Nr. 28

Stefan Pfister neuer Sprecher des DKTK

Ein Mann steht in einem Anzug vor einem modernen Gebäude mit großen Fenstern. Er lächelt freundlich in die Kamera. Die Umgebung ist grün und angenehm gestaltet.
Stefan Pfister

Mit Beginn der neuen Förderperiode 2026 bis 2030 hat das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) einen neuen Sprecher: Stefan Pfister, Direktor am Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ), Leiter der Abteilung Pädiatrische Neuroonkologie am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) sowie Kinderonkologe am Universitätsklinikum Heidelberg, übernimmt das Amt von Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des DKFZ, der das DKTK in den vergangenen zehn Jahren maßgeblich geprägt hat.

 

Das DKTK ist eines der acht Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung und verbindet das DKFZ mit universitären Partnerstandorten in ganz Deutschland. Ziel ist es, Erkenntnisse aus der Krebsforschung schneller in innovative Diagnose- und Therapieansätze für Patientinnen und Patienten zu überführen.

„Das DKTK steht beispielhaft für die erfolgreiche Übersetzung von Grundlagenforschung in Innovationen für Patientinnen und Patienten“, sagt Stefan Pfister. „Ich freue mich riesig darauf, gemeinsam mit den Partnerstandorten die translationale Krebsforschung und den Transfer weiter voranzubringen und damit innovative, datengetriebene und personalisierte Ansätze für Patientinnen und Patienten in Deutschland und darüber hinaus noch schneller verfügbar zu machen.“

Pfister zählt international zu den führenden Experten auf dem Gebiet der pädiatrischen Onkologie und Präzisionsonkologie. Unter seiner Mitwirkung wurden zahlreiche nationale und internationale Forschungsinitiativen etabliert, die neue molekulare Diagnoseverfahren und innovative Therapien für Krebserkrankungen vorantreiben.

Michael Baumann hatte das Sprecheramt seit 2016 inne. In dieser Zeit entwickelte sich das DKTK zu einer zentralen Plattform der translationalen Krebsforschung in Deutschland. Unter seiner Leitung wurden standortübergreifende Forschungsprogramme ausgebaut, gemeinsame Infrastrukturen geschaffen und neue präklinische Studieninitiativen etabliert.

„Ich freue mich sehr, dass mit Stefan Pfister eine wissenschaftlich herausragende Persönlichkeit die Sprecherrolle übernimmt, die neue Impulse für die nächste Entwicklungsphase des DKTK setzen wird“, erklärt Baumann. „Die vergangenen zehn Jahre haben eindrucksvoll gezeigt, wie wirkungsvoll die enge Vernetzung von außeruniversitärer Forschung im DKFZ und weiteren Institutionen mit universitärer Medizin in führenden Universitätsklinika sein kann. Durch das Zusammenwirken von vorbereitenden präklinischen Arbeiten im DKTK und der Umsetzung in frühe akademisch getriebene klinische Studien im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) können wir in Deutschland das gesamte translationale Kontinuum im Bereich der Krebsforschung abdecken.“

Stellvertretende Sprecherin des DKTK ist seit 2025 Melanie Börries, die Direktorin des Instituts für Medizinische Bioinformatik und Systemmedizin am Universitätsklinikum Freiburg. Mit der neuen Förderperiode will das DKTK seine Aktivitäten insbesondere in den Bereichen Präzisionsonkologie, Prävention, Datenwissenschaften, präklinische Translation und Transfer weiter stärken. Dabei sollen Forschungsergebnisse noch schneller in Studien und Innovationen für Krebspatientinnen und -patienten überführt werden.

Kontaktieren Sie uns

Mitarbeiterbild

Press Contact

Über das DKFZ

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, Interessierte und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs.

Um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Patientinnen und Patienten zu verbessern, betreibt das DKFZ gemeinsam mit exzellenten Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland Translationszentren:

  • Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT, 6 Standorte)
  • Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK, 8 Standorte)
  • Hopp-Kindertumorzentrum (KiTZ) Heidelberg
  • Helmholtz-Institut für translationale Onkologie (HI-TRON) Mainz – ein Helmholtz-Institut des DKFZ
  • DKFZ-Hector Krebsinstitut an der Universitätsmedizin Mannheim
  • Nationales Krebspräventionszentrum (gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe)

Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

Formular

Formulardaten werden geladen ...