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Harald zur Hausen zum Vorstand der EU-Mission „Krebs“ berufen

Nr. 31c2 | 05.07.2019

Die fünf „Missionen" sind eine der wichtigsten Neuerungen des EU-Forschungsförderprogramms „Horizon Europe". Sie zielen darauf ab, Lösungen für einige der größten Herausforderungen unserer Welt zu finden – es geht um Krebs, Klimawandel, gesunde Ozeane, klimaneutrale Städte sowie um gesunde Böden und Lebensmittel.

Harald zur Hausen
© Uwe Anspach/DKFZ

Der EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovationen, Carlos Moedas, verkündete nun den offiziellen Auftakt der „Missionen". Jede „Mission" wird von einem 15-köpfigen Expertengremium koordiniert, das von einem herausragende Vertreter aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik als Vorstand geleitet wird. Der Nobelpreisträger und langjährige Vorstandvorsitzende Harald zur Hausen übernimmt den Vorsitz der „Mission Krebs".

Bis Ende 2019 werden die Vorstände konkrete Ziel- und Zeitpläne für ihre „Mission" vorlegen, die bei den ersten Europäischen Forschungs- und Innovationstagen vom 24. bis 26. September in Brüssel diskutieren werden sollen.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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