der Stiftung Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg, mit dem Ministerium für Wissenschaft und Technologie, Israel

Programmkomitee

Programmkomitee
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Im Jahre 1976 unterzeichneten das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der damalige israelische Nationale Rat für Forschung und Entwicklung (NCRD) – jetzt Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Sport (Ministry of Science, Culture and Sport, MOST) - die Vereinbarung über ein wissenschaftliches Kooperationsprogramm in der Krebsforschung.

Die gemeinsamen wissenschaftlichen Projekte bestehen jeweils aus einem israelischen und einem DKFZ-Subprojekt mit dreijähriger Laufzeit. Die beteiligten israelischen For-schungseinrichtungen werden gegenwärtig vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF www.bmbf.de und www.cogeril.de) durch das DKFZ mit ca. 600.000 EURO pro Jahr über das Ministerium für Wissenschaft Technologie (MOST) in Jerusalem finanziert. Für die entsprechenden DKFZ Subprojekte beläuft sich die Finanzierung etwa auf 500.000 EURO pro Jahr. Es laufen ständig 14 Kooperationsprojekte. Das Kooperationsprogramm wird gemeinsam durch die Programmkoordiantoren von MOST und dem DKFZ intensiv betreut und durch ein wissenschaftliches Programmkomitee von Experten der Krebsforschung aus Europa und Israel geleitet.

Symposium 2003

Symposium 2003
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Im März 2003 fand ein Symposium in Würdigung von über 25 Jahren der Deutsch-Israelischen Zusammenarbeit in Berlin im Magnus-Haus statt. Sprecher waren u. a. Prof. Dr. Dr. Harald zur Hausen, Staatssekretär Dr. Uwe Thomas und der Botschafter des Staates Israel, Herr Shimon Stein. Während des Symposiums waren die Koordinatoren Dr. Yair Degani (bis Sept. 2003) und Prof. Dr. Erich Hecker (bis März 2003) geehrt und feierlich verabschiedet worden. Sie hatten beide über lange Jahre maßgeblich zur Entwicklung und dem hohen Standard des Programms beigetragen.

Schon zu Beginn des Kooperationsprogramms nahmen viele renommierte Wissenschaftler als Projektleiter daran teil. Einer von ihnen, Aaron Ciechanover erhielt im Oktober 2004 den Nobelpreis für Chemie zusammen mit Avram Hershko und Irwin Rose. Die Wissenschaftler klärten zu Beginn der achtziger Jahre auf, wie der menschliche Körper nicht mehr benötigte, bzw. unerwünschte Proteine entsorgt. Die Schlüsselrolle bei diesem Prozess übernimmt das Eiweiß Upiquitin. Von 1998 – 2000 hatten Aron Ciechanover und Martin Scheffner vom DKFZ ein gemeinsames Projekt mit dem Titel: Regulation von zellregulatorischen Proteinen durch ubiquitin-abhängigen Proteinabbau. Dieses Projekt wurde unter anderen als herausragend eingestuft und somit zum sogenannten „Highlight-Projekt“ deklariert.

Die Ausschreibungen neuer Projekte finden auf deutscher und israelischer Seite immer stärkeren Zuspruch. 2005 wurden zum ersten Mal Pre-proposals angefordert. Im Sommer 2008 beteiligten sich 29 Wissenschaftler an der Ausschreibung. Davon wurden 11 zu einem Full Proposal eingeladen. Woraus fünf Projekte ausgewählt werden, die Ihre Arbeit am 01.07.09 beginnen. Die Planungen für die Zukunft des Kooperationsprogramms sind schon angelaufen.

Deutsch-israelisches Symposium

Deutsch-israelisches Symposium, 20.03.06 am Weizmann Institut, Rehovot
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Im März 2006 wurde das 30-Jährige Bestehen der Kooperation mit einer Feierstunde und einem wissenschaftlichen Symposium gewürdigt.

Weitere Finanzierung und Förderung

Das Minerva Austauschprogramm für junge Wissenschaftler wird vom DKFZ unterstützt. Einzelheiten finden Sie unter: www.minerva.mpg.de.

Dokumentation/Information Folders

Cancer Research and Cooperation
1999 publizierten das DKFZ und MOST gemeinsam eine deutsch/englische Broschüre über die ersten 20 Jahres des Kooperationsprogramms mit hebräischer Zusammenfassung und einem Bibliographischen Supplement, das 579 Publikationen aus 61 Kooperationen von 1976-1996 auflisted. Sie wurde ersetzt durch eine überarbeitete Publikationsliste der Projekte Ca 001 – Ca 091 mit insgesamt 829 Zitaten.

Anniversary Brochure
Im März 2006 erschien zur 30-Jahrfeier die Broschüre "30 Years’ German-Israeli Cooperation in Cancer Research – 1976-2006". Die Broschüre enthält Berichte über Projekte des Kooperationsprogramms, einen Abriss über dessen Geschichte und interessantes Zahlenmaterial.

General Procedure to Generate Joint Research Projects
Informationen über die Bildung, Koordination und Genehmigung von gemeinsamen Projekten.

Cancer Cooperation Program
Informationen über Ziele, Errungenschaften und zukünftige Ereignisse.

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