Nr. 14

Stefan Pfister wird mit Thomas und Doris Ammann-Preis geehrt

Ein Mann steht vor einem modernen Gebäude. Er trägt ein schwarzes Jackett und ein hellblaues Hemd. Der Gesichtsausdruck ist freundlich, während er in die Kamera lächelt. Im Hintergrund sind Fenster und Pflanzen zu sehen.
Stefan Pfister

Das Universitäts-Kinderspital Zürich und die Thomas und Doris Ammann Stiftung zeichnen Stefan Pfister, Direktor des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ), Abteilungsleiter am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), Professor an der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und Kinderonkologe am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) mit dem Thomas und Doris Ammann-Preis aus. Damit würdigen sie seine zukunftweisenden Beiträge zur Erforschung und Entwicklung neuer Diagnose- und Therapieverfahren bei kindlichen Hirntumoren. Der mit 200.000 Schweizer Franken dotierte Preis wird Stefan Pfister am 12. März 2026 im Universitäts-Kinderspital Zürich verliehen.

 

Das „Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg“ (KiTZ) ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und der Universität Heidelberg (Uni HD).

Die Auszeichnung würdigt Stefan Pfisters wegweisende Beiträge zur Erforschung kindlicher Hirntumoren. Als Direktor des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ), Abteilungsleiter am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und Kinderonkologe am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) hat er die molekulargenetische Charakterisierung von Hirntumoren entscheidend vorangebracht. 

Stefan Pfisters Forschung führte zur Identifizierung mehrerer bislang unbekannter genetischer Veränderungen, die zur Entstehung verschiedener Hirntumorarten bei Kindern und Jugendlichen beitragen. Darunter befinden sich Mutationen, die neue therapeutische Angriffspunkte eröffnen, ebenso wie genetische Veränderungen, die auf erbliche Krebsveranlagung hinweisen. Seine Arbeiten haben maßgeblich dazu beigetragen, biologische Grundlagen von kindlichen Hirntumoren besser zu verstehen und präzisere, individuell zugeschnittene Therapien zu ermöglichen. 

Ein weiterer Meilenstein ist die Mitentwicklung einer neuen, molekular basierten Klassifikation von Hirntumoren, die inzwischen Eingang in die internationale WHO-Klassifikation gefunden hat. Grundlage hierfür ist ein in Heidelberg entwickeltes KI-basiertes Verfahren zur sogenannten DNA-Methylierungsanalyse. Diese Methode wird heute weltweit eingesetzt, um kindliche Tumoren präzise zu diagnostizieren und Patientinnen und Patienten die jeweils bestmögliche Therapie empfehlen zu können.

Im Jahr 2016 initiierte Stefan Pfister die Gründung des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ). Das KiTZ vereint erstmals in Deutschland Forschung und klinische Versorgung von krebskranken Kindern und Jugendlichen unter einem Dach und schafft so ideale Voraussetzungen für die schnelle Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse in innovative Therapien. 

Seit 2012 leitet Pfister die Abteilung für Pädiatrische Neuroonkologie am DKFZ. Er ist Professor an der Medizinischen Fakultät Heidelberg und Kinderonkologe am Universitätsklinikum Heidelberg. Darüber hinaus engagiert er sich in führenden europäischen Forschungsinitiativen mit dem Ziel, neue, wirksamere und zugleich schonendere Krebstherapien für Kinder zu entwickeln. 

„Diese Auszeichnung ist eine große Ehre für mich und das gesamte Team“, sagt Stefan Pfister. „Ich danke der Thomas und Doris Ammann Stiftung und dem Universitäts-Kinderspital Zürich sehr herzlich für diese herausragende Anerkennung. Der Preis unterstreicht die Bedeutung internationaler und interdisziplinärer Zusammenarbeit in der pädiatrischen Krebsforschung. Er ist zugleich Ansporn, unsere Forschung auch weiterhin mit aller Kraft und im Sinne unserer Patienten voranzutreiben, um die Heilungschancen für krebskranke Kinder weiter zu verbessern und Langzeit-Folgen zu reduzieren.“ 

Zu den zahlreichen wissenschaftlichen Auszeichnungen Stefan Pfisters zählen unter anderem der Deutsche Krebspreis (2013), der Léopold Griffuel Award (2021), der Landesforschungspreis Baden-Württemberg (2022) sowie der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (2023). 

Thomas und Doris Ammann Stiftung:

Die Thomas und Doris Ammann Stiftung wurde 2021 gemäß dem letzten Willen der Zürcher Kunsthändlerin Doris Ammann gegründet. Sie hinterließ eine hochkarätige Kunstsammlung, deren Ursprünge auf ihren 1993 verstorbenen Bruder Thomas Ammann zurückgehen, und die sie und ihr Lebenspartner Georg Frei seither stetig erweiterten. Doris Ammann ordnete testamentarisch an, dass die Kunstsammlung verkauft wird, um gemeinnützige Zwecke zu unterstützen. Die Stiftung engagiert sich gemeinsam mit Institutionen, denen Thomas und Doris Ammann nahestanden, für Projekte der Humanmedizin, der Kunstwissenschaft und der Bildung und entwickelt nachhaltige Partnerschaften. 

Ein Bild steht zum Download zur Verfügung unter:
https://www.kitz-heidelberg.de/fileadmin/media/kitz/news/2023/230525-Pfister-KiTZ.jpg

Bildunterschrift: 
Für seine wegweisenden Beiträge zur Erforschung kindlicher Hirntumoren wird der Wissenschaftler und Kinderonkologe Stefan Pfister heute in Zürich mit dem Thomas und Doris Ammann-Preis geehrt.

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Über das DKFZ

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, Interessierte und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs.

Um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Patientinnen und Patienten zu verbessern, betreibt das DKFZ gemeinsam mit exzellenten Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland Translationszentren:

  • Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT, 6 Standorte)
  • Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK, 8 Standorte)
  • Hopp-Kindertumorzentrum (KiTZ) Heidelberg
  • Helmholtz-Institut für translationale Onkologie (HI-TRON) Mainz – ein Helmholtz-Institut des DKFZ
  • DKFZ-Hector Krebsinstitut an der Universitätsmedizin Mannheim
  • Nationales Krebspräventionszentrum (gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe)

Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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