Kalter Tabakrauch

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Als kalter Rauch oder thirdhand smoke wird Tabakrauch bezeichnet, der sich nach dem Rauchen auch schon weniger Zigaretten auf Oberflächen und im Staub ablagert. Die Substanzen finden sich auf Möbeln, an Wänden, in Vorhängen und auf dem Teppich und können dort über Wochen und Monate verbleiben, nachdem das letzte Mal geraucht und der Raum gereinigt wurde. Insbesondere das Nikotin lässt sich schlecht entfernen, da sich 80 bis 90 Prozent des Nikotins aus Tabakrauch an Oberflächen festsetzen. Beim Saugen und Staubwischen wird es nur unzureichend beseitigt; vor allem aus Teppichen und von Gipswänden lässt es sich kaum entfernen.

Aus dem abgelagerten kalten Rauch werden permanent Partikel und flüchtige Substanzen in die Raumluft abgegeben. Nikotin und Abbrandprodukte aus dem Rauch können mit anderen Substanzen aus der Umgebung reagieren und neue, zum Teil krebserzeugende, Substanzen bilden. Einmal entstanden, kann es Monate und Jahre dauern, bis sich diese Substanzen wieder auflösen.

Bestandteile des Tabakrauchs können auch von der Kleidung von Rauchern sowie von deren Händen und Haaren in die Raumluft gelangen und sich von dort wiederum auf Oberflächen ablagern. Rückstände von Tabakrauch wurden nicht nur in Autos, Wohnungen und Hotelräumen gefunden, in denen jeweils nicht geraucht werden durfte, sondern auch in einer rauchfreien Intensivstation für Neugeborene.

Möglicherweise könnte auch der Konsum von E-Zigaretten zu Ablagerungen von Nikotin und anderen Substanzen auf Oberflächen führen.

 

 Zur weiteren Vertiefung dienen die nachstehend aufgeführten Veröffentlichungen des Deutschen Krebsforschungszentrums, die als PDF-Datei heruntergeladen werden können.

 

 

Veröffentlichungen des Deutschen Krebsforschungszentrums

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