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Hintergrund     Darmkrebs ist mit mehr als 600.000 Neuerkrankungen pro Jahr (ca. 9% aller Krebserkrankungen) die dritthäufigste Krebserkrankung weltweit. Allein in Deutschland erkranken mehr als 65.000 Patienten pro Jahr. Aufgrund der meist sehr langfristigen Entwicklung über gut heilbare Vorstufen (Adenome) ist die Früherkennung von Darmkrebs grundsätzlich sehr erfolgversprechend.

  

Überblick     An dem Projekt beteiligt sind Kliniken in Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg, in denen eine stationäre Erst-Behandlung von Darmkrebspatienten erfolgt. Das Klinikpersonal spricht die zur Operation vorgesehenen Patienten auf die Studie an. Die Patienten erhalten eine Information über die Studie und werden um ihre Teilnahme gebeten. Nach Unterzeichnung der Einwilligungserklärung umfasst die Studie folgende Punkte:

 

  • Ausfüllen eines standardisierten Patientenfragebogens, der einige wenige und leicht zu beantwortende Fragen zu bekannten und vermuteten Risikofaktoren (z.B. familiäre Vorbelastung, Lebensstilfaktoren, Ernährung) enthält.

  • Gewinnung einer Stuhlprobe

  • Entnahme einer Blutprobe

  • Kopie des Arztbriefs / Histologiebefundes

 

Einverständniserklärung, Fragebogen und Stuhlprobe werden per Post in vorfrankierten Umschlägen an die Studienzentrale am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) gesandt. Die Blutproben werden zeitnah nach Entnahme von einem zentralen Labor (Labor Limbach) abgeholt. Alle Materialien für die Studie werden vom DKFZ zur Verfügung gestellt.

 

Die Proben werden zur Evaluation neuer Blut- und Stuhltests zur Früherkennung von Darmkrebs in verschiedenen Stadien zentral ausgewertet. Als Vergleichskollektiv dienen Neoplasie-freie Teilnehmer von Früherkennungskoloskopien.

  

Studienzentren     Ausgewählte Kliniken in Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg

  

Studienziel     Evaluation neuer Blut- und Stuhltests für die Darmkrebsfrüherkennung.

  

Studienteilnehmer     Einschlusskriterien: Männer und Frauen zwischen 45-75 Jahren, die erstmalig stationär wegen neu diagnostiziertem Darmkrebs in einem der Studienzentren behandelt werden.

  

Rekrutierungsbeginn     Seit Mitte 2013

  

Rekrutierungsziel     1.200 Patienten insgesamt

                                

Studienzentrale     Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Abteilung Klinische Epidemiologie und Alternsforschung

  

Leiter     Prof. Dr.med. Hermann Brenner.

  

Koordination     Dr. Kaja Tikk

Tel. 06221 / 42-1349,  E-Mail: k.tikk@dkfz.de

 

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