Tabaksteuererhöhungen

Situation in Deutschland

© dkfz.de

Die Europäische Union legte mit der Richtlinie 92/79/EWG vom 19. Oktober 1992 für Zigaretten eine Mindeststeuerbelastung von 57 % des Kleinverkaufspreises (einschließlich sämtlicher Steuern) der Zigaretten der gängigsten Preisklasse fest. In Deutschland liegt dieser Anteil aller Steuern (Tabaksteuer und Mehrwertsteuer) an Zigaretten mit etwa 76 % deutlich höher.

Die Tabaksteuer auf Zigaretten alleingenommen setzt sich in Deutschland aus 8,27 Cent/Stück und 24,66 % des Kleinverkaufspreises zusammen.
Dies entspricht bei einer Packung Zigaretten mit einem Inhalt von 20 Stück und einem Durchschnittspreis von 4,71 € etwa 2,82 € bzw.insgesamt 59,87 % des Verkaufspreises.

In Deutschland fanden im Zeitraum 2002 bis 2005 fünf Tabaksteuererhöhungen statt, die letzte Erhöhung erfolgte zum 1. September 2005. Eine weitere Preiserhöhung bei Tabakprodukten gab es mit der Anhebung der Mehrwertsteuer auf 19 % zum 1. Januar 2007.

Die Besteuerung von Feinschnittprodukten liegt mit 46,37 % bei einem Preis von 4,90 € für 40 g Tabak wesentlich niedriger. Die Feinschnittsteuer setzt sich aus 34,06 €/kg und 18,57 % des Kleinverkaufspreises zusammen.

Inwieweit Tabaksteuererhöhungen über den Kleinverkaufspreis an den Verbraucher weitergegeben werden, hängt außerdem von der Preisgestaltung der Hersteller ab.

Zur weiteren Vertiefung dienen die nachstehend aufgeführten Veröffentlichungen des Deutschen Krebsforschungszentrums sowie weitere ausgewählte Publikationen als Download PDF.

nach oben