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Kaugummi

Kaugummi sollte eingesetzt werden, wenn eine nur geringe bis mittelstarke Abhängigkeit vorliegt (weniger als 5 Punkte auf dem Fagerström-Test), bei Tageskonsum von max. 15 Zigaretten. Wenn nicht gleichmäßig geraucht wird, sondern bevorzugt unter bestimmten Bedingungen wie beispielsweise bei Konflikten, in geselliger Runde, am Abend, etc., ist das Nikotinkaugummi gut einsetzbar.

Das Kaugummi kann bei Bedarf eingesetzt werden und damit Verlangensattacken überbrücken helfen. Durch das Beschäftigen des Mundes mit der Kaubewegung in Kombination mit der Abgabe des Nikotins lassen sich orale Cravings leichter bewältigen.

Nikotinlutschtablette und Nikotinsublingualtablette

Bei mittelstarker bis starker Tabakabhängigkeit und relativ hohem, eher ungleichmäßigen Tageskonsum wird der Einsatz der Nikotinlutschtablette oder Nikotinsumblingualtablette empfohlen.

Ebenso wie beim Kaugummi ist eine selbständige Dosierung bei Bedarf möglich, was bei akuten Verlangensattacken hilfreich sein kann, um einen Rückfall zu vermeiden.

Nikotininhaler

Die Wirkungsweise des Nikotininhalers ist vergleichbar mit der des Kaugummis oder der Lutschtablette. Das aufgenommene Nikotin wird über die Mund- und Magenschleimhaut resorbiert und flutet entsprechend schneller an als beim Nikotinpflaster, aber natürlich nicht so schnell wie beim Rauchen einer Zigarette.

Die Nutzung des Inhalers trägt dazu bei, dass das gewohnte Ritual des Zum-Mund-Führens der Zigarette zunächst in der ersten Entwöhnungsphase noch aufrecht erhalten wird. Ob dies ein Vorteil oder Nachteil für den Prozess der vollständigen Entwöhnung ist, ist umstritten.

Nikotinpflaster

Für Raucher mit einer mittelstarken bis starken Tabakabhängigkeit und einem gleichmäßig über den Tag verteilten, relativ hohen Konsum zwischen 15 bis 40 Zigaretten ist das Nikotinpflaster eine sinnvolle Unterstützung, um die Entzugssymptome zu dämpfen. Wegen seiner langsamen Anflutung ist das Pflaster allerdings nicht geeignet, um akute Verlangensattacken zu unterbinden.

Kombination von zwei Nikotinersatzpräparaten

Für manche Raucher reicht ein Nikotinpflaster oder -kaugummi allein nicht aus, vor allem bei einer starken Tabakabhängigkeit (mehr als 6 Punkte und mehr als 30 Zigaretten pro Tag). In diesen Fällen kann für 8 bis 12 Wochen Nikotinpflaster angewendet werden und zusätzlich ein rascher wirksames Präparat wie Nikotinkaugummi, Nikotinlutschtablette oder Sublingualtablette bzw. auch der Nikotininhaler. Diese Kombination sollte allerdings nicht dauerhaft angewendet und innerhalb von 4-6 Wochen ausgeschlichen werden.

Wenn Sie eine solche kombinierte Behandlung in Betracht ziehen, sollten Sie vorher einen Arzt aufsuchen, um ggf. Gegenanzeigen abzuklären. Auch ist zu bedenken, dass die Gefahr der Aufrechterhaltung der Tabakabhängigkeit durch die Kombination von einem langsamer mit einem schneller wirksamen Nikotinersatzpräparat möglicherweise verstärkt wird.

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