Pressemitteilungen
Lizenzvertrag: Hochauflösende Bilder für die medizinische Forschung
Die STED-Mikroskopie erzeugt hochauflösende Bilder weit unterhalb der Beugungsgrenze des sichtbaren Lichts. Die Technik dazu ist jedoch noch vergleichsweise komplex, was ihre Verbreitung und Nutzung behindert. Eine vom Deutschen Krebsforschungszentrum und Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie entwickelte und nun von der Ausgründungsfirma Abberior GmbH lizenzierte Technologie vereinfacht das optische System erheblich: Das System EASYDOnut lenkt die Laserstrahlen des STED-Mikroskops über ein einziges optisches Element gezielt auf die zu untersuchende Probe. Die Innovation kann die Verbreitung der STED-Mikroskopie fördern – mit Gewinn auch für die medizinische Forschung: Mit STED-Mikroskopen lassen sich wichtige Informationen auch an lebenden menschlichen Zellen gewinnen.
HPV-Antikörpertest als Frühwarnsystem für Krebs im Mund-Rachen-Raum
Der Nachweis von Antikörpern gegen Humane Papillomviren des Hochrisiko-Typs HPV 16 könnte in Zukunft dazu beitragen, die Gefahr einer Tumorerkrankung im Mund-Rachen-Raum lange vor Ausbruch des Krebses aufzudecken. Dies ist das Ergebnis einer internationalen Studie von Forschern des Deutschen Krebsforschungszentrums, der International Agency for Research on Cancer (IARC) und des amerikanischen National Cancer Institute, die jetzt in der Fachzeitschrift „Journal of Clinical Oncology“ veröffentlicht wurde.
Keine Krebsgefahr durch Gentherapie-Virus
Seit kurzem ist erstmals in der westlichen Welt ein modifiziertes Adeno-assoziiertes Virus (AAV) für die klinische Gentherapie zugelassen. Wissenschaftler vom Nationalen Centrum für Krebserkrankungen (NCT) Heidelberg und vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) wiesen zusammen mit der Biotech-Firma uniQure nach, dass von dem als Gentaxi eingesetzten Virus keine Krebsgefahr ausgeht. Die Ergebnisse der Untersuchung sind in der Zeitschrift Nature Medicine veröffentlicht.
Amerikanische Austauschschüler absolvieren Forschungspraktikum im Deutschen Krebsforschungszentrum
Sechs Wochen lang dürfen drei Gastschüler aus den USA bei ihrem Forschungspraktikum im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) Laborluft schnuppern. Möglich macht dies das "Research Experience Scholar Program" der Governor's School for Science and Mathematics in Hartsville, South Carolina, und der Johanna-Wittum-Schule in Pforzheim. Der Besuch aus den USA ist in Gastfamilien deutscher Schüler untergebracht, die im Gegenzug nach South Carolina reisen werden. Der Schüleraustausch wird von dem Pharma- und Diagnostika-Unternehmen Roche finanziert, das auch einen Standort in Mannheim hat.
Stellungnahme zu ethischen und rechtlichen Konsequenzen der Totalsequenzierung des menschlichen Genoms
Darmkrebsvorsorge: Immunologische Tests sind überlegen
Untersuchungen auf verborgenes Blut im Stuhl geben Hinweise auf Darmkrebs oder auf Vorstufen der Erkrankung. Seit über 40 Jahren wird dazu ein enzymatisches Nachweisverfahren eingesetzt, zwischenzeitlich sind aber auch immunologische Tests auf dem Markt. Epidemiologen aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum wiesen nun im direkten Vergleich beider Methoden die Überlegenheit der immunologischen Tests nach: Sie spüren doppelt so viele Krebsfälle und Krebsvorstufen auf und liefern weniger falsch positive Ergebnisse.
Elektrische Zigaretten - ein unkontrollierter Versuch am Verbraucher
Wirkungsweise von Krebsmedikament entschlüsselt
Eine Gruppe von Krebsmedikamenten, die HDAC-Inhibitoren, wirkt in präklinischen Studien auch gegen das bösartige Neuroblastom, eine aggressive Krebserkrankung des Kindesalters. Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum und vom Universitätsklinikum Heidelberg fanden nun heraus, dass die Medikamente in den Tumorzellen die Produktion eines krebshemmenden RNA-Moleküls ankurbeln und so das bösartige Wachstum der Tumorzellen bremsen.
Ausgezeichnete 3D-Bilder - Medizininformatikerin Maier-Hein erhält Preis der DFG
Die Medizininformatikerin Lena Maier Hein vom Deutschen Krebsforschungszentrum erhält den "Heinz-Maier-Leibnitz-Preis" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die junge Wissenschaftlerin wird für ihre Arbeit über computergestützte, bildgebende Verfahren ausgezeichnet.
Haarnadel als Bremse: neuer Schalter für Genkontrolle entdeckt
Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum haben einen bisher unbekannten Schalter entdeckt, mit dem die Zelle bestimmen kann, wie viel sie von einem bestimmten Eiweiß herstellt. Es handelt sich um eine haarnadelförmige Struktur in der Boten-RNA – der Abschrift eines Gens –, von der wiederum die Information für das Eiweiß abgelesen wird. Sobald sich die Haarnadel bildet, lagern sich verschiedene zelluläre Bestandteile daran und bauen die Boten-RNA ab. Damit verhindert die Zelle, dass sie zu viel eines Eiweißes herstellt, das in größeren Mengen schädlich wäre. Ihre Ergebnisse haben die Forscher um Georg Stoecklin im Fachjournal Cell veröffentlicht.
