Photon-Counting-Computertomographie

Erläuterung zum Untersuchungsverfahren

Das sogenannte Photon-Counting-CT ist eine moderne Weiterentwicklung der Computertomographie (CT), die in der medizinischen Bildgebung eingesetzt wird. Ziel ist es, noch genauere Bilder des Körpers zu erzeugen und gleichzeitig die Strahlenbelastung möglichst gering zu halten.

Bei einer CT-Untersuchung werden Röntgenstrahlen durch den Körper geschickt, um detaillierte Schnittbilder zu erstellen. Beim Photon-Counting-CT kommt dabei eine neue Art von Detektortechnologie zum Einsatz: Anders als bei herkömmlichen CT-Geräten werden die einzelnen Röntgenphotonen („Lichtteilchen“) nicht nur registriert, sondern auch gezählt und nach ihrer Energie unterschieden. Dadurch können feinere Unterschiede im Gewebe besser dargestellt werden. Das führt zu einer höheren Bildqualität und kann helfen, bestimmte Erkrankungen früher oder genauer zu erkennen.

Für Sie als Patient:in gibt es im der Ablauf der Untersuchung keinen Unterschied, im Vergleich zu einer klassischen CT-Untersuchung. Sie liegen während der Aufnahme ruhig auf einer Liege, die durch das ringförmige Gerät gefahren wird. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert in der Regel nur wenige Minuten. Je nach Fragestellung kann es notwendig sein, ein Kontrastmittel zu verabreichen, um bestimmte Strukturen besser sichtbar zu machen.

Im Vergleich zu herkömmlichen CT-Verfahren bietet das Photon-Counting-CT einige Vorteile: Die Bildqualität ist oft höher, insbesondere bei feinen Strukturen wie kleinen Gefäßen oder Knochen. Zudem kann die Strahlendosis in vielen Fällen reduziert werden. Auch lassen sich unterschiedliche Gewebearten besser voneinander unterscheiden, was die Diagnostik erleichtert.

Zusammengefasst handelt es sich beim Photon-Counting-CT um ein fortschrittliches und für Sie schonendes Untersuchungsverfahren, das den gewohnten Ablauf einer CT beibehält, aber durch technische Verbesserungen genauere Ergebnisse liefern kann.

Technische Ausstattung

NAEOMTOM Alpha. Peak (Siemens)

Untersuchungsablauf

  • Sie werden vorab gebeten alle metallenen Gegenstände im Untersuchungsbereich abzulegen.
  • Es folgt ein ärztliches Aufklärungsgespräch und das Legen eines venösen Zugangs, da je nach Fragestellung gegebenenfalls Kontrastmittel benötigt wird. Grundvoraussetzung hierfür sind die, für die Kontrastmittelgabe erforderlichen, normwertigen Blutwerte.
  • Die Medizinischen Technolog:innen für Radiologie begleiten Sie während der gesamten Untersuchung. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.
  • Sie liegen auf einer Liege, die in eine ringförmige (82 cm große) Öffnung gefahren wird. 
  • Es ist wichtig, ruhig liegen zu bleiben, damit die Bilder nicht unscharf werden. 
  • Gegebenenfalls müssen Sie Atemkommandos befolgen.

Kontraindikationen

Da es sich bei der Computertomographie um eine Röntgenuntersuchung handelt, wird sie im Falle einer Schwangerschaft normalerweise nicht angewandt (wenige Ausnahme mit sehr strenger Indikation). Falls bei Ihnen eine Schwangerschaft nicht auszuschließen ist, halten Sie bitte vor Untersuchungsbeginn Rücksprache mit uns. Kontaktieren Sie uns bitte vorab, insofern:

  • Ihre Blutwerte nicht im Normbereich liegen,
  • Sie eine Niereninsuffizienz haben,
  • bei Ihnen eine Kontrastmittelallergie vorliegt,
  • bei Ihnen ein Diabetes Mellitus bekannt ist.
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