Kommunikation und Marketing

Jahresempfang im DKFZ

James Bond wissenschaftlich hinterfragt

Nr. 07c | 08.02.2019 | von Koh

Rund 400 Gäste folgten am 7. Februar 2019 der Einladung des Stiftungsvorstands des Deutschen Krebsforschungszentrums zum Jahresempfang. Freunde und Förderer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie Mitarbeiter waren begeistert vom Vortrag Metin Tolans: Der Experimentalphysiker von der TU Dortmund erläuterte hinreißend komisch und dennoch wissenschaftlich lehrreich, ob die spektakulären Effekte der James Bond-Klassiker mit den Gesetzen der Physik vereinbar sind.

"Geschüttelt, nicht gerührt": Der Experimentalphysiker Prof. Metin Tolan stellt Spezialeffekte aus den James Bond-Klassiker auf den wissenschaftlichen Prüfstand.
© Uwe Anspach/DKFZ

Doch zunächst ließen die beiden Vorstände des DKFZ, Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender und Wissenschaftlicher Vorstand, und Josef Puchta, Kaufmännischer Vorstand, das vergangene Jahr Revue passieren. Baumann betonte insbesondere die Bedeutung der „Nationalen Dekade gegen den Krebs": Im Kampf gegen die Erkrankung wird das Bundesforschungsministerium zusammen mit dem Bundesministerium für Gesundheit und vielen weiteren Partnern aus Forschung, Versorgung und Selbsthilfe die Aktivitäten zur Krebsbekämpfung verstärken und bündeln. Den gerade zu Ende gegangenen 1. Deutschen Krebsforschungskongress sah Baumann als perfekten Stimulus für eine engere Zusammenarbeit der Krebsforschungs-Community in Deutschland im Rahmen der ‚Dekade'. Die erfolgreiche Veranstaltung deckte erstmals in Deutschland das gesamte Themenspektrum von der Krebs-Grundlagenforschung bis hin zur Überführung der Ergebnisse in klinische Studien ab.

Forschung benötigt Platz und Geld: Deshalb bleiben Neubauten und Bauplanung auch in den kommenden Jahren ein zentrales Thema im DKFZ. Das Radiologische Forschungs- und Entwicklungszentrum ist so gut wie fertiggestellt und wird derzeit von den Arbeitsgruppen bezogen. Die Planung für das von der Dieter Morszeck Stiftung finanzierte „Biorepository" sind vorangeschritten: Das Gebäude für die voll- und halbautomatisierte Sammlung von Bioproben soll in der Nähe des Technologieparks errichtet werden. Geplant sind ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum für Radiopharmazeutische Chemie sowie ein Zentrum für Präventionsforschung. Dessen bauliche Ausgestaltung sei derzeit Gegenstand intensiver Diskussionen, deren Ergebnisse voraussichtlich im späten Frühjahr bekannt gegeben werden sollen.

Im Anschluss nahm Metin Tolan, Professor für Experimentelle Physik und Prorektor der TU Dortmund, die spektakulären Effekte der James Bond-Klassiker auseinander: Ob die rasanten Verfolgungsjagden des „Doppel-Null"-Agenten mit den Gesetzen der Physik vereinbar sind, ob er mit seiner magnetischen Armbanduhr tatsächlich Teelöffel angeln kann - Tolan leitete die Zuhörer Formel für Formel zu überraschenden Ergebnissen. Und zu guter Letzt servierte der Physiker mit dem „Paranuss-Effekt" eine plausible Erklärung, warum der britische Agent beim Bestellen seines Martinis stets darauf besteht: „Geschüttelt, nicht gerührt."

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

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