Nikotinpflaster

Dieses Präparat zielt auf eine Dämpfung des Rauchverlangens und der Entzugssymptomatik durch Erzeugung eines kontinuierlichen Nikotinspiegels. Durch die kontinuierliche Nikotinzufuhr werden Nikotinwirkung und bisheriges Suchtverhalten entkoppelt.

Die Nikotinpflaster setzen über die Klebeschicht oder eine Zwischenmembran eine bestimmte Menge Nikotin frei. Ein ausreichender Nikotinspiegel wird frühestens 30 bis 60 Minuten nach Aufkleben des Pflasters erreicht. Für eine „notfallmäßige“ Anwendung bei akuten Rauchverlangensattacken ist das Pflaster also nicht geeignet. Nikotinpflaster werden in drei Stärken angeboten und sollen 10, 20 oder 30 täglich gerauchte Zigaretten in 16 bzw. 24 Stunden ersetzen.

Das Pflaster wird täglich gewechselt und sollte dann auf eine andere trockene, unbehaarte und unverletzte Hautstelle aufgeklebt werden. Das Pflaster wird „ausschleichend“ angewandt, d.h. die höchste Pflasterdosierung kann bis zu drei Monaten, die mittlere und geringste Dosierungsstufe jeweils zwei bis drei weitere Wochen lang angewendet werden. Die Anwendungsdauer sollte insgesamt 16 Wochen nicht überschreiten.

Als Nebenwirkungen können bei entsprechender Empfindlichkeit Hautreaktionen wie Brennen oder Jucken an der Applikationsstelle auftreten. Weitere häufiger von Anwendern beschriebene Nebenwirkungen sind Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Schwindel. Auch Übelkeit und Erbrechen treten gelegentlich auf. Nach einem noch nicht lang zurückliegenden Herzinfarkt oder Schlaganfall, Angina Pectoris oder bekannter schwerer Arrythmie darf das Nikotinpflaster nicht angewendet werden. Außerdem sollte bei bekannten chronischen Hautreaktionen ebenso auf die Anwendung von Nikotinpflaster verzichtet werden.

Es gibt keine Hinweise, dass es bei der Anwendung von Nikotinpflaster zu einer Abhängigkeitsentwicklung kommt.

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