Computertomographie (CT)
Inhaltsübersicht
Was ist eine Computertomographie?
Die Computertomographie (kurz: CT) ist eine moderne und aussagekräftige Untersuchung mit Röntgenstrahlen. Es werden dabei Schnittbilder des Körpers angefertigt.
Die Computertomographie kann sehr genaue Bilder der verschiedenen Organe wie z.B. des Gehirns, der Lunge, der Leber, der Bauchspeicheldrüse und der Nieren herstellen. Damit lassen sich Ort und Ausdehnung eines Krankheitsherdes gut bestimmen.
Da es sich bei der Computertomographie um eine Röntgenuntersuchung handelt, wird sie im Falle einer Schwangerschaft normalerweise nicht angewendet. Falls bei Ihnen eine Schwangerschaft nicht auszuschließen ist, halten Sie bitte vor Untersuchungsbeginn Rücksprache mit uns.
Der neue Computertomograph am DKFZ
Ende Februar 2010 wurde in der Abteilung Radiologie am Deutschen Krebsforschungszentrum ein neuer, moderner Computertomograph (CT) in Betrieb genommen, der in Sachen Geschwindigkeit und Dosis-Reduktion neue Maßstäbe setzt. Es handelt sich hierbei um einen Somatom Definition Flash der Firma Siemens Healthcare, mit dessen Hilfe die Untersuchung von Patienten wesentlich beschleunigt und verbessert werden kann.
Während der Untersuchung mit diesem Computertomographen rotieren zwei Röntgenröhren gleichzeitig um den Körper, so dass beispielsweise komplette Thorax-Aufnahmen in nur 0,6 Sekunden und Aufnahmen des gesamten Herzens in sogar nur 250 ms möglich sind. In der Krebsdiagnostik häufig gebrauchte Ganzkörper-Aufnahmen können mit dem Somatom Definition Flash in weniger als fünf Sekunden durchgeführt werden. Dies ist besonders für schwer kranke und ältere Patienten aber auch Kinder von großem Vorteil. Weiterhin können mit der neuen Technologie Untersuchungen der Gewebedurchblutung durchgeführt werden, was für die Charakterisierung von Tumoren und die Therapieverlaufsbeurteilung von Vorteil ist.
Nicht nur die Geschwindigkeit der Untersuchung wurde im Vergleich zu älteren CT-Modellen wesentlich verbessert, auch die Strahlenbelastung der Patienten wurde reduziert. Durch eine besondere technische Entwicklung wird selektiv die Strahlenexposition besonders sensitiver Regionen des Körpers wie z.B. der weiblichen Brust verringert. Dabei wird die Strahlung während der Rotationsphase, in der die betreffenden Körperbereiche der Strahlung am meisten ausgesetzt sind, reduziert. Durch diese Maßnahme ist es möglich, die Strahlenexposition einzelner Körperregionen um bis zu 40 Prozent zu verringern.
Bei Fragen zur CT-Untersuchung am DKFZ wenden Sie sich bitte an Prof. Schlemmer.
Worauf ist zu achten?
Metall:
Alle metallischen Gegenstände verursachen starke Bildstörungen. Daher bitten wir Sie, alle Kleidungsstücke und Accessoires im Untersuchungsbereich, die Metall enthalten, abzulegen (Haarklammern, Zahnprothesen, BH, Ketten, ...). Gürtel und Reißverschlüsse an Hosen und Röcken können verbleiben.
Kontrastmittel trinken:
Für eine Untersuchung des Bauches (Abdomen) bitten wir Sie, innerhalb einer Stunde vor der Untersuchung langsam einen Liter Kontrastmittel zu trinken. Dies dient der Kontrastierung des Darms und ermöglicht uns eine genaue Unterscheidung zwischen innerhalb und außerhalb des Darms. Dabei handelt es sich normalerweise um mit Wasser verdünntes Bariumsulfat. Diese weißliche Flüssigkeit schmeckt nach Aprikose und wird nicht vom Körper aufgenommen. Aus diesem Grunde hat es außer einem möglichen, geringen Durchfall keine weiteren Nebenwirkungen.
Wie erfolgt die Untersuchung?

Kontrastmittel injizieren:
Je nach Fragestellung kann es notwendig sein, Ihnen (ggf. zusätzlich) ein Kontrastmittel in die Blutbahn zu injizieren. Dazu wird Ihnen vor Beginn der Untersuchung eine sog. Braunüle (kleiner Plastikschlauch) in eine Vene gelegt. Während der Untersuchung wird dieses Kontrastmittel maschinell gespritzt.
Da dieses über die Nieren ausgeschieden wird, ist eine normale Nierenfunktion (Kreatinin-Wert) Voraussetzung.
Bei der Kontrastmittelinjektion verspüren Sie ein u.U. starkes Wärmegefühl und einen metallischen Geschmack. Beides klingt von selbst innerhalb einer Minute wieder ab und ist völlig unbedenklich.
Wie bei jedem anderen Medikament, kann es auch bei Kontrastmitteln zu allergischen Reaktionen kommen. Dies passiert jedoch nur in seltenen Ausnahmefällen. Vor allem Husten und Hautausschlag treten auf, ein allergischer Schock ist sehr selten möglich. Eine mögliche Allergie tritt normalerweise innerhalb weniger Minuten auf. Bitte berichten Sie uns solche Symptome, denn die zur Behandlung erforderlichen Medikamente liegen jederzeit bei uns bereit.
Buscopan injizieren:
Bei einigen CT Untersuchungen kann es erforderlich sein, Ihnen ein Medikament (Buscopan) zu injizieren, welches die Magen- und Darmbewegung reduziert. Nach der Injektion kann die Sehleistung und somit das Reaktionsvermögen im Straßenverkehr oder bei der Bedienung von Maschinen beeinflusst werden. Daher sollten Sie für die folgenden 24 Stunden kein Kraftfahrzeug führen. Kontraindikationen gegen eine Applikation des Medikamentes sind: Augeninnendruckerhöhung (=Glaukom, oder „Grüner Star“) oder Prostatavergrößerung.
Falls Sie in einem dieser Punkte unsicher sind, sprechen Sie bitte rechtzeitig vor der Untersuchung uns.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Die Untersuchung dauert ca. 10 min und ist schmerzfrei.
Die Untersuchung im Einzelnen:
• Sie liegen auf einer Liege, die sich langsam bewegt. Dabei werden Sie durch eine ca. 80 cm durchmessende Geräteöffnung, mit einer Länge von nur ca. 40 cm, gefahren.
• Körperbewegungen während der Untersuchung wirken sich sehr nachteilig auf die Bildqualität aus. Sie sollten deshalb versuchen, möglichst ruhig und entspannt zu liegen.
• Da sich die inneren Organe bei der Atmung bewegen, muß die Untersuchung in Atemstillstand durchgeführt werden. Sie werden dazu mehrfach über eine Gegensprechanlage gebeten, die Luft anzuhalten. Wenn Sie uns hierbei gewissenhaft unterstützen, ist eine gute Untersuchungs-qualität gewährleistet.
Bei Untersuchungen des Herzens oder der Gefäße ist es nötig, Ihnen ein EKG anzulegen.
Nach der Untersuchung kleiden Sie sich wieder an und werden gebeten, noch etwas im Wartezimmer zu warten. Je nach weiterem Untersuchungsablauf wird Ihnen dann die Braunüle wieder entfernt.
Bilder / Befund:
Die angefertigten Bilder werden von einem Radiologen befundet und dieser Befund an den zuweisenden Arzt geschickt.