Gender in der Forschung

Gendered Innovations

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Eine Veröffentlichung der EU-Kommission erläutert und illustriert die Relevanz von Gender in Forschung und Innovation. "Gendered Innovations", ein gemeinsames Projekt von EU und USA, hatte die Aufgabe, methodisch fundierte Fallstudien zu erarbeiten, die aufzeigen, wie eine ins Forschungsdesign integrierte Genderanalyse neue Ideen und Exzellenz in der Forschung befördert. Wissenschaftlern und praktisch arbeitenden Ingenieuren sollten Methoden zur Verfügung gestellt werden, die sie in ihrer Arbeit dahingehend unterstützen. 

Eine Gruppe von über 60 Expertinnen und Experten aus Europa, den USA und Kanada hat 2011 und 2012 insgesamt sieben Workshops veranstaltet. Das Konsortium erarbeitete dabei Fallstudien aus den unterschiedlichsten Wissenschaftsgebieten, die die erfolgreiche Integration einer Genderdimension in Forschungsfragen demonstrieren. 

Die am 9. Juli in 2013 in Brüssel vorgestellte Gesamtpublikation „Gendered Innovations. How Gender Analysis Contributes to Research“ enthält 21 Abstracts sowie acht vollständige Fallstudien. 

Die Veröffentlichung bietet Forschern eine gute Unterstützung dabei, ihre Vorhaben gendersensibel zu gestalten und somit das Innovationspotential eigener Projekte zu stärken. Weitere Informationen zu der Thematik stellt das Portal “Gendererd Innovations Website” bereit.

Gerade in der Medizin und Gesundheitsforschung können geschlechtsspezifische Unterschiede eine große Rolle spielen, z.B. bei der Entwicklung neuer Therapien gegen Krebs.

Die Berücksichtigung von Genderaspakten in Forschungsarbeiten ist zudem in den Editorial Policies vieler peer-reviewed Fachzeitschriften verankert:
Sex and Gender Analysis Policies of Peer-Reviewed Journals

Ebenso verlangt eine Reihe von nationalen und internationalen Förderinstitutionen gegebenenfalls Genderanalysen als integralen Bestandteil der zu fördernden Projekte:
Sex and Gender Analysis Policies of Major Granting Agencies

"Das Müsli, das bin ich" - Gendermedizin lebensnah erklärt

In der Medizin rücken die Verschiedenheiten von Mann und Frau immer stärker in den Fokus. Denn viele Krankheiten haben je nach Geschlecht der Patienten unterschiedliche Ausprägungen. Das Video „Mein Müsli, das bin ich" holt die Thematik in unsere direkte Lebenswelt.

Video: Helmholtz-Gemeinschaft

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