Strategische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Die neue Ausgabe des "einblick" ist erschienen

Nr. 54 | 06.10.2021 | von FB

Unter den unzähligen Stoffwechselprodukten, die der Körper tagtäglich produziert oder umwandelt, gibt es auch einige, die besonders den Tumoren nützen. So fördern bestimmte Abbauprodukte der Aminosäure Tryptophan die Ausbreitung der Krebszellen und unterdrücken das Immunsystem. Wie sich verhindern lässt, dass diese Moleküle dem Tumor in die Hände spielen, untersuchen Forscherinnen und Forscher am DKFZ. Mehr dazu und viele weitere Themen finden Sie in der neuen Ausgabe des einblick.

© DKFZ

Wie Blutgefäße beim Krebs mitreden
Dass den Blutgefäßen bei einer Krebserkrankung eine ganz entscheidende Rolle zukommt, ist seit langer Zeit bekannt. Von einem tiefen Verständnis ihrer Funktion ist die Forschung aber noch weit entfernt. Für ein Forschungsteam aus dem DKFZ steht fest: Blutgefäße sind mehr als nur passive Versorgungspipelines. Sie geben dem Tumor vielmehr die Richtung vor und zählen auch bei der Metastasierung zu den wichtigsten Akteuren.

Was Hirntumoren noch aggressiver macht
Glioblastome manipulieren offenbar ihre Umgebung, um dadurch die Immunabwehr gezielt zu unterdrücken. Das könnte einer der Gründe dafür sein, dass moderne Immuntherapien, die bei anderen Krebsarten teilweise gute Erfolge erzielen, bei diesen aggressiven Hirntumoren nicht anschlagen. Forscherinnen und Forscher des Deutschen Konsortiums für translationale Krebsforschung (DKTK) haben nun untersucht, wie es Glioblastomen gelingt, sich den Angriffen des Immunsystems zu entziehen – und machten dabei eine überraschende Entdeckung.

Warum die HPV-Impfung so wichtig ist
Krebs, der durch humane Papillomviren (HPV) ausgelöst wird, ist vermeidbar. Die Prävention hält hier mit der HPV-Impfung einen Trumpf bereit, der die Zahl der Fälle von Gebärmutterhalskrebs und weiterer HPV-bedingter Krebsarten auf ein Minimum reduzieren könnte. Sie wird aber bislang viel zu wenig in Anspruch genommen: In Deutschland sind weniger als die Hälfte der 15-jährigen Mädchen und nur ein sehr geringer Anteil der Jungen vollständig gegen HPV geimpft. Hier ließe sich das große Potential der Krebsprävention noch deutlich besser nutzen.

Das Magazin des Deutschen Krebsforschungszentrums kann kostenlos abonniert werden unter: www.dkfz.de/einblick 
Hier finden Sie auch Informationen zur einblick-App für iOS und Android.
Die neue Ausgabe ist zudem als PDF verfügbar unter: https://www.dkfz.de/de/presse/veroeffentlichungen/einblick/einblick-archiv/2021_2/einblick_02_2021_Web.pdf 

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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