Pressemitteilungen
Schwergewichtiger Risikofaktor für Krebs
Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar betonen Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum die Bedeutung von Übergewicht für das Risiko, an Krebs zu erkranken. Übergewicht und Fettleibigkeit sowie die damit einhergehenden Stoffwechselstörungen sind ernstzunehmende Risikofaktoren bei einer Vielzahl an Krebserkrankungen. Sie könnten sogar dem Rauchen den Rang als Krebsrisikofaktor Nummer eins ablaufen. Zu den Erkrankungen, bei denen ein gesicherter Zusammenhang zu Übergewicht besteht, zählen Nierenkrebs, Darmkrebs, Brustkrebs nach den Wechseljahren sowie vor allem Krebs der Speiseröhre und der Gebärmutterschleimhaut.
Defekte Erbgut-Verpackung bei bösartigem Hirntumor
Glioblastome gelten als besonders aggressive Hirntumoren. Bei Kindern mit dieser Erkrankung entdeckten Heidelberger Wissenschaftler Genveränderungen, die sich auf die Funktion der DNA-Verpackungsproteine auswirken: Diese so genannten Histone dienen der Zelle als Spulen, auf die das Erbgut gewickelt wird. Gleichzeitig steuern sie die Genaktivität. Mutationen in Histon-Genen wurden bislang bei keiner anderen Erkrankung beobachtet. Die Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum, dem Universitätsklinikum Heidelberg und der kanadischen McGill-Universität veröffentlichten ihre Ergebnisse nun in der Zeitschrift "Nature".
Deutscher Krebshilfe-Preis an Peter Krammer
Professor Dr. Peter Krammer aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum erhält gemeinsam mit Professor Dr. Klaus Michael Debatin vom Universitätsklinikum Ulm den Deutschen Krebshilfe-Preis 2011. Die beiden Wissenschaftler erhalten die Auszeichnung für ihre Pionierarbeit bei der Erforschung von Signalwegen, die zum Zelltod führen und das Krebswachstum bremsen können.
Ministerin Theresia Bauer zu Gast im Deutschen Krebsforschungszentrum
Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, besuchte am 19.01.2012 das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg.
Explosion im Genom verursacht Hirntumoren
Eine Veränderung im Gen für das Protein p53, dem „Wächter des Genoms“, führt zu einer geradezu explosionsartigen Umlagerung großer Teile des Erbguts von Krebszellen. Heidelberger Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem European Molecular Biology Laboratory (EMBL) entdeckten dies an einer besonders aggressiven Gruppe von Hirntumoren bei Kindern. Die Chromosomen-Explosion lässt Zellen offenbar besonders leicht zu Krebs entarten. Diese Ergebnisse veröffentlichten die Forscher in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift „Cell“.
Von Adenokarzinom bis Zytostatikum:
Neue Broschüre des Krebsinformationsdienstes erklärt Fachbegriffe der Krebsmedizin
Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums hat sein „ABC der Fremdwörter und Fachbegriffe in der Krebsmedizin“ komplett neu bearbeitet und erweitert. Die 78-seitige Broschüre mit über 1000 Stichwörtern mit Erklärungen ist kostenlos beim Krebsinformationsdienst zu beziehen und steht auch auf den Internetseiten des KID zum Herunterladen zur Verfügung.
Wenn Krebszellen durch den Körper wandern - die neue Ausgabe des Magazins "einblick" ist erschienen
Wissenschaftler nehmen an, dass sich täglich mehrere Millionen Krebszellen aus einem Tumor lösen. Die meisten dieser Zellen sterben ab, einige jedoch gelangen mit dem Blut- oder Lymphsystem zu anderen Organen und können dort Metastasen bilden. Was unterscheidet diese Zellen von denen, die absterben? Wie lösen sie sich aus dem Tumor? Warum streuen manche Krebsarten bevorzugt in bestimmte Organe? Diesen und anderen Fragen widmet sich die aktuelle Ausgabe des Magazins „einblick“ mit dem Schwerpunktthema „Metastasen – wenn Krebszellen durch den Körper wandern“.
Genetische Risikofaktoren für Entstehung eines seltenen Knochenmarkkrebses entdeckt
Erste vollständige Analyse der Erbgut-Variationen bei mehr als 1.600 Patienten mit Multiplem Myelom / Wissenschaftler aus London und Heidelberg veröffentlichen in Nature Genetics
Gemeinsame Pressemitteilung des Universitätsklinikums Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums
Selbstkontrolle des Immunsystems dämpft Krebsabwehr
Regulatorische T-Zellen (Tregs), die zum körpereigenen Abwehrsystems gehören, drosseln die Aktivität anderer Immunzellen und verhindern so, dass Autoimmunerkrankungen oder Allergien entstehen. Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum fanden nun heraus, welche Aktivierungsschritte die Tregs in den Abwehrzellen blockieren. Da Tregs auch die Immunabwehr gegen Tumorzellen unterdrücken können, sind die Ergebnisse der DKFZ-Forscher wichtig, um effizientere Krebsbehandlungen zu entwickeln.
Ungebremste Brustkrebszellen
Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum entdeckten ein winziges RNA-Molekül, miR-520, das in Zellen gleich zwei wichtige Wege der Krebsentstehung blockiert. Bei Östrogenrezeptor-negativem Brustkrebs ist die Produktion dieser Micro-RNA oft gedrosselt, was mit bösartigem Verhalten der Tumorzellen korreliert: Die DKFZ-Forscher fanden heraus, dass Tumoren mit niedrigem miR-520-Gehalt besonders häufig Metastasen bilden.
