Wissenschaftliche Arbeiten

Hintergrund

Bisher hat sich die Forschergruppe „GMP & T Zelltherapie“ unter anderem mit der Identifizierung von Tumorantigen-spezifischen CD4+ T Zellepitopen beschäftigt, die als synthetische Bestandteile von Tumor Vakzinen in der Immuntherapie verwendet oder für das Immun-Monitoring bei Tumorpatienten eingesetzt werden können. Unter Verwendung HLA-transgener Mausstämmen konnten wir eine Reihe HLA-DRB1*0301- und HLA-DRB1*0401-restringierter T Zellepitope identifizieren, die sich von Tumor-assoziierten Differenzierungsantigenen des Melanoms bzw. des Mammakarzinoms ableiten. Zudem gelang es uns, ein NY-BR-1 exprimierendes, transplantierbares Brustkrebsmodell in HLA-DRB1*0401-transgenen Mäusen zu etablieren. Angeregt durch die Ergebnisse dieser Studien begann unsere Gruppe der Interaktion zwischen Tumorantigen-spezifischen CD4+ T Zellen und M2-artigen Tumor-assoziierten Makrophagen (TAMs) zu untersuchen. Wir konnten demonstrieren, dass der adoptive Transfer von aktivierten Tumorantigen-spezifischen CD4+ T Zellen in Tumor-tragende Mäuse eine Repolarisierung von M2-artigen TAMs zu M1-artigen TAMs bewirkt und deckten somit eine weitere Abwehrfunktion von CD4+ T Zellen gegen Tumore auf. Außerdem beobachteten wir, dass der Prozess der TAM Polarisierung mit einer Änderung des intrazellulären miRNA Expessionsmusters einhergeht und begannen mit der Identifizierung von miRNAs, die eine Rolle bei der TAM Polarisierung spielen. Zusätzlich untersuchen wir miRNAs, die die Interaktion zwischen murinen Tumorzelllinien und zytotoxischen T Zellen (CTLs) beeinflussen.

Es ist bekannt, dass die Bestrahlung eines Primärtumors zur Rückbildung von Tumoren außerhalb des Bestrahlungsfeldes führen kann. Dieses selten aber konsistent auftretende Phänomen wird als „abscopaler Effekt“ bezeichnet und kann durch die Kombination radiotherapeutischer Behandlungsansätze mit der Gabe von Antikörpern gegen immunologische „Checkpoint Inhibitoren“ verstärkt werden. Wir untersuchen daher abscoplale Effekte, die durch radio-immuntherapeutische Behandlungsstrategien in verschiedenen murinen Tumormodellen ausgelöst werden können. Insbesondere beabsichtigen wir hierbei, die therapeutische Bestrahlung mit Kohlenstoffionen mit einzubeziehen. Diese neuartige Bestrahlungsmodalität zeichnet sich durch die Möglichkeit einer fokussierten Energiefreisetzung im Gewebe und somit der punktgenauen Zerstörung des Tumors aus, wodurch das umgebende gesunde Gewebe weitgehend verschont wird.

Weitergehende Informationen zu unseren wissenschaftlichen Projekten sind derzeit nur in Englisch verfügbar

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