Personalisierte Radiotherapie: Einbeziehung der zellulären Reaktion auf Bestrahlung in die personalisierte Behandlungsplanung zur Minimierung der Radiotherapie-Nebenwirkungen  (verlängerte REQUITE-Nachbeobachtungszeit)

Ziel der Studie

Ziel dieser internationalen Studie ist es, die Strahlentherapie für Krebspatienten zu personalisieren. Dazu sollen Informationen aus Vorhersagemodellen für Langzeitnebenwirkungen nach Bestrahlung, einschließlich Biomarkerinformationen aus Blutproben, in Behandlungsplanungssysteme einbezogen werden. Dies bietet die Möglichkeit, die Strahlentherapie für jeden Patienten individuell anzupassen.

Warum führen wir diese Studie durch?

Etwa die Hälfte aller Krebspatienten erhält eine Strahlentherapie. Ungefähr 5% der Patienten (5 von 100) sind besonders strahlenempfindlich, sodass sie nach einer Strahlentherapie eher Nebenwirkungen entwickeln als andere. Nebenwirkungen können auch Jahre nach der Strahlenbehandlung auftreten und die Lebensqualität beeinträchtigen. Aufbauend auf Daten und Ergebnissen der vorherigen REQUITE-Studie (www.requite.eu) ist es das Ziel des RADprecise-Projekts vorherzusagen, bei welchen Patienten nach einer Strahlentherapie mit größerer Wahrscheinlichkeit langfristige Nebenwirkungen auftreten. Wir wollen auch zusätzliche Biomarker im Blut als Marker für Strahlenempfindlichkeit testen. Die in diesem Projekt gesammelten Daten und Proben werden auch eine wertvolle Ressource für zukünftige Forschungsprojekte darstellen.

Was ist die RADprecise-Studie?

Brust- und Prostatakrebspatienten aus dem REQUITE-Projekt in Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien werden eingeladen, an dem RADprecise-Projekt teilzunehmen, das eine Verlängerung der Nachbeobachtungszeit auf fünf Jahre und länger nach Strahlentherapie umfasst.
Die teilnehmenden Patienten werden gebeten, die schon zuvor verwendeten Fragebögen zu ihrer Gesundheit, den Symptomen nach der Strahlentherapie und der Lebensqualität auszufüllen. Sie werden auch nach einer erneuten Blutprobe gefragt, die im Labor auf weitere Biomarker untersucht wird, die möglicherweise mit der Strahlungsempfindlichkeit zusammenhängen.

© dkfz.de

Wer führt das Projekt durch?

Das Projekt wird vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg koordiniert. Krankenhäuser in Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien beteiligen sich zusammen mit weiteren wissenschaftlichen Partnern sowie zwei französischen Firmen. Das Projekt wird über das ERA PerMed-Netzwerk 2018 (www.erapermed.eu) und die nationalen Förderorganisationen BMBF (Deutschland), ANR (Frankreich), DS-CAT (Spanien), ICSIII (Spanien) und FRRB (Italien) finanziert.

© dkfz.de

Projektbeteiligte

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