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Deutsches Krebsforschungszentrum an zwei neuen Sonderforschungsbereichen beteiligt

Die beiden Forschungsverbünde SFB 1036 „Zelluläre Qualitätskontrolle und Schadensbegrenzung“ und SFB/Transregio 125 „Wissens- und modellbasierte Chirurgie“ die jeweils mit mehr als zehn Millionen Euro gefördert werden, nehmen ihre Arbeit für zunächst vier Jahre zum 1. Juli 2012 auf.

© dkfz.de

Sprecher des SFB/TRR 125 „Wissens- und modellbasierte Chirurgie“, der gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beantragt wurde, ist Prof. Dr. Markus W. Büchler, Geschäftsführender Direktor der Chirurgischen Klinik am Universitätsklinikum Heidelberg. Am SFB/TRR 125 sind im Deutsche Krebsforschungszentrum die Abteilung Medizinische und Biologische Informatik unter der Leitung von Prof. Hans-Peter Meinzer sowie Forscher aus der Abteilung Medizinische Physik in der Strahlentherapie unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Schlegel beteiligt.
Das Ziel der 13 Forschungsprojekte dieses Verbundes ist es, computergestützte Systeme zu entwickeln, die mitdenken und den Chirurgen bei seinen Entscheidungen und seiner Tätigkeit unterstützen. Hierbei fließen Daten ein, die vor, während und nach der Operation gewonnen werden. Die Systeme sollen diese Informationen verknüpfen, wissensbasiert auswerten und zum Beispiel Vorschläge für den nächsten Operationsschritt machen. Ergebnisse stehen als Erfahrungswissen beim nächsten Einsatz zur Verfügung. Für Chirurgen soll es damit einfacher werden, eine ideale Therapie für die Patienten zu finden und diese mit optimaler Qualität durchzuführen.
Der Sprecher des SFB 1036 ist Prof. Dr. Bernd Bukau, Direktor des Zentrums für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg (ZMBH).
Die Forschung dieses Verbundes dreht sich um die molekularen Mechanismen der zellulären Qualitätskontrolle. Die beteiligten Wissenschaftler wollen verstehen, wie Zellen auf Schäden reagieren und wie es gelingt, dass Störungen des zellulären Gleichgewichts vermieden oder ausgeglichen werden. Schwerpunkt der Untersuchungen bilden Sicherungs- und Reparatursysteme. In dem neuen Sonderforschungsbereich arbeiten Wissenschaftlern der Universität Heidelberg mit Forschern des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie in Heidelberg zusammen. Aus dem DKFZ sind beteiligt die Abteilungen Molekularbiologie der Zelle II (Leitung: Prof. Dr. Ingrid Grummt), Posttranskriptionelle Genregulation (Leitung: Dr. Georg Stöcklin), Redoxregulation (Leitung: PD Dr. Tobias Dick) und Zelluläre Seneszenz (Leitung: Dr. Thomas Hofmann).
Bernd Bukau ist Ko-Direktor der DKFZ-ZMBH-Allianz, einer strategischen Zusammenarbeit des Zentrums für Molekulare Biologie und des Deutschen Krebsforschungszentrums. Der Wissenschaftler leitet eine Brückenabteilung am DKFZ.

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