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Rauchen erhöht das Operationsrisiko

Operationsrisiko Rauchen

© dkfz.de

Rauchen ist die Hauptursache für Lungenkrebs, COPD, Herz-Kreislauferkrankungen und einige andere schwere Erkrankungen. Die Schadstoffe aus dem Tabakrauch beeinflussen aber nicht nur die normalen physiologischen Vorgänge in der Lunge und im Herz-Kreislaufsystem, sondern sie beeinträchtigen unter anderem auch die Wundheilung und wirken sich negativ auf den Erfolg von Operationen aus.

Internationalen Studien zufolge raucht rund ein Viertel der Patienten bis zu einer Operation oder beginnt unmittelbar danach wieder mit dem Rauchen. Umso erstaunlicher ist es, dass das Abfragen des Rauchstatus von Patienten, eine kurze Empfehlung zum Rauchstopp und ein Verweis auf Unterstützungsangebote zur Tabakentwöhnung nicht schon längst selbstverständliche Bestandteile der Operationsvorbereitung und der Nachsorge sind. Denn einer aktuellen deutschen Studie zufolge fragen zwar fast alle Klinikärzte (93,5 Prozent) den Rauchstatus ihrer Patienten ab, aber nur knapp ein Drittel (27,3 Prozent) rät rauchenden Patienten zu einem Rauchstopp. Das Anraten und die Unterstützung eines Rauchstopps sind wirkungsvolle Maßnahmen zur Verminderung von Operationsrisiken.

Raucher benötigen höhere Dosen von Anästhetika und Schmerzmitteln. Sie haben verglichen mit Nichtrauchern ein rund sechs Mal so hohes Risiko für pulmonale Komplikationen und ein drei- bis sechsmal erhöhtes Risiko für Wundheilungsstörungen. Bei Rauchern ist das Thromboserisiko höher und sie leiden häufiger unter tabakassoziierten Komorbiditäten wie Herz-Kreislauferkrankungen, Atemwegserkrankungen, Diabetes u.a..

Vorteile eines Rauchstopps

© dkfz.de

Ein Rauchstopp wirkt sich positiv auf den Operationserfolg aus. Er sollte so früh wie möglich vor einem operativen Eingriff erfolgen.

Zwar verbessert sich durch einen Rauchverzicht die Sauerstoffversorgung schon innerhalb von zwölf Stunden, die meisten physiologischen Vorgänge, die durch das Rauchen beeinträchtigt werden, brauchen aber mehrere Wochen, um sich zu normalisieren.

So regeneriert sich das Immunsystem innerhalb von vier bis sechs Wochen nach einem Rauchstopp. Die Produktion von Bronchialsekret und die Lungenfunktion erholen sich innerhalb von sechs bis acht Wochen. Infolgedessen treten weniger pulmonale Komplikationen auf, wenn der Patient mindestens acht Wochen vor einer Operation mit dem Rauchen aufgehört hat. Die Wundheilung verbessert sich bereits dann, wenn der Rauchstopp mindestens vier Wochen vor der Operation durchgeführt wurde.

Auch ein Rauchstopp kurz vor einer Operation hat wegen der Verminderung von Kohlenmonoxid und Nikotin im Blut bereits einen positiven Effekt.  Allerdings verringert nur ein vollständiger Rauchverzicht das Risiko für Komplikationen, lediglich die Menge der gerauchten Zigaretten zu reduzieren, zeigt keine ausreichende Wirkung.

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