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Tierexperimentelle Forschung am DKFZ

Tierexperimentelle
Forschung
am DKFZ

Tierexperimentelle Forschung am DKFZ – unsere Positionen

Das Ziel unserer Arbeit im Deutschen Krebsforschungszentrum ist es, die Ursachen der Krebsentstehung zu entschlüsseln, daraus neue Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln und neue Wege der Früherkennung und der Prävention abzuleiten. Dabei stehen das Wohl und die Gesundheit des Menschen im Mittelpunkt.

 

  • Um Fortschritte im Kampf gegen den Krebs zu erzielen, nutzen wir alle verfügbaren Methoden und Modellsysteme: Wir forschen mit Molekülen oder Proteinen, mit Zell- und Gewebekulturen, mit Tumorgewebeproben, Organoiden oder mit Computermodellen. Auch epidemiologische und klinische Untersuchungen liefern wertvolle Ergebnisse. Doch Krebs ist eine Krankheit, die den ganzen Körper betrifft. Beim Wachstum und bei der Ausbreitung des Tumors tritt die Krebszelle in engen Kontakt mit zahllosen anderen Zellen und Geweben des Körpers, an die sie Signale abgibt und von denen sie ihrerseits Botschaften empfängt. All diese Wechselwirkungen tragen maßgeblich zur Entstehung und zum Verlauf einer Krebserkrankung bei. Diese Komplexität lässt sich nur in einem lebenden Organismus abbilden, so dass wir in der Krebsforschung nicht auf Untersuchungen an Tieren verzichten können.

  • Neben der Forschung, die direkt darauf abzielt, die Krebsmedizin zu verbessern, macht die biomedizinische Grundlagenforschung einen wesentlichen Anteil unserer wissenschaftlichen Aktivitäten aus. Hier geht es um das Verständnis der Zellbiologie und ihrer Störungen, die dazu führen können, dass Krebs entsteht. Insbesondere um solche grundlegenden Fragen zu beantworten, sind Untersuchungen an Tieren unverzichtbar. Die Ergebnisse solcher Grundlagenforschung liefern oftmals die Basis, auf der neuartige Therapieansätze entwickelt werden können.

  • Wo Tierexperimente erforderlich sind, setzten wir in der überwiegenden Mehrheit Mäuse ein, daneben gibt es auch Untersuchungen an Ratten sowie an Krallenfröschen und Meerschweinchen. Ein auf Versuchstierkunde spezialisiertes Team von Tierärzten leitet die Tierhaltung.

  • Im Umgang mit Tieren haben wir uns der gesetzlich vorgeschriebenen „3R-Regel" verpflichtet: Wir führen so wenig Tierversuche wie möglich durch (Reduction), wir versuchen durch stetige Weiterentwicklung die Belastung der Tiere zu verringern (Refinement) und, wo immer es möglich ist, durch Alternativen zu ersetzen (Replacement). Wir sind unserer ethischen Verantwortung im Umgang mit Labortieren bewusst.

  • Über das Wohl der Tiere wachen qualifizierte Tierpfleger und Tierärzte. Die Tierschutzbeauftragten des DKFZ kontrollieren regelmäßig die Haltungsbereiche; behördliche Kontrollen finden – teils unangekündigt – mehrmals im Jahr statt.

  • Unsere Versuchstiere verfügen über ausreichend große, ausgestaltete Käfige, in denen sie ihre natürlichen Bedürfnisse und Verhaltensweisen weitestgehend ausleben können.

  • Wir führen im DKFZ die verpflichtende versuchstierkundliche Ausbildung als Voraussetzung für tierexperimentelles Arbeiten selbst durch. Außerdem bieten wir ein breites Spektrum verschiedener Weiterbildungen für tierexperimentell tätige Wissenschaftler an.

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