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Magnetresonanztomographie (MRT)

Was ist eine Magnetresonanztomographie?


Magnetresonanztomograph | © dkfz.de

Die Magnetresonanztomographie (MRT) oder Kernspintomographie (KST) ermöglicht die Darstellung des Körpers ohne Röntgenstrahlen.
Aufgebaut ist ein MR-Tomograph aus einen supraleitenden Magneten und einem Hochfrequenzsystem - ähnlich einem Radiosender und -empfänger. Die gewählte Magnetfeldstärke und Hochfrequenzen sind für den menschlichen Körper ungefährlich.

Grundlage der Bildgebung ist die Ausrichtung der Atomkerne des Körpers in dem starken Magnetfeld. Durch das Hochfrequenzsystem wird ein Impuls auf die Kerne gegeben, der diese aus ihrer Ausrichtung auslenkt. Beim "Zurückklappen" senden diese Atome Energiewellen bestimmter Frequenzen zurück, die gemessen und in Bilder umgerechnet werden können.

Bei der MR-Spektroskopie (MRS) werden statt Bilder Kurven dargestellt, die die Verteilung von Stoffwechselprodukten widergeben. Mit dieser Technik ist eine genauere Charakterisierung von Geweben möglich.

Wie erfolgt die Untersuchung?

In dem röhrenförmigen Magneten befindet sich eine ca. 60-80 cm große Öffnung, in die die Patientenliege gefahren werden kann. Falls Sie unter Platzangst leiden sollten, kann zuvor ein Beruhigungsmittel verabreicht werden.
Während der Untersuchung hören Sie laute Klopfgeräusche, die von den elektromagnetischen Schaltungen (Gradienten) herrühren. Diese Geräusche sind völlig normal und je nach untersuchtem Areal und verwendeter Technik verschieden laut. Sie bekommen bei Bedarf Ohrstöpsel bzw. einen Kopfhörer.
Wichtig ist auf jeden Fall bei der Untersuchung ruhig liegen zu bleiben, damit keine Bildstörungen verursacht werden. Je nachdem müssen Sie Atemkommandos befolgen oder bekommen ein EKG angelegt, um die Bilder zum gleichen Zeitpunkt aufnehmen zu können.
Im Schnitt liegt die Untersuchungszeit zwischen 30-50 Minuten. Dabei werden bis zu mehreren Hundert Bilder aufgenommen.

Worauf ist zu achten?

Vor der Untersuchung:
Das verwendete Magnetfeld und die Hochfrequenz sind unter gewissen Umständen schädlich, da metallische Gegenstände vom Magneten angezogen bzw. von der Radiowelle zerstört werden können.
Insbesondere bei Patienten mit bestimmten Implantaten sind MRT-Untersuchungen nicht möglich.
Dazu zählen:
- Herzschrittmacher
- implantierte Kardioverter (Defibrillator)
- elektronische Implantate (Rückenmarkstimulator, Cochleaimplantat und ähnliches)
- magnetisch aktivierbare Implantate (implantierte Insulinpumpe oder Medikamenteninfusionspumpe und ähnliches)
- nicht MRT-gängige Prothesen/Implantate
- Metallsplitter oder metallische Fremdkörper

Metallteile die in das Magnetfeld gelangen, können zu Verletzungen und Bildartefakten führen. Daher sollten alle metallene oder magnetische Gegenstände vor der Untersuchung abgelegt werden.
Hierbei ist besonders zu achten auf:
- Armbanduhren, Brillen, Schlüssel, (Piercing-)Schmuck, Haarnadeln/-spangen
- Geldbeutel, lose Münzen in Taschen, Kreditkarten (Magnetstreifen wird gelöscht und Karte wird unbrauchbar!)
- Metallteile an der Kleidung (Gürtel, Reißverschluß, Metallknöpfe, - verschlüsse z.B. am BH)
- herausnehmbarer Zahnersatz, Zahnspangen
- Hörgeräte
- Akupunkturnadeln

Nach der Untersuchung:
Falls Sie eine Beruhigungsspritze erhalten haben, sollten Sie für 24 Stunden nicht am Straßenverkehr teilnehmen und an gefährlichen Maschinen arbeiten. Sie sollten sich daher nach einer Beruhigungsspritze abholen lassen.

Letzte Aktualisierung: 24.01.2007 Seitenanfang