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Stabsstelle Krebsprävention und WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle

Krebsrisiken – das sagt die Wissenschaft

Krebsrisiken – das sagt die Wissenschaft

© DKFZ, Stabsstelle Krebsprävention

Gesundheitliche Folgen des Rauchens

Tabakrauch enthält zahlreiche Schadstoffe, die beim Inhalieren über die Lunge sehr schnell und effizient aufgenommen werden. Rauchen schädigt nahezu jedes Organ des Körpers und ist der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für chronische, nichtübertragbare Krankheiten (noncommunicable diseases, NCD). Rauchen ist weltweit für rund acht Millionen vorzeitige Todesfälle jährlich und in Deutschland für etwa 127.000 Todesfälle pro Jahr verantwortlich.

Gesundheitsschäden durch Zigaretten-, Zigarren- und Pfeifenrauchen

Gesundheitsschäden durch Zigaretten-, Zigarren- und Pfeifenrauchen
© DKFZ, Stabsstelle Krebsprävention

Durch Rauchen verursachte Krebserkrankungen

Das Inhalieren von Tabakrauch verursacht bis zu 90 Prozent der bösartigen Geschwulste (Karzinome) der Organe, die mit dem Tabakrauch direkt in Kontakt kommen, wie Mundhöhle, Kehlkopf, Speiseröhre und Lunge. Nach heutigem Wissensstand lassen sich bis zu 85 Prozent der Todesfälle infolge von Lungenkrebs auf Tabakkonsum zurückführen – bei keiner anderen Krebsart kann ein Rauchstopp so viele Todesfälle vermeiden. Ein deutlicher Zusammenhang zwischen Rauchen und Krebs besteht auch bei folgenden Krankheitsbildern: Krebs im Nasen- und Rachenraum, Krebs der Leber, Bauchspeicheldrüse, Niere und Harnblase sowie bei Brust und Gebärmutterhalskrebs und bei bestimmten Formen der Leukämie.

Vorteile eines Rauchstopps: Nach einem Rauchstopp sinkt das Risiko für Kehlkopf-, Mundhöhlen-, Speiseröhren-, Bauchspeicheldrüsen- und Blasenkrebs ab. Zehn Jahre nach einem Rauchstopp ist das Lungenkrebsrisiko nur noch halb so hoch wie bei einem dauerhaften Raucher.

Durch Rauchen verursachte Herz-Kreislauferkrankungen

Rauchen verengt die Blutgefäße und erhöht den Blutdruck. Tabakrauch schädigt die innere Auskleidung der Blutgefäße (Endothel) und verändert die Zusammensetzung der Blutfette ungünstig: Er erhöht die Menge an "schlechtem" LDL-Cholesterin (low density lipoprotein) und verringert die Menge an "gutem" HDL-Cholesterin (high density lipoprotein). Außerdem fördert er die Bildung von Blutgerinnseln, die die Blutgefäße verstopfen (Thrombose). All diese Prozesse begünstigen die Entstehung von Blutgefäßverengungen (Atherosklerose). Tabakrauch schädigt zudem die Muskulatur des Herzens und verschlechtert die Versorgung der Muskulatur mit Sauerstoff. Bereits ein mäßiger Zigarettenkonsum erhöht daher – insbesondere bei Männern – das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und periphere arterielle Verschlusskrankheiten (Raucherbein etc.) deutlich. Raucher haben ein um 65 Prozent höheres Risiko für einen Herzinfarkt als Nichtraucher. Etwa 30 Prozent der rund 120.000 jährlich in Deutschland durch das Rauchen bedingten Todesfälle entfallen auf Herz-Kreislauferkrankungen.

Vorteile eines Rauchstopps: Bereits eine Woche nach dem Rauchstopp sinkt der Blutdruck. Zwei Jahre nach dem Rauchstopp hat ein Exraucher fast das gleiche Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen wie ein Nie-Raucher. Ein Rauchstopp verbessert außerdem die medikamentöse Therapie bei Herz-Kreislauferkrankungen.

Atherosklerose und Lungenveränderungen bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) infolge des Rauchens

Atherosklerose und Lungenveränderungen bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) infolge des Rauchens. Mechanismen der Entstehung und des Fortschreitens.
© DKFZ, Stabsstelle Krebsprävention

Durch Rauchen verursachte Atemwegserkrankungen

Tabakrauch löst in den Atemwegen Entzündungsreaktionen aus, schädigt das Gewebe und verstärkt die Produktion von Bronchialschleim. Außerdem beeinträchtigt er den Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege und führt dadurch zu einem Schleimstau in den Bronchien. Zudem vergrößert er die Muskulatur der kleinen, engen Atemwege tief in der Lunge, zerstört die Lungenbläschen und beeinträchtigt das Immunsystem. Die Folge: chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD), wobei das Erkrankungsrisiko bei rauchenden Frauen drei- bis viermal höher ist als bei rauchenden Männern. Circa 90 Prozent der über sechs Millionen Menschen in Deutschland mit COPD rauchen, haben geraucht oder sind permanent Tabakrauch ausgesetzt (Passivrauchen). COPD gehört in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen.

Vorteile eines Rauchstopps: Ein Rauchstopp ist die einzige wirksame und kosteneffektive Maßnahme, das Risiko für eine COPD zu senken und den Verlauf der Erkrankung zu verlangsamen. Eine Reduzierung des Tabakkonsums hingegen beeinflusst den Krankheitsverlauf nicht.

Weitere gesundheitliche Auswirkungen des Rauchens

Rauchen schädigt die Augen, den Zahnhalteapparat, den Verdauungstrakt, das Skelett, die Geschlechtsorgane und die Fruchtbarkeit. Rauchen beeinträchtigt die Schwangerschaft, schädigt das Ungeborene nachhaltig und richtet auch schon bei rauchenden Jugendlichen gesundheitlichen Schaden an.

Alle Tabakprodukte sind gesundheitsschädlich

Nicht nur Zigaretten sind gesundheitsschädlich und verursachen Krebs, sondern auch andere Rauchtabakprodukte wie Wasserpfeifen, Zigarillos, Zigarren und Pfeifen sowie rauchlose Tabakprodukte wie Kau-, Lutsch- und Schnupftabak.

Selbst das Nikotin, das in allen Tabakprodukten enthalten ist und für deren abhängig machende Wirkung verantwortlich ist, steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen, das Wachstum bestehender Tumoren zu fördern und den Erfolg von Krebstherapien zu beeinträchtigen.

Weitere Publikationen zum Thema finden Sie unter Downloads.

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