Magnetresonanztomographie

Erläuterung zum Untersuchungsverfahren

Ein MRT (Magnetresonanztomographie) ist eine moderne Untersuchungsmethode, mit der Ärztinnen und Ärzte sehr genaue Bilder vom Inneren des Körpers erstellen können – ganz ohne Röntgenstrahlen. Das MRT gilt daher als ein sehr sicheres Untersuchungsverfahren, da keine Strahlenbelastung entsteht.

Ein MRT-Gerät besteht aus einem starken Magneten und einem Hochfrequenzsystem - ähnlich einem Radiosender und -empfänger. Die verwendeten Magnetfelder und Radiowellen sind für den menschlichen Körper ungefährlich.

Da unser Körper zu einem großen Teil aus Wasser besteht, enthält er viele Wasserstoffteilchen. Diese reagieren auf das Magnetfeld. Während der Untersuchung werden sie durch Radiowellen kurz angeregt („angestupst“). Wenn sie anschließend in ihre Ausgangsposition zurückkehren, senden sie Signale aus. Ein Computer verarbeitet diese Signale und erzeugt daraus detaillierte Bilder des Körpers.

Technische Ausstattung

1.5 Tesla Aera (Siemens) 

3.0 Tesla Prisma (Siemens)

3.0 Tesla Vida (Siemens)

3.0 Tesla MR/PET Hybridsystem (mrBiograph, Siemens)

7.0 Tesla Hochfeld-Magnetresonanztomographen (Siemens) – aktuell nur für Studienzwecke zugelassen

Untersuchungsablauf

  • Sie werden vorab gebeten alle metallenen oder magnetischen Gegenstände abzulegen und die Patientenkleidung anzuziehen.
  • Es folgt ein ärztliches Aufklärungsgespräch und das Legen eines venösen Zugangs.
  • Die Medizinischen Technolog:innen für Radiologie begleiten Sie während der gesamten Untersuchung. Die Untersuchung ist schmerzfrei.
  • Sie liegen auf einer Liege, die in eine röhrenförmige (60-80 cm große) Öffnung gefahren wird. 
  • Während der Aufnahme entstehen klopfende Geräusche, die von den elektromagnetischen Schaltungen (Gradienten) herrühren. Deshalb erhalten Sie Kopfhörer und Ohrstöpsel. 
  • Es ist wichtig, ruhig liegen zu bleiben, damit die Bilder nicht unscharf werden. 
  • Gegebenenfalls müssen Sie Atemkommandos befolgen.
  • Bei starker Platzangst kann vor der Untersuchung ein Beruhigungsmittel verabreicht werden. Falls Sie ein Beruhigungsmittel erhalten haben, dürfen Sie für 24 Stunden nicht am Straßenverkehr teilnehmen oder an Maschinen arbeiten. Sie sollten sich daher abholen lassen oder in Begleitung erscheinen.

Kontraindikationen

Wichtig ist jedoch, dass Sie vor der Untersuchung angeben, ob Sie metallische oder elektronische Implantate im Körper haben, da das starke Magnetfeld darauf wirken kann. Insbesondere bei Patienten mit bestimmten Implantaten sind MRT-Untersuchungen nicht möglich. Dazu zählen Herzschrittmacher, implantierte Kardioverter (Defibrillator), elektronische Implantate (Rückenmarkstimulator, Cochleaimplantat und ähnliches), magnetisch aktivierbare Implantate (implantierte Insulinpumpe oder Medikamenteninfusionspumpe und ähnliches), nicht MRT-gängige Prothesen/Implantate, Metallsplitter oder metallische Fremdkörper.

Die meisten chirurgische Implantate sind aber in der Regel MR-tauglich.

Wofür wird ein MRT eingesetzt?

Ein MRT kann die Weichteile des Körpers besonders gut darstellen, wie zum Beispiel:

  • Gehirn und Nerven 
  • Gelenke und Muskeln 
  • Innere Organe im Bauchraum 

So hilft die Untersuchung dabei, Krankheiten früh zu erkennen oder genauer zu beurteilen.

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