Zentrale Einheit für Tierhaltung
Prof. Dr. Kurt Reifenberg

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Der wissenschaftliche Grund für die Verwendung von Tieren in der
biomedizinischen Forschung besteht darin, dass ein lebender Organismus das
optimale System bietet, das beobachtet und experimentell manipuliert werden kann
und somit die Erforschung normaler Mechanismen und Krankheiten
ermöglicht.
Praktisch jeder wichtige medizinische Fortschritt ist zu
irgendeinem Zeitpunkt in der Forschung, Entwicklung oder Erprobung von der
Verwendung von Tieren abhängig, beispielsweise Antibiotika, chirurgische
Verfahren, Impfstoffe usw. Es gibt natürlich viele andere Krankheiten und
Krebsarten, für die es noch kein wirksames Heilmittel gibt. Der
Hauptforschungsgegenstand hier im DKFZ ist Krebs, seine Entwicklung, Therapie
und anschließende Heilung.
Es werden verschiedene Methoden eingesetzt,
um Informationen zu gewinnen, die auf Humankrankheiten angewendet werden können,
wie Zellkulturen und Computersimulationen. Diese helfen Forschern dabei,
Versuchsmodelle zu erstellen und Daten zu analysieren, können für sich genommen
aber keine biologischen Informationen liefern. Aus diesem Grund sind Tiersysteme
erforderlich, um die durch solche Modelle gewonnenen Daten zu überprüfen. Die
Bedeutung von Tieren in der Forschung beim DKFZ spiegelt sich in der großen
Mehrheit der Forschungsgruppen wider, die Tiere oder tierische Produkte
einsetzen.
Das Zentrale Tierlabor des DKFZ stellt seinen Service
Forschungsgruppen zur Verfügung, die Tiere oder tierisches Gewebe verwenden.
Diese Tiere werden einem hohen Standard entsprechend und unter Einhaltung der
deutschen und europäischen Statuten gehalten. Versuchsprojekte werden durch die
Tierschutzbeauftragten und Tierärzte überwacht, um die beste Versorgung und das
Wohlergehen der Tiere sicherzustellen. Das wissenschaftliche und technische
Know-how, das in Form von Tierpflegern, Labortechnikern, technischen Ingenieuren
und Wissenschaftlern zur Verfügung steht, gewährleistet, dass alle Verfahren
ordnungsgemäß und einem hohen Standard entsprechend durchgeführt werden.
Außerdem sind Schulungsprogramme für Mitarbeiter, die mit Tieren arbeiten
möchten, vorgeschrieben. Derzeit werden Mäuse als Hauptspezies für
Versuchszwecke eingesetzt sowie in einem geringeren Umfang Ratten,
Meerschweinchen, Vielzitzenmäuse und Amphibien. Alle für Versuchszwecke
eingesetzte Tiere, werden entweder intern gezüchtet oder durch kommerzielle
Anbieter zugekauft.
PD Dr. Karin Müller-Decker
PD Dr. Johannes Schenkel
Prof. Dr. Kurt Reifenberg
Dr. Werner Nicklas
Ulrich Kloz / Frank van der Hoeven