Kommunikation und Marketing

Drei DKFZ-Forscher als neue EMBO-Mitglieder gewählt

Nr. 43a | 07.07.2020 | von Thiel

Für ihre herausragenden Forschungsleistungen wurden Ursula Klingmüller, Ana Martin-Villalba und Aurelio Teleman in die europäische Wissenschaftsorganisation European Molecular Biology Organisation (EMBO) aufgenommen. Die EMBO vereint mehr als 1800 Wissenschaftler, die in ihren Forschungsgebieten als weltweit führend gelten.

Die Mitgliedschaft in der EMBO gilt international als Auszeichnung der wissenschaftlichen Exzellenz. Jährlich rekrutiert die Fachgesellschaft neue Wissenschaftler in ihr Netzwerk, nachdem diese von bestehenden Mitgliedern für ihre herausragende Forschung im Bereich der Lebenswissenschaften nominiert und ausgewählt wurden. Durch eine Tätigkeit als Ratsmitglied, durch die Auswertung von Förderanträgen oder als Mentor von Nachwuchswissenschaftlern können die Mitglieder die Inhalte der Organisation aktiv mitgestalten. Bei der diesjährigen Wahl hat die EMBO die Mitgliedschaft von gleich drei DKFZ-Wissenschaftlern bekanntgegeben.

 

 

Ursula Klingmüller
© DKFZ/Jung

Die Systembiologin Ursula Klingmüller forscht seit 2003 am DKFZ. Sie nutzt mathematische Modelle und zeitaufgelöste Daten, um zelluläre Netzwerke zu untersuchen, die über das Schicksal einer Zelle, also über Überleben, Teilung, Differenzierung oder Tod, entscheiden. Klingmüller studierte Biologie an den Universitäten Bayreuth und Heidelberg. Ihre Promotion erhielt sie am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg. Die Wissenschaftlerin ist seit 2016 Mitglied des Deutschen Ethikrates.

 

 

Ana Martin-Villalba
© DKFZ/Jung

Ana Martin-Villalba erforscht die degenerativen Vorgänge des zentralen Nervensystems im Alter und bei Krankheiten, auch im Vergleich zur Regeneration nach Schädigung der Bauchspeicheldrüse. Im Fokus stehen hierbei das Regenerationspotential von Stammzellen sowie deren Rolle bei der Tumorentstehung. Ana Martin-Villalba studierte Medizin an der Universität Murcia in Spanien und in Leeds, Großbritannien und promovierte an der Universität Heidelberg. Für ihre Arbeiten wurde die Wissenschaftlerin bereits mit dem Paul Ehrlich-und Ludwig-Darmstaedter Preis und dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis ausgezeichnet.

Aurelio Teleman
© DKFZ/Schwerdt

Aurelio Teleman studierte Biochemie an der Harvard Universität, bevor er am Imperial College in London und am Heidelberger EMBL promovierte. Seit 2007 erforscht er im DKFZ, wie Zellwachstum reguliert wird. Er entdeckte unter anderem einen neuen und überraschenden Signalweg: Er fand heraus, dass die Fettsäure Stearinsäure nicht nur ein Stoffwechselprodukt ist, sondern auch wichtige biochemische Prozesse in der Zelle steuert. Neben weiteren Ehrungen wurde Teleman bereits 2010 der Young Investigator Award der EMBO verliehen.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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