Strategische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Ein zukunftsweisendes Neubauvorhaben für das Deutsche Krebsforschungszentrum

Nr. 32 | 09.06.2021

Ein Preisgericht hat über die Vorschläge für die Errichtung eines einzigartigen Neubaukomplexes für innovative Krebsforschung entschieden. In dem Gebäudekomplex auf einem Grundstück im Neuenheimer Feld in Heidelberg werden die Zukunftsfelder Prävention und Digitale Onkologie ein Zuhause finden. Der Siegerentwurf stelle einen besonderen städtebaulichen Beitrag dar und lasse ein identitätsstiftendes Haus entstehen, das die unterschiedlichen Nutzer in differenzierter Weise präsentiert, so die Jury.

Außenansicht Siegerentwurf
© Heinle, Wischer und Partner

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) plant in Heidelberg im Rahmen seiner Zukunftsstrategie den Neubau eines modellhaften Gebäudekomplexes für innovative Krebsforschung in den Bereichen Prävention und Digitale Onkologie, gemeinsam mit einem Gebäude für die biologische Grundlagenforschung.

Ein Teil des Gebäudekomplexes wird das im Aufbau befindliche Nationale Krebspräventionszentrum beherbergen, eine gemeinsame Initiative des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Deutschen Krebshilfe. Im Nationalen Krebspräventionszentrum werden alle wesentlichen Einrichtungen für die Präventionsforschung und -anwendung unter einem Dach vereint, darunter eine Präventionsambulanz, Beratungs- und Studienangebote für die personalisierte Krebsprävention und Labors für die molekulare Präventionsforschung. Das Gebäude wird durch eine Förderung der Deutschen Krebshilfe, ergänzt durch Zustiftungen der Dietmar Hopp-Stiftung, der H.W. & J. Hector Stiftung und der Viessmann Foundation gGmbH, realisiert.

Darüber hinaus wird in einem zweiten Teil des Gebäudekomplexes das Schadeberg Center for Digital Oncology and Disruptive Technologies gegründet. Hier werden zukünftig die schnell wachsenden Datenmengen der modernen Krebsforschung effizient verarbeitet und innovative digitale Systeme der künstlichen Intelligenz entwickelt. Das Zentrum wird finanziert durch eine private Spende von Bernhard Schadeberg. Ein dritter Teil des Gebäudekomplexes soll den besonders innovativen Programmen der Krebs-Grundlagenforschung des DKFZ gewidmet werden.

Am 31. Mai 2021 hat nun das Preisgericht über die Sieger des Wettbewerbs nach den Richtlinien für Planungswettbewerbe der Architektenkammer Baden-Württemberg entschieden. Das Preisgericht zeichnete das Architekturbüro Heinle, Wischer und Partner, Stuttgart mit dem ersten Preis aus.

Aus der Beurteilung des Preisgerichtes heißt es zu dem Siegerentwurf:

„Das neue Gebäude stellt einen besonderen städtebaulichen Beitrag dar. Ein identitätsstiftendes Haus entsteht, das die drei unterschiedlichen Nutzer in differenzierter Weise in den Stadtraum präsentiert – vier Himmelsrichtungen, gleich vier Gesichter. Die differenzierte Kubatur erzeugt in ihrer Komposition spannungsvolle Fassaden, die von viergeschossig bis siebengeschossig ausformuliert werden und die Ecken Süd-West und Nord-Ost mit Hochpunkten belegen. Die abgestaffelte Terrassierung zu den Straßenzügen schafft einen Übergang zu den jeweiligen Eingangsbereichen. Dadurch wirkt der Komplex einladend und zeigt sich mit seinem räumlichen Netzwerk als offenes, einladendes Haus in alle Himmelsrichtungen.

Die Gestaltung folgt einer sehr konzeptionellen Idee – ein transparent, flexibel nutzbarer Raum und Konstruktionsstruktur bilden sich nach außen und nach innen ab. Nach außen bildet das Raster große Schaufenster; schafft eine gute Vermittlung in den Außenraum. Nach innen entsteht eine Clusterwelt, die Anmutungen des Green Design beinhaltet.

Eine gute Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sind durch die systematische Typologie der Module gegeben. Eine hohe Nutzungsflexibilität lässt erwarten, dass das Gebäude den Wünschen der Nutzer folgen kann. Die Auswahl der Materialien unterstützt das Nachhaltigkeitskonzept und sorgt für eine gute Behaglichkeit.

Insgesamt stellt der sehr gute Beitrag– einen Prototyp für die Zukunft wissenschaftlichen Arbeitens mit einer hohen Identität dar. Für Mitarbeiter als auch Besucher öffnet sich das Haus lebensnah und grün, offen und kommunikativ."

Die Jury hat die mit dem ersten Preis ausgezeichnete Arbeit einstimmig zur weiteren Bearbeitung und Realisierung empfohlen. Insgesamt entschied das Preisgericht wie folgt:

1. Preis: Heinle, Wischer und Partner, Freie Architekten GbR, Stuttgart
2. Preis: BHBVT Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
3. Preis: Staab Architekten GmbH, Berlin

Eine Anerkennung erhielten Henn GmbH, München und Gerber Architekten GmbH, Dortmund mit FC Planung GmbH, Heidelberg.
In einem Bewerbungsverfahren wurden vorab acht Teilnehmende ausgewählt und alle acht haben eine Arbeit in Form von Architekturplänen und einem Modell eingereicht.
Alle acht eingereichten Arbeiten sind ab dem 15. Juni unter www.dkfz.de öffentlich einsehbar. Aufgrund der Corona-Pandemie ist keine Ausstellung vor Ort möglich.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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