Nikotinkaugummi

Beim Kauen des Nikotinkaugummis wird Nikotin freigesetzt und über die Mundschleimhaut aufgenommen. Mit Hilfe des Nikotinkaugummis gelingt es, innerhalb von 15 bis 30 Minuten wirksame Nikotinspiegel aufzubauen.

Es sollte nur solange langsam und vorsichtig gekaut werden, bis der Effekt von Nikotin spürbar wird. Bei schnellem und heftigem Kauen wird die Mund- und Magenschleimhaut gereizt. Sobald ausreichende Mengen an Nikotin abgegeben wurden, sollte das Nikotinkaugummi in der Backentasche "geparkt" werden.

Aufgrund der höheren Wirksamkeit sollte ab einem Konsum von 25 Zigaretten pro Tag, wenn also von einer starken Nikotinabhängigkeit auszugehen ist, der 4 mg Kaugummi zum Einsatz kommen.

Es kann etwa ein Kaugummi pro Stunde gekaut werden, maximal 16 Stück pro Tag. Nach sechs bis acht Wochen sollte die durchschnittliche Dosis reduziert und bis zur zwölften Woche ganz ausgeschlichen werden.

Als Nebenwirkungen können Reizungen im Mund und Halsbereich, Schmerzen in den Kaumuskeln, Übelkeit, Schluckauf oder Erbrechen auftreten. Weitere häufiger von Anwendern beschriebene Nebenwirkungen sind Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Schwindel. Nach einem noch nicht lang zurückliegenden Herzinfarkt oder Schlaganfall, Angina Pectoris oder bekannter schwerer Arrythmie darf das Nikotinkaugummi nicht angewendet werden. In sehr seltenen Fällen kommt es zu einer Abhängigkeitsentwicklung von Nikotinkaugummi.

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