Ultraschall ((syn. Sonographie; Abk. US) – eine schonende Untersuchung mit Schallwellen

Ultraschallgerät Zonare ZS3
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Die Ultraschall-Untersuchung ist eine nicht-invasive und aussagekräftige Untersuchung mit Ultraschallwellen. Es handelt sich dabei wie bei der Computertomographie um ein Schnittbildverfahren. Diese Methode kann in Echtzeit bewegte Bilder insbesondere der verschiedenen Bauchorgane wie z.B. der Milz, der Leber, der Bauchspeicheldrüse und der Nieren herstellen. Aber auch andere Organe, wie Schilddrüse, Nebenschilddrüsen, die Halsweichteile oder die weibliche Brust lassen sich damit sehr einfach und wenig belastend für den Patienten untersuchen. Da es sich bei der Ultraschall-Untersuchung um keine Röntgenstrahlen handelt, kann sie auch im Falle einer Schwangerschaft angewendet werden. Falls bei Ihnen eine Schwangerschaft nicht auszuschließen ist, ist dies also kein Hindernis für die Untersuchung.

Ultraschalluntersuchung im DKFZ – Informationen zu Ablauf und wertvolle Hinweise für den Patienten

Im DKFZ werden viele unterschiedliche Ultraschalluntersuchungen durchgeführt.
Luftgefüllte Darmschlingen können die Beurteilung bestimmter Bauchorgane (z.B. Bauchspeicheldrüse) erschweren. Daher ist es wichtig, dass vor der Untersuchung keine blähenden Mahlzeiten eingenommen werden. Zu bestimmten Untersuchungen der Bauchorgane ist es wichtig nüchtern zu kommen. Bitte halten Sie Rücksprache mit Ihrem Überweiser oder unserer Anmeldung.
Je nach Fragestellung muss das zu untersuchende Körperareal (Hals, Bauch) vollständig entkleidet werden. Um gute Schallbedingungen für den untersuchenden Arzt zu schaffen, liegen Sie in einem abgedunkelten Raum; meistens werden Sie hierbei auf dem Rücken liegen, ggfs. kann eine Umlagerung des Patienten während der Untersuchung erforderlich sein. Für bestimmte Organe müssen Sie sich ggfs. zur Seite drehen oder den Kopf überstrecken. Um gute Schallbedingungen für den Untersucher zu schaffen wird zur Verhinderung der Reflexion von Schallwellen an der Luft Ultraschallgel verwandt. Der Ultraschallkopf muss gelegentlich stärker angepresst werden. Dies kann manchmal unangenehm sein - bitte teilen Sie dies dem untersuchenden Arzt sofort mit.
Die Untersuchung selbst dauert ca. 15-20 min. Nach der Untersuchung können Sie sich in Ruhe wieder ankleiden und werden zumeist gebeten, nochmals kurz im Wartezimmer Platz zu nehmen. Falls die Ultraschalluntersuchung mit Kontrastmittel erfolgt ist, wird Ihnen nun auch wieder der venöse Zugang in Ihrem Arm entfernt. Nach RS mit dem zuständigen Oberarzt werden die Ultraschallbilder besprochen und dann im Vieraugen-Prinzip (2 Untersucher) befundet; die erstellten Befunde werden dann an Ihren zuweisenden Arzt gesandt.

Gibt es Kontrastmittel auch bei einer Ultraschalluntersuchung?

Ja. Für bestimmte Fragestellung kann es notwendig sein auch im Ultraschall ein Kontrastmittel in die Blutbahn zu injizieren, dies ist allerdings eher selten der Fall. Dazu wird Ihnen vor Beginn der Untersuchung eine sog. Braunüle (kleiner Plastikschlauch) in eine Vene gelegt. Während der Untersuchung wird dieses Kontrastmittel per Hand gespritzt. Dies dient meist der besseren Kontrastierung von Gefäßen und Organen. Es ermöglicht eine genaue Unterscheidung zwischen gut und weniger stark durchbluteten Arealen. Es handelt es sich um Stoffe, die vom Körper unproblematisch vertragen werden. Es sind daher keine Nebenwirkungen - außer gelegentlichen Schmerzen am Injektionsort - zu erwarten. Jedoch sollte das Kontrastmittel bei bestimmten Stoffwechselerkrankungen (Galaktosämie), schwerer Herzinsuffizienz, frischem Herzinfarkt und schweren (obstruktiven) Lungenerkrankungen nicht angewandt werden.

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