Tabakerhitzer

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Mit den Tabakerhitzern bringen die Tabakkonzerne in Deutsch­land seit 2017 neuartige Tabakprodukte auf den Markt, die sie als weniger gesundheitsschädlich als herkömmliche Ziga­retten bewerben. In Deutschland ist derzeit nur das Produkt von Philip Morris International (PMI) auf dem Markt (IQOS). In anderen Ländern ist auch ein vergleichbares Produkt von British American Tobacco (BAT) erhältlich (glo). Zu Schadstoffen des Aerosols und zu möglichen Gesund­heitsgefahren liegen derzeit vor allem Studien der Hersteller (v. a. von PMI und BAT) vor, die wegen des bestehenden Interessenkonflikts kritisch betrachtet werden müssen, und nur wenige unabhängige Untersuchungen.

Gesundheitsgefährdung

Die Gesundheitsgefährdung von Tabakerhitzern – insbeson­dere bei langfristigem Konsum – ist derzeit unbekannt, da die Produkte neu auf dem Markt sind und geeignete Langzeitstu­dien fehlen. Bei Personen, die für einige Tage von Zigaretten auf IQOS umgestiegen sind, liegen (entsprechend Herstel­lerstudien) die Stoffwechselprodukte einzelner Substanzen, die als Biomarker für eine Belastung mit der jeweiligen Substanz gelten, in deutlich geringen Konzentrationen vor als bei Rauchern. Inwiefern sich diese reduzierte Belastung lang­fristig in eine geringere Gesundheitsgefährdung überträgt, lässt sich derzeit jedoch nicht abschätzen. Unabhängige Wissenschaftler, die die Daten von Hersteller­studien erneut ausgewertet haben, kommen zu dem Ergebnis, dass IQOS die Lunge und die Leber schädigen könnte. Tabakerhitzer sind also trotz der geringeren Schadstoffbelastung keineswegs harmlos.
 
 
 Zur weiteren Vertiefung dienen die nachstehend aufgeführten Veröffentlichungen des Deutschen Krebsforschungszentrums, die als PDF-Datei heruntergeladen werden können.

Veröffentlichungen des Deutschen Krebsforschungszentrums

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