Cookie Hinweis

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu bieten. Dazu zählen Cookies, die für den Betrieb der Seite notwendig sind, sowie solche, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken, für Komforteinstellungen oder zur Anzeige personalisierter Inhalte genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen .

Essentiell

Diese Cookies sind für die Funktionalität unserer Website erforderlich und können nicht deaktiviert werden.

Name Webedition CMS
Zweck Dieses Cookie wird vom CMS (Content Management System) Webedition für die unverwechselbare Identifizierung eines Anwenders gesetzt. Es bietet dem Anwender bessere Bedienerführung, z.B. Speicherung von Sucheinstellungen oder Formulardaten. Typischerweise wird dieses Cookie beim Schließen des Browsers gelöscht.
Name econda
Zweck Session-Cookie für die Webanalyse Software econda. Diese läuft im Modus „Anonymisiertes Messen“.
Statistik

Diese Cookies helfen uns zu verstehen, wie Besucher mit unserer Webseite interagieren, indem Informationen anonym gesammelt und analysiert werden. Je nach Tool werden ein oder mehrere Cookies des Anbieters gesetzt.

Name econda
Zweck Measure with Visitor Cookie emos_jcvid
Externe Medien

Inhalte von externen Medienplattformen werden standardmäßig blockiert. Wenn Cookies von externen Medien akzeptiert werden, bedarf der Zugriff auf diese Inhalte keiner manuellen Zustimmung mehr.

Name YouTube
Zweck Zeige YouTube Inhalte
Name Twitter
Zweck Twitter Feeds aktivieren
Strategische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

DKFZ an neuem Sonderforschungsbereich beteiligt

© dkfz.de

Neuer Sonderforschungsbereich „Milieuspezifische Kontrolle immunologischer Reaktivität“ untersucht Entstehung chronisch entzündlicher Erkrankungen. Wissenschaftler der Universität Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums werden mit 10 Millionen Euro gefördert.

Warum werden Immunzellen überraktiv und lösen Krankheiten aus? Möglicherweise liegt es vor allem an ihrer unmittelbaren Umgebung, ihrem Milieu, dass sie die Kontrolle verlieren und chronische Entzündungen im betroffenen Organ entfachen.

Diese Hypothese untersucht der neue Sonderforschungsbereich SFB 938 „Milieuspezifische Kontrolle immunologischer Reaktivität“, der jetzt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt worden ist, unter Federführung von Professor Dr. Stefan Meuer, dem Geschäftsführenden Direktor des Instituts für Immunologie am Universitätsklinikum Heidelberg. Rund 10 Millionen Euro werden in den nächsten vier Jahren für 15 Forschungsprojekte zur Verfügung stehen, die von Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums geleitet werden.

Erkrankungen, die auf Fehlern des Immunsystems beruhen wie Multiple Sklerose, Rheuma, Kolitis und Schuppenflechte nehmen zu. Doch es mangelt an effektiven Therapiekonzepten. „Bislang behandeln wir nur die Symptome, haben aber keine Ansatzpunkte für eine Heilung“, erklärt Stefan Meuer.

Das Immunsystem ist das einzige mobile Organ; die Immunzellen patrouillieren ständig im ganzen Körper und nehmen mit ihren Oberflächenrezeptoren ihre Umgebung wahr. Die sehr unterschiedlichen Milieus lösen bei den Immunzellen bestimmte Handlungsmuster aus. Dabei spielt auch eine Rolle, ob chemische Stoffe oder Antikörper in einer hohen Konzentration vorhanden sind. Mit dem neu gewonnenen Wissen über die Wechselwirkung zwischen Immunzellen und Umgebung möchten die Wissenschaftler innovative Ansätze finden, die Immunprozesse gezielt und individuell zu beeinflussen.

DKFZ-Forscher leiten vier Teilprojekte des SFB

In manchen Organen wie dem Gehirn oder der Augenlinse würden heftige Entzündungen zur Funktionseinbuße führen. Prof. Bernd Arnold untersucht, wie sich diese Gewebe vor unerwünschten aggressiven Immunreaktionen schützen. Er hat Hinweise darauf, dass ein Protein, dessen Rolle bislang nur aus der Embryonalentwicklung bekannt ist, die Immunreaktionen in diesen Geweben drosselt.

Wasserstoffperoxid – H2O2 – gilt als körpereigenes Alarmsignal, das Entzündungsreaktionen auslöst. Dazu müssen die Immunzellen jedoch in der Lage sein, das Gefahrensignal wahrzunehmen. PD Dr. Tobias Dick erforscht, welche molekularen Sensoren der Immunzellen dafür verantwortlich sind.

Die Thymusdrüse ist der Ort, in dem Immunzellen auf ihre Spezifität getestet und sortiert werden. Prof. Dr. Bruno Kyewski untersucht, ob bei organspezifischen Autoimmunerkrankungen wie Diabetes oder Multipler Sklerose bestimmte Gene im Thymus besonders häufig oder eher zu selten abgelesen werden. Das Ziel ist herauszufinden, wie es zur fehlgeleiteten Reaktion gegen körpereigene Strukturen kommt.

Das Immunsystem ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl verschiedener Zelltypen, die spezialisierte Aufgaben übernehmen. Prof. Dr. Hans-Reimer Rodewald hat eine Methode entwickelt, um die Aufspaltung wesentlicher Routen auf dem Weg von pluripotenten Vorläuferzellen des blutbildenden Systems zu Zell-Spezialisten zu verfolgen und möchte nun erforschen, unter welchen Bedingungen Zellen ihre an sich festgelegten Routen noch verlassen können, um z. B. den Bedarf für bestimmte andere Zelltypen besser und schneller decken zu können.

Weitere Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum sind an anderen Teilprojekten des SFB beteiligt.

nach oben
powered by webEdition CMS