Strategische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

"Wir sind für Sie da": 35 Jahre Krebsinformationsdienst

Nr. 53k | 23.09.2021 | von jg

Was genau passiert bei meiner Krebsbehandlung? Wo finde ich den besten Spezialisten? Wie entsteht Krebs überhaupt? Auch 35 Jahre nach der Gründung des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums sind dies nach wie vor die drei Hauptthemen, die Ratsuchende bewegen. Der Krebsinformationsdienst selbst hat sich dagegen kontinuierlich weiterentwickelt: Was 1986 als reines Telefonangebot mit einem kleinen Team startete, ist heute ein gut etablierter Informationsdienst, den Krebspatientinnen und -patienten, ihre Angehörigen und Fachleute auf unterschiedlichen Wegen nutzen können.

© Krebsinformationsdienst, DKFZ

Fragen zur Krebstherapie, grundlegende Informationen über Krebs und Hilfe bei der Suche nach Ansprechpartnern – das sind die häufigsten Anliegen der Nutzerinnen und Nutzer des Krebsinformationsdienstes. „Vieles hat sich im Laufe der Jahre verändert, die meistgefragten Themen sind jedoch gleichgeblieben. Sie machen ungefähr die Hälfte aller individuellen Anfragen aus, die unser Team beantwortet", sagt Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Die Ärztinnen und Ärzte beantworten kostenlos alle Fragen zu Krebs telefonisch unter 0800 - 4203040 und seit 2001 auch per E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de – das sind nun auch schon 20 Jahre und ein weiterer Grund zum Feiern. Alle Informationen des Krebsinformationsdienstes sind auf dem aktuellsten Stand der Forschung und frei von jeglichen wirtschaftlichen Interessen.

Bereits seit 1999 vermittelt der Krebsinformationsdienst auch auf seiner Internetseite umfassende Informationen rund um das Thema Krebs. Nicht nur Erkrankte und ihre Angehörigen finden im Webangebot verständliche Informationen: Das Online-Angebot richtet sich seit 2016 in einem gesonderten Bereich auch an Fachleute, die Krebspatienten versorgen. Dazu gehören etwa Ärzte, Pflegekräfte, Apotheker oder Psychologen.

Alle Informationen, die der Krebsinformationsdienst vermittelt, stellt die Arbeitsgruppe „Wissensmanagement" in einer internen Datenbank zur Verfügung. Sie ist das Herzstück des Krebsinformationsdienstes. Das Team aus Medizinern, Naturwissenschaftlern, Pharmazeuten, Psychoonkologen und Juristen aktualisiert und ergänzt sie täglich mit neuen Erkenntnissen aus Krebsforschung und Gesundheitsversorgung.

Das ist neu beim Krebsinformationsdienst
Auch in den sozialen Medien ist der Krebsinformationsdienst präsent: Inzwischen klärt der Dienst auf Facebook und auf Instagram zum Thema Krebs auf und beantwortet Kommentare. Wichtig zu wissen: Sobald sich Fragen auf die konkrete Erkrankungssituation einer Patientin oder eines Patienten beziehen, verweist die Internetredaktion auf die Ärztinnen und Ärzte im E-Mail-Service oder im Telefon-Dienst. Dort können Ratsuchende ihr Anliegen im Dialog mit den Medizinern klären, ihre Privatsphäre bleibt dabei gewahrt.

Etwa 75 Prozent der insgesamt 10,6 Mio. Besucher haben im Jahr 2020 die Internetseite des Krebsinformationsdienstes über mobile Endgeräte wie etwa Smartphone oder Tablet genutzt. Um diesen Nutzerinnen und Nutzern gerecht zu werden, hat der Krebsinformationsdienst reagiert: Seit April 2020 gibt es die Internetseite nicht nur im neuen Design, sie ist auch für mobile Endgeräte und damit nutzerfreundlicher aufgebaut.

Betroffene, Angehörige, Interessierte, aber auch Fachleute können beim Krebsinformationsdienst Broschüren, Bücher und schriftliche Informationsmaterialien bestellen oder downloaden. Zu den aktuellsten Publikationen zählen:

  • „Patientenzentrierte Information in der onkologischen Versorgung". Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes legen dar, wie sie mit typischen oder manchmal auch schwierigen Fragen von Patienten und Angehörigen umgehen. Springer Verlag (ISBN 978-3-662-60460-1)
  • „Ihr Weg durch die Krebserkrankung": Die Broschüre beantwortet allgemeine Fragen, die sich fast alle Menschen mit Krebs, aber auch deren Angehörige und Freunde stellen. Sie kann Betroffenen mit der Diagnose Krebs bei der Orientierung und auf ihrem Weg durch die Erkrankung helfen. Download oder kostenfreie Bestellung unter:
    https://www.krebsinformationsdienst.de/service/iblatt/index.php 

Informationen zu Krebs für alle
Wie lässt sich erreichen, dass möglichst viele Menschen Zugang zu hochqualitativer Krebsinformation erhalten – unabhängig von Sprachkenntnissen oder Bildungsgrad? Dafür will der Krebsinformationsdienst in Zukunft Informationen auch vermehrt in einfacher und leichter Sprache anbieten. Mit der Broschüre „Lungenkrebs – was nun?" in leichter Sprache wurde ein Anfang gemacht, weitere Themen sind in Arbeit. Auch ein Chat zur Krebsprävention, der derzeit in Kooperation mit Vertreterinnen der Selbsthilfe und Wissenschaftlerinnen der Uni Bielefeld und Hochschule Hannover entwickelt wird, soll niederschwelligen Zugang zu evidenzbasierten Informationen ermöglichen.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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