Nachwuchsgruppe

Hirngenom-Mosaizismus und Tumorgenese

  • Funktionelle und Strukturelle Genomforschung
  • Nachwuchsgruppe
Porträt einer Frau mit langen, dunklen Haaren, die in die Kamera lächelt. Sie trägt ein hellblaues Oberteil mit einem zarten Muster. Der Hintergrund ist einfarbig und hell.

Dr. Pei-Chi Wei

Principal Investigator

Nicht alle Gehirnzellen haben die gleiche DNA. Einige dieser Veränderungen entstehen früh im Leben und könnten eine Rolle bei der Entstehung von Krankheiten wie Krebs spielen. Unser Labor untersucht, wie diese DNA-Veränderungen entstehen, wie sie an andere Zellen weitergegeben werden und wie sie sich im Gehirn ausbreiten.

Eine stilisierte Darstellung eines Gehirns, unterteilt in vierfarbige Segmente: Blau, Orange, Rot und Lila. Das Bild symbolisiert unterschiedliche Denkprozesse oder Funktionen des Gehirns. Unter dem Gehirn sind kleine Verbindungen angedeutet, die auf Interaktion oder Kommunikation hinweisen.

Unsere Mission: Die Rolle der DNA-Vielfalt für die Gesundheit des Gehirns entschlüsseln

Eine schematische Darstellung des menschlichen Gehirns mit hervorgehobenen Bereichen, die in verschiedenen Farben dargestellt sind. Daneben befinden sich Balkendiagramme in unterschiedlichen Farben, die eine Analyse oder Vergleich von Daten darstellen. Dieser Inhalt bezieht sich auf Mosaizismus und Tumorgenese im Gehirn.

Die Entwicklung des Gehirns ist ein dynamischer Prozess  
Das menschliche Gehirn besteht aus Milliarden von Neuronen und Astrozyten, die durch Hunderte von Teilungen neuraler Vorläuferzellen entstehen. Bemerkenswerterweise bilden sich die meisten dieser Zellen innerhalb von nur 24 Wochen während der fetalen Entwicklung. Dieser Prozess ist sowohl zeitlich als auch räumlich sorgfältig koordiniert und formt das etwa 400 g schwere Gehirn des Neugeborenen.

Mein Labor untersucht grundlegende Fragen: Woher wissen neurale Vorläuferzellen, wann sie aufhören müssen, sich zu teilen? Warum und wie verlängern sie ihre Zellzyklen? Führt die schnelle Zellteilung zu einer erhöhten DNA-Schädigung in diesen Zellen? Das Verständnis dieser Mechanismen ist entscheidend, um aufzudecken, wie Hirntumore entstehen, fortschreiten und sich entwickeln.

Methoden und Technologien 
Wir haben experimentelle und analytische Werkzeuge entwickelt, um die Wechselwirkungen zwischen den zellulären Mechanismen aufzudecken, die für das Kopieren und Ablesen von DNA-Sequenzen verantwortlich sind. Mithilfe von Hochdurchsatz-Sequenzierungstechnologien messen wir den Zeitpunkt und die Geschwindigkeit der DNA-Replikation und untersuchen den transkriptionellen „Verkehr“, der durch die Mechanismen zur Entschlüsselung der DNA entsteht.

Darüber hinaus erstellen wir Mausmodelle, um zu untersuchen, wie neuronale Stammzellen während der frühen Gehirnentwicklung um Raum und Ressourcen konkurrieren. Zu unserer Arbeit gehört auch die Entwicklung experimenteller Systeme, die es uns ermöglichen, „in der Zeit zurückzureisen“ und das Verhalten neuronaler Stammzellen in frühen Entwicklungsstadien in späteren Lebensphasen nachzuverfolgen.

Ziele und gesellschaftliche Relevanz 
Die Prävention von Hirntumoren steht vor erheblichen Herausforderungen, da unser Verständnis darüber, wie frühe zelluläre Prozesse dazu beitragen, begrenzt ist.

Forschungsprojekte

Der Aufbau eines Gehirns erfordert unzählige Zellteilungszyklen, und bei jeder Teilung müssen drei Milliarden Buchstaben unseres genetischen Codes originalgetreu kopiert werden. Manchmal gerät der Kopiermechanismus ins Stocken, und die lange DNA-Kette reißt. Wenn die Zelle die gebrochenen Enden falsch wieder zusammenfügt, gehen ganze Teile der genetischen Anweisungen verloren oder werden versehentlich dupliziert – ungeplante Verluste und Gewinne, die die Zelle nie vorgesehen hatte. Diese Veränderungen gehören zu den stärksten bekannten Risikofaktoren für Autismus und Hirntumore. Doch warum sie immer wieder an denselben Stellen auftreten, blieb bislang ein Rätsel.
In einer neuen Studie, die in Nature Communications veröffentlicht wurde, haben wir eine grundlegende Ursache identifiziert. Anhand der Stammzellen, aus denen das Gehirn entsteht, haben wir uns auf eine Handvoll „Schwachstellen“ im genetischen Code konzentriert. Diese befinden sich in den längsten Genen, die von Gehirnzellen genutzt werden – genau jenen Genen, die den Neuronen helfen, sich zu verbinden und miteinander zu kommunizieren – und sie reißen besonders leicht, wenn die DNA-Kopie ins Stocken gerät.
Wir haben gezeigt, dass diese Schwachstellen der Ausgangspunkt für die ungeplanten Verluste sind. Das Brechen selbst ist vorhersehbar – es geschieht jedes Mal an denselben Stellen, wenn die DNA-Kopie unter Stress steht –, die Reparatur jedoch nicht: Manche Zellen heilen sauber, manche verlieren immer wieder denselben Abschnitt und bilden so die bei Krankheiten beobachteten wiederkehrenden Veränderungen, und andere flicken den Schaden zu großen, einzigartigen Neuanordnungen zusammen, wodurch jedes Neuron einen leicht unterschiedlichen Satz genetischer Bausteine erhält. Dasselbe vorhersehbare Ereignis ist „Pech“ für Zellen, deren Reparatur

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

Team

Kurzer Beschreibungstext zur Vorstellung der Teammitglieder.

  • Porträt einer Frau mit langen, dunklen Haaren, die in die Kamera lächelt. Sie trägt ein hellblaues Oberteil mit einem zarten Muster. Der Hintergrund ist einfarbig und hell.

    Dr. Pei-Chi Wei

    Principal Investigator

  • Eine lächelnde Person in einem Laborkittel sitzt an einem Tisch in einem Labor. Die Umgebung ist mit Reagenzgläsern, Laborausrüstung und verschiedenen Flüssigkeiten in Behältern ausgestattet. Die Person trägt blue Handschuhe und arbeitet mit einem Probenröhrchen.

    Lorenzo Corazzi

    Ph.D. student

  • Eine junge Wissenschaftlerin in einem Labor trägt einen Laborkittel und Gummihandschuhe. Sie lächelt und steht neben einem Tisch mit verschiedenen Laborgläsern und Geräten. Im Hintergrund sind grüne Probenbehälter sichtbar.

    Giulia Di Muzio

    Ph.D. student

  • Ein lächelnder Mann in einem Labor trägt einen weißen Laborkittel und eine Maske. Er hält eine Pipette in der Hand und arbeitet an einem Tisch mit wissenschaftlichen Geräten und Proben. Im Hintergrund sind Regale mit Laborutensilien sichtbar.

    Boyu Ding

    Ph.D. student

  • Mitarbeiterbild

    Mila Duerink

    Masters student (Home Uni: Leiden, Leiden, NL)

  • Ein Mann in einem Labor sitzt auf einem Stuhl und trägt einen weißen Laborkittel. Er hat kurze, dunkle Haare und eine Brille. Der Hintergrund zeigt Laborausrüstung und Materialien, die für wissenschaftliche Arbeiten verwendet werden.

    Marco Giaisi

    Lab Manager

  • Mitarbeiterbild

    Dr. Alex Ing

    Senior Scientist

  • Mitarbeiterbild

    Hsin-Jui Lu

    Ph.D. student

  • Mitarbeiterbild

    Maya Thomas

    Masters student (Home uni: Sorbonne, Paris, FR)

Gesamtes Team

Assoziierte Mitglieder

Michael Allers
M.D. student with Prof. Dr. Dr. Peter Huber (E055)
E-mail: m.allers(at)dkfz-heidelberg.de
Phone: +49 6221 42 3249

 

Ausgewählte Publikationen

2026 - Nature Communications
2025 - bioRxiv
2024 - Nature Communications
2024 - Nature
2020 - PNAS
2016 - Cell

Offene Stellen

Replikationsstress ist ein Kennzeichen von Krebs. Die Überexpression von Onkogenen, der Verlust von Tumorsuppressoren und andere, noch unbekannte Faktoren begünstigen naturgemäß die Entstehung von DNA-Brüchen durch Replikationsstress. Es wird vermutet, dass dieser endogene Replikationsstress nicht nur das Fortschreiten von Krebs vorantreibt, sondern auch dessen Evolution begünstigt. Paradoxerweise hat sich jedoch die Erhöhung des Replikationsstresses – durch gezielte Beeinflussung des DNA-Replikationsapparats – auch als wirksame Strategie zur selektiven Abtötung von Krebszellen herausgestellt.

Unser Labor sucht derzeit einen Doktoranden, der die Mechanismen untersucht, die diesem Achillesferse des Krebses zugrunde liegen: dem Replikationsstress. Wir haben sowohl computergestützte als auch experimentelle Werkzeuge entwickelt, um die molekularen Prozesse, die zu DNA-Brüchen im Genom von Krebszellen führen, mit einer Auflösung auf Einzelnukleotid-Ebene zu analysieren.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den PI.

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Porträt einer Frau mit langen, dunklen Haaren, die in die Kamera lächelt. Sie trägt ein hellblaues Oberteil mit einem zarten Muster. Der Hintergrund ist einfarbig und hell.

Dr. Pei-Chi Wei

Principal Investigator
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