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Ernährungsepidemiologie

Ein gesunder Lebensstil kann zahlreiche Krebserkrankungen verhindern. Rund ein Drittel aller Krebsneuerkrankungen könnte vermieden werden, wenn die Weltbevölkerung schlanker und aktiver wäre und sich gesund ernähren würde. Diese Aussagen beruhen auf einem gemeinsamen Bericht des World Cancer Research Fund (WCRF) und des American Institute for Cancer Research (AICR), der 1997 erstmalig veröffentlicht und 2007 neu aufgelegt wurde. In diesem Bericht wurden die bis dato weltweit vorhandenen Forschungsergebnisse hinsichtlich der Zusammenhänge zwischen Ernährung, körperlicher Aktivität, Übergewicht und Krebserkrankungen zusammengefasst und bewertet. Als überzeugend wissenschaftlich bestätigt gilt demnach vor allem die schützende Wirkung von körperlicher Aktivität, Normalgewicht sowie einem hohen Obst- und Gemüsekonsum. Dagegen haben Tabakrauchen ebenso wie ein erhöhter Konsum von Alkohol und Fleisch eine krebsfördernde Wirkung. Alkohol und Tabak wirken synergistisch, d.h. beide Faktoren zusammen verstärken ihre Einzelwirkungen.

Die grundsätzliche Bedeutung der Ernährung bei der Entstehung von Krebs gilt als unbestritten. Jedoch ist der Einfluss auf die Krebsentstehung nur für wenige Lebensmittelgruppen, Nährstoffe und andere Inhaltsstoffe so überzeugend bewiesen, dass daraus öffentliche Ernährungsempfehlungen abgeleitet werden können. Das Ziel der großen europäischen EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) (EPIC-Europa) ist es, zu einer weiteren Klärung des Zusammenhanges zwischen Ernährung und Krebs sowie anderen chronischen Erkrankungen beizutragen, um genauere Empfehlungen für eine gesundheitsfördernde Ernährung zu ermöglichen. Die Studie "Gesundheit, Ernährung, Krebs" (EPIC-Heidelberg), die von unserer Abteilung durchgeführt wird, ist Bestandteil dieses europäischen Projekts.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei unseren Studienteilnehmern für ihre gute und langjährige Mitarbeit bedanken und freuen uns auf ihre zukünftige wertvolle Unterstützung in der EPIC-Studie.

Wir danken auch ausdrücklich allen Ärzten der Region sowie ihren Mitarbeitern in Praxen und Kliniken, die uns trotz ihrer enormen Arbeitsbelastung fortwährend mit Auskünften auf unsere Fragen unterstützen.

Unser Dank gilt außerdem unseren ehemaligen und aktuellen Förderern:

  • Deutsches Krebsforschungszentrum
  • Deutsche Krebshilfe
  • Kommission der Europäischen Union (Programm "Europa gegen Krebs")
  • Kurt-Eberhard-Bode-Stiftung
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung

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