretenden Subtyps und der Prognose dieses bestimmten Subtyps.

Kooperationen:
University of Cambridge, Karolinska Institutet, Netherlands Cancer Institute, National Cancer Institute (USA)

Förderung:
European Commission (COGS-project 2009 - 2013, B-CAST project 2015 - 2020)
National Cancer Institute Intramural Research fund (CONFLUENCE)

nach oben
powered by webEdition CMS