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Ralf Bartenschlager erhält den Ernst Jung-Preis für Medizin 2022

Nr. 29c2 | 13.05.2022

Ralf Bartenschlager, Virologe am Deutschen Krebsforschungszentrum und am Universitätsklinikum Heidelberg, erhält mit dem diesjährigen Jung-Preis eine weitere renommierte Auszeichnung. Er hat mit seinen Forschungsergebnissen unter anderem dazu beigetragen, dass eine erfolgreiche Behandlung der chronischen Hepatitis C-Infektion entwickelt werden konnte.

Ralf Bartenschlager
© DKFZ/Schwerdt

Ralf Bartenschlager, Leiter einer Forschungsabteilung am Deutschen Krebsforschungszentrum sowie am Universitätsklinikum Heidelberg, wird mit dem Ernst Jung-Preis für Medizin 2022 ausgezeichnet. Er teilt sich die renommierte mit 300.000 Euro dotierte Auszeichnung mit Ingrid Fleming von der Goethe-Universität in Frankfurt. Die Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung verleiht die Preise am 12. Mai 2022 in Hamburg und würdigt damit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, „die mit ihren Projekten wesentlich zum Fortschritt der Humanmedizin beigetragen haben und dies auch in der Zukunft erwarten lassen."

Das Forschungsgebiet des Virologen Ralf Bartenschlager sind die RNA-Viren. Dazu zählen unter anderem das Hepatitis C-Virus (HCV), das Dengue- und das Zika-Virus sowie das SARS-Coronavirus-2. Bartenschlager ist es gelungen, seine Ergebnisse für die Praxis nutzbar zu machen. Er schuf mit seiner Arbeit die Basis für die Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung der Hepatitis C: Es gelang ihm erstmals, Hepatitis C-Viren in Zellkulturen reproduzierbar zu vermehren. Seitdem verwenden Wissenschaftler weltweit das von ihm entwickelte Vermehrungssystem, um den Erreger weiter zu erforschen und Wirkstoffe zu testen.

Das Vermehrungssystem, zusammen mit seinen Entdeckungen zu den molekularen Eigenschaften und zum Vermehrungszyklus des Hepatitis C-Virus, hat die erfolgreiche Behandlung der chronischen Leberinfektion überhaupt erst ermöglicht. Das erste Medikament gegen Hepatitis C wurde 2014 zugelassen, inzwischen führt die Therapie bei 95 Prozent der Betroffenen zu einer vollständigen Heilung der Infektion. Neben Hepatitis-Viren erforscht Bartenschlager mit seinem Team mit modernsten Bildgebungstechniken die Vermehrung weiterer Erreger, etwa der Coronaviren. Außerdem untersucht er die Wechselwirkung zwischen Viren und der körpereigenen Abwehr, die Wirkmechanismen antiviraler Therapien sowie die Entstehung von Therapieresistenzen.

Ralf Bartenschlager begann seine wissenschaftlichen Arbeiten am Hepatitis C-Virus 1993 bei Hoffmann-La Roche in Basel, Schweiz. Seit 2002 leitet er am Universitätsklinikum Heidelberg die Abteilung für Molekulare Virologie, seit 2014 parallel dazu die Abteilung „Virus-assoziierte Karzinogenese" am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und ist Sprecher des dortigen Forschungsschwerpunkts „Infektion, Entzündung und Krebs".

Für seine Hepatitis-Forschung hat er bereits mehrere hochrangige Auszeichnungen erhalten, darunter den Lautenschläger-Forschungspreis, den Robert-Koch-Preis, den Lasker~DeBakey Clinical Medical Research Award, den thailändischen Prince Mahidol Award sowie den „M.W. Beijerinck Virology Preis" der Königlich niederländische Akademie der Künste und Wissenschaften. Er ist außerdem Sprecher des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sonderforschungsbereiches (SFB/Transregio 179) „Determinanten und Dynamik der Elimination versus Persistenz bei Hepatitis-Virus-Infektionen" sowie einer der beiden wissenschaftlichen Sprecher des interdisziplinären Verbundprojektes der Helmholtz-Gemeinschaft „Virologische und immunologische Determinanten der COVID-19-Pathogenese – Lehren für die Vorbereitung auf zukünftige Pandemien (CoViPa)". Zudem ist er Präsident der Gesellschaft für Virologie.

Die Jung-Stiftung engagiert sich seit über 40 Jahren für den Fortschritt der Humanmedizin. Mit dem Ernst Jung-Preis für Medizin sowie zwei weiteren Preisen unterstützt sie die Wissenschaft mit jährlich mehr als einer halben Million Euro.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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