Rauchfrei den Lebensabend genießen

Es lohnt sich in jedem Alter, mit dem Rauchen aufzuhören!

Sie wollen aufhören - rufen Sie uns an!
© dkfz.de

Ältere Raucher haben zumeist viele Jahre lang stark geraucht und leiden deswegen zumeist bereits unter Symptomen oder Erkrankungen, die mit dem Rauchen zusammenhängen. Zu diesen Erkrankungen gehören Diabetes, Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen, Lungenfunktionsstörungen und Krebserkrankungen. Sie haben, nicht zuletzt infolge des jahrzehntelangen Nikotinkonsums, ein deutlich erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Gerade diese Raucher profitieren gesundheitlich besonders stark vom Rauchausstieg, der ihnen meistens erst dann vom Arzt dringend nahegelegt wird, wenn schwerwiegende oder zumindest behandlungsbedürftige Krankheitssymptome aufgetreten sind. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass diese Gruppe von Rauchern dennoch oft vernachlässigt wird, wenn es darum geht, zu einem Rauchstopp zu motivieren und dessen Umsetzung zu unterstützen. Das zeigt sich auch darin, dass es bisher keine spezifischen Entwöhnungsprogramme für Raucher ab der Lebensmitte gibt.

Viele dieser älteren Raucher fühlen sich kaum in der Lage, aus eigenem Antrieb den Rauchausstieg durchzuführen und durchzuhalten. Vielfach gehen sie von der Fehlannahme aus, dass in ihrem Alter sowieso ein Ausstieg zu spät komme und kaum mehr eine gesundheitliche Verbesserung mit sich bringen könne. Fakt ist allerdings, dass sich bespielsweise die Herz-Kreislauf-Situation wie auch die Lungenfunktion trotz fortgeschrittenen Alters zeitnah und nachhaltig verbessern.

Die (vornehmlich amerikanischen)Studien zeigen, dass Raucher zwischen 50 und 74 Jahren in Punkto Rauchstopp am besten von einer Kombination aus Beratung, Nikotinersatztherapie und einer altersangepassten Selbsthilfeanleitung zurecht kommen, um dauerhaft rauchfrei zu werden.

"Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass ich das noch einmal schaffe!" berichtet Rita G., eine pensionierte Lehrerin aus dem Ruhrgebiet, am Rauchertelefon. "Erst als ich krank geworden bin, wurde mir klar, dass ich so nicht weitermachen kann. Wenn ich nur schon früher darauf gekommen wäre, es mit dem Aufhören einmal ernsthaft zu probieren! Es geht mir jetzt viel besser."

Auch auf der Internetseite der DHS (Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V.) finden Sie Erfahrungsberichte von älteren Menschen, die abstinent geworden sind.

nach oben