Infektion, Entzündung und Krebs

Forschungsschwerpunkt

Infektion, Entzündung und Krebs

Forschungsschwerpunkt

Infektion, Entzündung und Krebs

Sprecher Prof. Dr. Ralf Bartenschlager

Schätzungsweise jede fünfte Krebserkrankung steht im Zusammenhang mit einer Infektion. Meist sind es Viren, aber auch Bakterien und Parasiten können eine wesentliche Rolle bei Krebserkrankungen spielen. Der Forschungsschwerpunkt „Infektion, Entzündung und Krebs“ untersucht daher, welche Krankheitserreger die Krebsbildung fördern können, welche Mechanismen diesen Krankheitsprozessen zu Grunde liegen, wie die chronische Entzündung den Krankheitsprozess beeinflusst und wie sich der menschliche Körper gegen diese Tumor-relevanten Erreger schützt. Die Arbeiten des Forschungsschwerpunkts stützen sich dabei auf vier tragende Säulen:

  1. Grundlagenforschung zu den molekularen Mechanismen, wie Infektionen und chronische Entzündungen zur Krebsentstehung beitragen
  2. Entwicklung neuer Diagnosemöglichkeiten krebsrelevanter Erreger
  3. Entdeckung neuer Wege zur Vorbeugung und Behandlung infektionsbedingter Krebserkrankungen
  4. Entwicklung von Impfstoffen und Antiinfektiva gegen krebsrelevante Erreger und solche Pathogene, die bei Patienten mit einer Immunsuppression infolge einer Krebstherapie von Bedeutung sind
Daneben helfen uns epidemiologische Studien sowohl bisher unbekannte Zusammenhänge zwischen Infektionen und Krebs zu entdecken, als auch die Wirksamkeit von Impfungen und Therapien zu überprüfen und zu verbessern. Im Forschungsschwerpunkt wird darüber hinaus untersucht, wie Viren heilend und helfend eingesetzt werden können - sei es um gezielt Krebszellen zu töten, in der Impfstoffentwicklung oder für die Gentherapie. Schließlich werden auch antivirale Strategien gegen Noroviren entwickelt, da diese Infektionen zu schwerwiegenden Komplikationen bei Patienten mit einer Chemotherapie führen können.

Die Forschungsprojekte im Schwerpunkt decken folgende Gebiete ab:
  • Erreger und Krebs:
    • Studien zu Erregern, bei denen es einen klaren Zusammenhang zur Krebserkrankung gibt
    • Untersuchung von Erregern, die im Verdacht stehen, an der Entstehung von Krebs beteiligt zu sein
    • Identifikation bisher unbekannter Zusammenhänge zwischen Erregern und bestimmten Tumoren oder chronischen Erkrankungen
  • Infektionen, Entzündungen und Krebs
    • Mechanismen der Wechselwirkungen zwischen Erreger und infiziertem Organismus
    • Beitrag von Erreger-induzierten Entzündungsprozessen und metabolischen Störungen zur Krebsentwicklung
  • Entwicklung von Impfstoffen und kurativen Therapien gegen Tumor-relevante Erreger
  • Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten
    • Viren als direkte Hemmer des Tumorwachstums („onkolytische Virotherapie“)
    • Viren zum Gentransfer in der Gentherapie
    • Entwicklung neuartiger, nicht-viraler DNA-basierter Vektoren
    • Etablierung neuer und Verbesserung bestehender präklinischer Modelle zur Impfstoffentwicklung
    • Entwicklung von Impfstoffen gegen das Epstein-Barr Virus
    • Nachfolgestudien zur Impfung gegen den Gebärmutterhalskrebs (humanes Papillom-Vakzin) und zur Erweiterung des Anwendungsspektrums des Impfstoffes in der Klinik
Weitere detaillierte Informationen können Sie auf den Seiten der Abteilungen und Arbeitsgruppen des Schwerpunktes finden.

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