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Bupropion

Neben der Nikotinersatztherapie ist seit dem Jahr 2000 der Wirkstoff Bupropion zur Tabakentwöhnung zugelassen. Die Wirksamkeit einer Behandlung mit Bupropion zur Raucherentwöhnung ist wissenschaftlich belegt. Der Wirkstoff wurde 1988 in den USA ursprünglich als Medikament zur Behandlung von Depressionen zugelassen. Erst im Verlauf der Behandlungserfahrungen wurde die Wirksamkeit des Mittels zur Reduktion des Rauchverlangens festgestellt.

Bupropion hemmt die Wiederaufnahme von Dopamin und Noradrenalin und immitiert dadurch die Nikotinwirkung, ohne an die nikotinergen ACh-Rezeptoren zu binden. Es mildert durch diesen Wirkmechanismus Entzugserscheinungen und reduziert das Rauchverlangen.

Das Medikament ist verschreibungspflichtig, die Behandlung mit Bupropion sollte in Zusammenarbeit mit einem Arzt erfolgen. Notwendig ist eine sorgfältige körperliche Untersuchung sowie die Feststellung, ob das Medikament aus medizinischer Sicht für den einzelnen geeignet ist.

Bupropion löst häufig unerwünschte Nebenwirkungen aus und führt häufig zu Schlafstörungen und abnormen Träumen. Auch Konzentrationsstörungen, innere Unruhe bis hin zu Gereiztheit und Aggressivität sind im Zusammenhang mit der Einnahme des Medikamentes zur Raucherentwöhnung beschrieben. Bupropion senkt die Schwelle für cerebrale Krampfanfälle, weswegen es Krampfanfälle auslösen kann und bei Menschen mit Krampfanfallsleiden keinesfalls eingesetzt werden darf. Bei Menschen mit einer Neigung zu Psychosen kann es eine psychotische Episode auslösen. Außerdem hat die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA Sicherheitsbedenken angemeldet, da es im Zusammenhang mit der Einnahme von Bupropion in Einzelfällen zu schweren depressiven Episoden und der Entwicklung von Selbsttötungsabsichten und Selbtstötungsversuchen gekommen ist. Auch wegen der aggressionssteigernden Wirkung wurden von der FDA Warnhinweise ausgegeben. Vor dem Einsatz von Bupropion sollte eine sorgfältige Nutzen- und Risikoabschätzung durch einen Arzt erfolgen. Grundsätzlich sollte Nikotinersatztpräparaten gegenüber Bupropion der Vorzug gegeben werden, gegebenenfalls ist Bupropion als Medikament zweiter Wahl einzusetzen.

Die Anfangsdosis in den ersten 6 Tagen ist auf eine Tablette am Tag festgelegt, anschließend sollen 2-mal 1 Tablette täglich über 7-9 Wochen eingenommen werden. Der Abstand zwischen beiden Einnahmen sollte wenigstens acht Stunden betragen, wobei die zweite Einnahme nicht nach 16. 00 Uhr erfolgen sollte, um Schlafstörungen in der Nacht vorzubeugen. Die Tablette ist unzerkaut zu schlucken und soll nicht zerkleinert werden, weil sich dadurch das Nebenwirkungsrisiko einschließlich des Krampfanfallsrisikos erhöht. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen. In der ersten Woche der Tabletteneinnahme kann weitergeraucht werden, der erste rauchfrei Tag liegt in der zweiten Woche der Behandlung. Danach sollte die Behandlung für wenigstens sechs Wochen weitergeführt werden.

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