Forschung in der Strahlentherapie

Prof. Dr. Dr. Jürgen Debus (komm.)

Weltweit einzige stereotaktische Radiochirurgie mit gescannten Protonenstrahlen zur Behandlung eines Patienten mit arteriovenöser Malformation (AVM)

In der klinischen Kooperationseinheit Radioonkologie im Deutschen Krebsforschungszentrum findet eine Vielzahl klinischer, biologischer und technischer Forschungsaktivitäten statt. Diese erfolgen in Kooperation mit dem Universitäts-klinikum wie auch mit den weiteren Abteilungen des Forschungsschwerpunktes E des DKFZ, z.B. der Medizinischen Physik, Radiologie und Nuklearmedizin.

  • Ein Schwerpunkt liegt gegenwärtig in der Durchführung der MR-Guidance Studie, bei der eine tägliche Bildsteuerung der Radiotherapie mittels MRT eines Shuttle-basierte Patiententransportes erfolgt. Auf Basis dieser MR-Bildgebung untersuchen wir die MR-basierte Adaptive Radiotherapie.

  • Im Hinblick auf die Entwicklung von Hybridgeräten aus MRT und Linearbeschleuniger untersuchen wir die biologischen Auswirkungen starker Magnetfelder auf Tumorzellen unter Berücksichtigung veränderter Elektronenbewegungen.

  • Ein weiterer Teil der Forschung konzentriert sich auf die Optimierung von Kombinationstherapie bestehend aus einer Ionen- und einer Photonentherapie. Es wird nach software Lösungen geforscht, welche die intelligente Verzahnung und Abstimmung solcher multimodalen Therapien verbessern.

  • In der KKE wird zudem intensiv die Verwendung der Stereotaktischen Körper-Radiotherapie (SBRT) erforscht. Dies erfolgt zum einen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) und zum anderen in der Methodenentwicklung im dkfz. Hier kommen ultraschnelle Techniken ohne Ausgleichskörper (flattening filter free) zum Einsatz und der Einsatz von Gating- Methoden unter Verwendung elektromagnetischer Marker (CALYPSO) wird untersucht.

  • Im Rahmen eines Sonderforscchungsbereiches der DFG (SFB Transregio cognition guided surgery) werden Strategien zur Detektion, Prädiktion und Management von intra- und interfraktionellen Variationen in der Photonen- und in der Ionentherapie untersucht.

  • Schließlich laufen noch Analysen der Verwendung eines dual energy CT (DECT) für die Erzeugung von Bestrahlungsplanungs-CTs mit dem Ziel einer Metallartefaktkorrektur, Erstellung eines virtuellen Nativ-Cts sowie direkter Messung der Elektronendichte).

 

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