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Umgang mit der Haut nach Strahlentherapie

Nr. 42k | 03.08.2022 | von jg

Die Haut von Krebserkrankten ist nach einer Bestrahlung empfindlich – vor allem im Gesicht, in den Achselhöhlen, in der Leiste und im Intimbereich, wenn diese Hautpartien im Bestrahlungsfeld liegen. Um Entzündungen zu vermeiden, sollte die Haut besonders geschont werden. Sind Waschen und Duschen trotzdem erlaubt? Und was ist mit Seifen, Cremes und Deos? Der Krebsinformationsdienst erklärt und gibt hilfreiche Tipps.

© Matthew Tkocz/unsplash.com

Ziel der Strahlentherapie ist es, Tumorzellen zu zerstören. Aber auch Hautzellen, die im Bestrahlungsfeld liegen, können durch die Therapie geschädigt werden. Als Folge ist der Zellverlust in der Haut größer als der Nachschub an neu gebildeten Zellen und der Abschuppungsprozess beschleunigt sich. Haut in Gesicht, Achselhöhlen, Leiste und im Intimbereich ist besonders empfindlich. Allerdings treffen moderne Bestrahlungsgeräte Tumoren immer gezielter und die Steuerung der Strahlung gelingt viel präziser. Entsprechend klein sind bei vielen Patientinnen und Patienten die Bereiche der Haut, die eine hohe Strahlendosis abbekommen. Dennoch ist vor, während und nach der Strahlentherapie Vorsicht geboten, um Hautentzündungen zu vermeiden.

Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums: „Sicherheitshalber sollten Krebspatientinnen und -patienten bei Ärzten oder Pflegenden immer nachfragen, wie die Haut im Bestrahlungsbereich gepflegt werden darf." Der Krebsinformationsdienst beantwortet alle Fragen rund um Krebs – kostenlos, neutral und auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Ärztinnen und Ärzte sind täglich von 8-20 Uhr unter 0800-420 30 40 oder per E-Mail krebsinformationsdienst@dkfz.de für Krebserkrankte, ihre Angehörigen und auch die interessierte Öffentlichkeit erreichbar.

Waschen und Duschen
Fachleute sind sich überwiegend einig: Bei den meisten Krebspatienten spricht nichts gegen kurzes vorsichtiges Waschen der Haut im Bestrahlungsfeld. Bei einer Kopfbestrahlung ist meist auch das behutsame Waschen der Haare möglich. Dennoch empfiehlt es sich, folgende Hinweise zu beachten:

  • Im Bestrahlungsfeld möglichst nur kurz waschen oder abduschen, damit die Haut nicht aufweicht. Dabei auch an den entstehenden Wasserdampf denken!
  • Lauwarmes Wasser verwenden, da die Haut unter Umständen empfindlicher als sonst auf kalte und warme Temperaturen reagiert.
  • Um unnötige Reizungen zu vermeiden, keine oder aber nur milde Seifen verwenden.
  • Besonders wichtig ist: Die Haut nicht abrubbeln, sondern mit einem weichen Handtuch nur abtupfen. Die Haut vor allem in Hautfalten wie im Halsbereich, in der Achselhöhle oder in der Bauch- und Leistengegend gut abtrocknen.
  • Vor allem frisch bestrahlte Haut reagiert empfindlich auf Temperaturreize. Daher die Haare nicht zu heiß föhnen oder an der Luft trocknen lassen.

Hautpflegemittel und Rasieren
Fachleute empfehlen, während und auch einige Zeit nach einer Bestrahlung mit Deodorants, alkoholhaltigen Pflegeprodukten, Parfüm, ätherischen Ölen oder medizinischen Salben auf der direkt bestrahlten Haut vorsichtig zu sein. Ob das Rasieren oder Epilieren von Körperhaaren an den bestrahlten Stellen erlaubt ist, sollte unbedingt bei den behandelnden Ärzten erfragt werden. Die Haut wird dabei nämlich stark belastet. Um die bestrahlte Haut möglichst nicht zu verletzen, ist eine Trockenrasur mit einem elektrischen Rasierapparat der Nassrasur vorzuziehen.

Entzündete Haut
Kommt es doch zu Hautentzündungen im Bestrahlungsbereich, ähneln erste Symptome oft einem Sonnenbrand: Die Haut juckt, sie rötet sich und schwillt an oder ist überwärmt. Später können auch nässende Stellen auftreten. Patienten sollten diese Auffälligkeiten umgehend dem behandelnden Arzt oder der Ärztin mitteilen und auch zeigen. Solche Hautveränderungen, auch Strahlendermatitis genannt, können harmlos sein, aber auch auf eine stärkere Schädigung des Gewebes hinweisen. Ohne Rücksprache mit dem Arzt sollte der schnelle Griff zu Cremes oder Salben vermieden werden. Patientinnen und Patienten sollten auf keinen Fall einfach Antibiotika zum Schutz nehmen. Auch wenn aktuelle Forschungsergebnisse darauf hindeuten, dass eine Behandlung zur Bekämpfung von Bakterien im Bestrahlungsfeld vor und während der Bestrahlung das Ausmaß der Strahlendermatitis eventuell reduzieren könnte, sind weitere Studien hierzu noch abzuwarten.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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