Arbeitsgruppe Genetische Epidemiologie

Das Forschungsprogramm der Arbeitsgruppe hat zum Ziel, den Einfluss von genetischen und anderen Faktoren auf das Krebsrisiko sowie die Prognose nach einer Krebsdiagnose zu untersuchen. Wir wollen sowohl die Auswirkungen der einzelnen Risikofaktoren als auch der gemeinsamen Assoziationen quantifizieren und dabei mögliche Effektmodifikationen berücksichtigen. Unsere Ergebnisse sollen langfristig dazu beitragen, Vorhersagemodelle für gezielte risikostratifizierte Früherkennungsprogramme sowie individuell angepasste Therapien zu entwickeln.

Unsere Schwerpunkte für die nächsten Jahre sind:

  • Assoziationen mit modifizierbaren und noch nicht etablierten Risikofaktoren zu untersuchen
  • weitere Krebs verursachende Gene durch umfassende Kandidatengenanalysen zu identifizieren, auch unter Einbeziehung von Gen-Umwelt-Wechselwirkungen und durch genomweite Assoziationsstudien
  • genetische und molekulare Faktoren, die den Erfolg der Krebstherapie und die Prognose nach Radiotherapie und Chemotherapie beeinflussen, zu identifizieren
  • neue statistische Methoden zur Analyse von multiplen Genen in komplexen metabolischen Pathways unter Berücksichtigung von Gen-Gen- und Gen-Umwelt-Interaktionen weiterzuentwickeln und zu implementieren

 

Unsere Forschungsarbeiten nutzen primär Daten von großen bevölkerungsbasierten epidemiologischen Studien, die umfassende Informationen zu Risikofaktoren und klinischen Merkmalen liefern und auch biologische Proben zur Verfügung stellen, aus deren Analyse weitere Daten entstehen. Beispiele solcher Studien sind die MARIE-Studie für Brustkrebs und die DACHS-Studie für Darmkrebs. Diese Studien wurden in Zusammenarbeit mit klinischen Partnern etabliert. Viele Daten und Proben unserer Studien fließen außerdem in große internationale Konsortien ein, wodurch internationale Forschungsaktivitäten ermöglicht werden.

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