Die Rauchersprechstunde

Das Beratungskonzept Rauchersprechstunde ist als Einzelberatung konzipiert und will eine vorhandene Lücke schließen zwischen Kurzberatung und intensiven Gruppenprogrammen. Die Rauchersprechstunde ist modular aufgebaut, um den unterschiedlichen Ansprüchen und organisatorischen Rahmenbedingungen in Kliniken, Praxen, Beratungsstellen, Gesundheitsämtern und anderen Einrichtungen gerecht zu werden. Nicht alle Module müssen in allen Einrichtungen Eingang finden. Die Rauchersprechstunde kann von Ärzten, Apothekern, Psychologen, Sozialarbeitern, Sozialpädagogen, Krankenschwestern, Krankenpflegern und examinierten Mitarbeitern anderer Gesundheitsberufe durchgeführt werden. Die Zusammenarbeit mit einem Arzt ist grundsätzlich zu empfehlen, insbesondere wenn eventuell bestehende Risikofaktoren und Erkrankungen zu diagnostizieren und adäquat zu behandeln sind.

Die Rauchersprechstunde versteht sich auch als Ergänzung zum Stufenprogramm zur Raucherberatung und Rauchertherapie in der Arztpraxis "Frei von Tabak" der Bundesärztekammer in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Die Rauchersprechstunde ist insbesondere bei Raucherinnen und Rauchern mit schwerer Tabakabhängigkeit einzusetzen. Kenntnisse und Erfahrungen in Gesprächsführung und Tabakentwöhnungsmaßnahmen sind von Vorteil für den wirksamen Einsatz der Rauchersprechstunde. Um die Durchführung der Rauchersprechstunde zu erleichtern, wurden Dokumentationsbögen für den Therapeuten entwickelt (10.1 bis 10.4) und Arbeitsblätter (11.1 bis 11.7), die zur Weitergabe an Raucher vorgesehen sind. Dazu können die Bögen und Arbeitsblätter fotokopiert werden. Eine Checkliste (S.13) fasst den Einsatz der Empfehlungen für schwierige Situationen zusammen.

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