Zell- und Tumorbiologie
Der Forschungsschwerpunkt Zell- und Tumorbiologie erforscht grundlegende Prozesse des Lebens und die molekularen, zellulären und organismischen Mechanismen, die Krebserkrankungen zugrunde liegen.
Zellen mit ihren komplexen molekularen und biochemischen Netzwerken sind die elementaren Bausteine des Lebens, die in Zusammenarbeit Gewebe und Organe bilden. Genetische Veränderungen wirken sich nicht nur auf die interne zelluläre Homöostase aus, sondern beeinflussen auch die Interaktion der Zellen mit ihrer Mikro- und Makroumgebung. Die kontinuierliche Anhäufung genetischer und nicht-genetischer Veränderungen spielt eine entscheidende Rolle bei der malignen Transformation von Zellen, die zur Entstehung, zum Wachstum, zur Therapieresistenz und zur Metastasierung von Krebs führt. Das Forschungsprogramm Zell- und Tumorbiologie erforscht grundlegende Prozesse des Lebens und die molekularen, zellulären und organismischen Mechanismen die Krebserkrankungen zugrunde liegen.
Das gemeinsame Ziel des Forschungsschwerpunkts ist die Entschlüsselung der unterschiedlichen Mechanismen der Krebsentstehung, um eine rationale Basis für neuartige Diagnosen und innovative Behandlungsstrategien zu schaffen, welche dann in frühen klinischen Studien evaluiert werden. Durch den Einsatz modernster Technologien und innovativer Ansätze untersuchen wir das komplexe Verhalten von normalen Zellen und Tumorzellen auf verschiedenen Ebenen. Die Wissenschaftler des Schwerpunkts entwickeln und verwenden Multi-omics-Ansätze für Einzelzellen, CRISPR- und Stoffwechselassays sowie fortgeschrittene Bildgebungstechnologien. Die umfassenden Daten zu genomischen, epigenomischen und epitranskriptomischen Profilen, Signalnetzwerken, Stoffwechselprozessen und der Zell-Zell-Kommunikation, erlauben mittels bioinformatischen Analysen und dem Einsatz künstlicher Intelligenz tiefgreifende Einsichten in die komplexen Ökosysteme von normalem Gewebe und Tumoren. Die so gewonnenen molekularen Erkenntnisse werden zudem mechanistisch in genetisch-modifizierbaren präklinischen Modellen getestet. Dazu kommen unter anderem stammzellbasierte und Tumor-abgeleitete Organoide sowie komplexe Mausmodelle zum Einsatz. Die vielversprechendsten Therapiekonzepte werden gemeinsam mit unseren klinischen Partnern weiterentwickelt, um frühe klinische Studien (Investigator-initiated Trials, IITs) an Krebspatienten durchzuführen. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung neuartiger Strategien zur Bekämpfung der Tumorprogression, der Therapieresistenz, sowie der Bildung von Rezidiven und der Metastasierung. Die Integration multipler Forschungsansätze ermöglicht es die Lücke zwischen bahnbrechenden Laborergebnissen und der Entwicklung neuer Konzepte für die Krebsbehandlung von Patienten zu schließen. Die Wissenschaftler des Forschungsprogramms sind in vier großen Forschungsbereichen aktiv: