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Symposium „HPV and Cervical Cancer“ am 3. und 4. Juli 2014

International renommierte Experten diskutieren Prävention, Therapie und Screening

Nr. 29 | 16.06.2014

Das Zervixkarzinom ist weltweit nicht nur die dritthäufigste Krebsart, sondern auch die vierthäufigste tumorbedingte Todesursache der Frau. Infektionen mit dem Humanen Papillomavirus (HPV) sind Hauptauslöser für den Gebärmutterhalskrebs. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und das Universitätsklinikum Tübingen widmen nun dem Thema „HPV and Cervical Cancer” ein zweitägiges Symposium.

© dkfz.de

Einen Überblick über die Entwicklung der HPV-Forschung gibt Prof. Margaret Stanley von der Universität Cambridge in ihrem Eröffnungsvortrag. Anschließend zeigt Dr. John T. Schiller vom Center for Cancer Research am National Cancer Institute Bethesda die Zukunft der HPV-Impfung auf. Zum Abschluss des ersten Kongresstages präsentiert PD Dr. Angelika Riemer vom DKFZ Überlegungen zur therapeutischen Relevanz dieser Impfungen. „Unser Ziel ist es, die Häufigkeit und die Sterblichkeitsrate des Zervixkarzinoms weiter zu reduzieren. Mit unserem Symposium fassen wir die neuesten Erkenntnisse der internationalen HPV-Forschung zusammen und hoffen, neue Ansätze zur Prävention des Zervixkarzinoms aufzeigen zu können“, sagt Prof. Dr. Thomas Iftner vom Universitätsklinikum Tübingen.

Der zweite Kongresstag widmet sich ausführlich dem Thema Früherkennung. Neben dem herkömmlichen Pap-Abstrich, der einmal im Jahr von den Krankenkassen erstattet wird, existieren mittlerweile zahlreiche HPV-Tests. In Großbritannien sind diese Bestandteil eines organisierten Screenings. Von den Erfahrungen des britischen National Health Service Instituts (NHS) berichtet Dr. J H F Smith vom East Pennine Cytology Training Centre in Sheffield. Die Rolle von Biomarkern in der Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses erläutert Prof. Dr. Thomas Iftner. Abschließend zeigt Dr. Jesper Bonde vom Klinikum Hvidovre (Dänemark), welche Herausforderungen molekulare HPV-Diagnoseverfahren bergen und begründet, warum die Zytologie auch weiterhin einen hohen Stellenwert für die Früherkennung des Zervixkarzinoms einnehmen wird.

„Der medizinische Fortschritt ist auf einen internationalen Austausch angewiesen. Nur so können wir vom Erfahrungsschatz unserer Kolleginnen und Kollegen lernen und gemeinsam neue Lösungen erarbeiten. Es freut uns daher sehr, dass wir für unser Symposium ausgewiesene HPV-Experten gewinnen konnten“, fasst Prof. Dr. Lutz Gissmann vom DKFZ zusammen. Das Symposium wird mit 8 CME-Punkten der Landesärztekammer Baden-Württemberg zertifiziert und ist kostenfrei. Die Kongresssprache ist Englisch. Das Symposium wird unterstützt vom Medizintechnologie-Unternehmen BD. Die Registrierung erfolgt unter: https://www.bd.com/de/events.asp

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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